Abschied nehmen

Juni 08 

 

Es gibt immer Personen in einer Schule, die das Gesicht, die Atmosphäre, das Besondere gerade dieser Schule mitprägen. Und wenn solche Menschen gehen, bleibt eine fassbare Leere zurück. Ein typisches schallendes Lachen fehlt, eine charakteristische Silhouette, ein bestimmtes Schmunzeln, feine Kommentare, die zum Kichern verleiten...

 

Wer kennt sie nicht?

 

Herbert Brück, der nach 32 Dienstjahren an dieser Schule (!) in einen Un-Ruhestand geht, der nicht nur wohlverdient ist, sondern sicher auch mit der Freude und dem Elan genossen werden wird, mit dem er 25 Jahre lang seine Funktion als Oberstufenberater ausgeführt hat. Wie vielen Generationen von Schülern und Schülerinnen hat er mit seiner Kompetenz und seiner Geduld geholfen, ihr Abitur zu meistern! Auch uns hat er in manchen Situationen, in denen es einem mehr zum Weinen war, mit seinem lebensfrohen Naturell als Mosellaner und seinen erheiternden Sprüchen zum Lachen gebracht.

 

 

Kornelia van Ginkel mit den strohblonden Igelhaaren, die - durch ihre Kleidung selbst oft ein schöner Farbtupfer im Alltagsallerlei - unserer Schule in 15 Jahren ein Gesicht gab, das wohl als bestaunenswert gelten kann. In erster Linie haben wir sie als Kunstlehrerin erlebt, die voller Enthusiasmus und Liebe zur Kunst ihre Schüler und Schülerinnen zu Leistungen gebracht hat, die als Ausstellungsobjekte unser Schulgebäude oft zu einem kleinen Museum gemacht haben. Auch ihre Projekte wie „Land-Art“ oder die Decollage-Ausstellungen haben Zeichen gesetzt, die das künstlerische Niveau der Fachschaft Kunst entscheidend mitgeprägt haben. So kann man ihre neue Schule in St. Augustin, zu der sie aus privaten Gründen wechselt, nur beneiden.

  

 

Heinz-Hermann Backwinkel, der seinen unvergessenen „Einstand“ auf einem Lehrerausflug gab, als er sich auf einer kabarettistischen Rundfahrt durch Köln in der Straßenbahn am Notgriff festhielt, ganz seiner „Größe“ entsprechend. Der ist es auch wohl zu verdanken, dass er aus dieser Höhe immer den geistvoll-amüsierten, manchmal skeptischen Überblick bewahrt, der uns feine ironische, pointierte Kommentare bescherte, die einen „nachhaltigen Abgang“ garantierten...12 Jahren bereicherte H. H. Backwinkel unseren Alltag, gerade auch deshalb, weil er über den Tellerrand hinausschauen kann und so sicher noch Dinge in seinem Ruhestand vollbringen wird, die uns erneut in Erstaunen versetzen werden.

 

 

 

Beate Schütz als „Küken“  mit ihren „nur“ 6 Jahren Tätigkeit an unserer Schule! In diesen wenigen Jahren hat sie trotzdem einiges erreicht: So hat sie mit viel Engagement den Europagedanken mit deutsch-französischen interkulturellen Projekten umgesetzt, die auf unserer Webseite zu betrachten sind. Auch Beate Schütz wechselt aus familiären Gründen zu einer Schule in Grevenbroich.

 

Ja, so hat nun jeder „sein“ Bild von diesen Kollegen, so dass Fotos von ihrem Ausstand kaum fehlen....

 

Wir danken Euch allen Vieren für die Jahre voller Kollegialität, für Eure Freundschaft, Eure Herzlichkeit, Eure Lebensfreude, die für eine lebendige Schule so wichtig sind.

 

Und wir wünschen Euch weiterhin ein schönes Leben, alles Gute und viel Un-Ruhe für den Ruhestand und den Kolleginnen weiterhin viel Schwung und Freude an den neuen Wirkungsstätten.

 

Hiermit sei Euch allen virtuell ein riesiggroßer Blumenstrauß überreicht.

 

Birgit Kempe-Weitkamp und Christina Leubner