Weltaidstag am 1.12.2011

1.12.11 

 

Fotos Agnes Steinmetz

Fotos Bernd Woidtke

 

Unvorstellbar, dass weltweit hunderttausende Kinder mit der HIV-Infektion geboren werden! Denn es gibt Medikamente, die die Mutter während der Schwangerschaft nehmen könnte, um das Kind gesund zu Welt zu bringen. Aber diese Medikamente kosten Geld. Und die meisten Menschen sind zu arm, um sich die nötige medizinische Versorgung leisten zu können.

 

Der Religionskurs mir dem Graffiti-Künstler Aleks van Sputto (neben dem "W")

 

„Täglich infizieren sich weltweit etwa 1.000 Kinder durch die Übertragung des HI-Virus der eigenen Mutter. Wird eine HIV-positive Frau vor der Geburt des Kindes medikamentös behandelt und ärztlich betreut, sinkt das Ansteckungsrisiko unter 5 Prozent. Die Mutter-Kind-Übertragung kann verhindert werden, doch noch immer ist Deutschlands Beitrag der öffentlichen Entwicklungshilfe zu gering, als dass dies erreicht werden könnte.“ (aus dem newsletter des „Aktionsbündnisses gegen Aids“ zum Weltaidstag 2011: http://aids-kampagne.de).

 

Was können wir in Kerpen tun? Wir gehen an die Öffentlichkeit. Unterstützt von der Kindernothilfe in Person von Herrn Wallrich, der mit uns in den letzten Wochen eine ganze Reihe an Projekten und Veranstaltungen in unserer Schule durchführte (Frau Castor berichtete), und dem Graffiti-Künstler Aleks van Sputto, wurden wir auf dem Kerpener Marktplatz aktiv. Schülerinnen und Schüler des Religionskurses 10.07 von Frau Steinmetz wurden als Graffiti-Künstler kreativ und besprühten, manche zum ersten Mal in ihrem Leben, eine ganze Leinwand mit der Botschaft: „Wir gegen Aids!“

 

 

Eine Unterschriftenaktion brachte allerdings nicht das erwünschte Ergebnis, weil der Markt nicht so gut besucht war wie erhofft und einige Passanten sich weigerten zu unterschreiben. Erschreckend für die Schüler war, dass sie von einigen auch zu hören bekamen: „Wer Aids hat, ist selbst schuld.“ Dass dies so nicht stimmt und erst recht nicht auf Kinder zutrifft, haben wir im Unterricht anhand von vielen Beispielen z.B. aus Afrika erkennen können. Für alle Menschen, egal wo sie leben, gilt: Jeder hat ein Recht auf ausreichende medizinische Versorgung.

 

Und Deutschland muss endlich seinen Beitrag dazu leisten, dass die Medikamente für alle HIV-infizierten schwangeren Frauen zu Verfügung stehen. Deshalb hat das Aktionsbündnis die neue Kampagne ausgerufen: Bis 2015: Babys ohne HIV!

 

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu unterschreiben sind unter der Adresse zu finden: http://www.aids-kampagne.de/kampagne/in9monaten/

 

Agnes Steinmetz