Die Deutsche Schüler-Akademie
13.9.10
Schaue ich heute auf meine Zeit an der Multinationalen Akademie Torgelow 2010 zurück, merke ich, dass ich mir den Aufenthalt ganz anders vorgestellt habe. Nachdem ich mich beworben hatte und durch das erste Auswahlverfahren durch war, erhielt ich einen Prospekt, mit allen Akademien und Kursprogrammen. Voller Freude wählte ich einen Kurs „Geoinformatik“ aus und schickte meine Anmeldung ab. Erst im Nachhinein schaute ich mir den „Stundenplan“ an: Frühstück bis 8.30 Uhr, dann Plenum und anschließend Kurs bis 12.15 Uhr. Am Nachmittag hatte man bis 16.00 Uhr Zeit, um an kursübergreifenden Angeboten (KüAs) teilzunehmen. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen und dann zwei Stunden Kurs. Hinterher ging man zum Abendessen. Dann war endlich Freizeit. Dieses Angebot 17 Tage lang, das hörte sich anstrengend an. Immer früh aufstehen. Das in den Ferien? Warum habe ich mich dort angemeldet? Doch meine Vorfreude auf nette Gleichgesinnte zu treffen, überragte diesen anstehenden Stress.
Am 5. August 2010 ging es dann los. Ab in den Zug und auf nach Torgelow. Dort stellte sich dann heraus, dass die Realität ganz anders aussah, als ich sie mir ausgemalt hatte. Man stand früh auf, um die anderen möglichst lange zu sehen. Das Plenum diente der Vorbereitung der Nachmittagsaktivitäten. Auch die Kurszeit ging schnell vorbei. Unsere Kursleiter waren super strukturiert und gestalteten den so genannten Unterricht sehr lustig. Wir hatten viel zu lachen. So war der Aufenthalt wesentlich angenehmer als gedacht.
Unsere Kursleiter waren fachlich sehr kompetent. So wirkten sechs Stunden Kurs gar nicht so lang. Der Anteil der freien Arbeit überwog die meiste Zeit. Auch die Mittagspause war lang genug. Wir hatten vier Stunden Zeit, um zu essen. In einer Cafeteria verbringt man aber normalerweise maximal eine Stunde. So sprangen mindestens drei Stunden für uns heraus. Wir nutzten sie, um nach Waren (Müritz) zu fahren, um zu schlafen (Abends wurde es oft sehr spät), oder an den KüAs teilzunehmen, wie z.B. Volleyball, Popping, Chor, Orchester, Fußball, Japanisch, etc. In den Abendstunden traf man sich und saß lange zusammen. Diese Stunden waren gefüllt mit netten Unterhaltungen, Filme anschauen, Gemeinschaftsspiele, Lagerfeuer, Grillen und Partys.
Natürlich hatten wir auch drei freie Vormittage und einen Exkursionstag, an dem Kanufahren, ein Besuch in Rostock bzw. Berlin und eine Radtour angeboten wurden. Meine Kanutour brachte mich und meine neuen Freunde näher zusammen.
Aber es gab auch anstrengende Tage. Darunter fielen die letzen paar. Meine Gruppe besuchte den Bürgermeister und die Stadtplaner der Stadt Waren (Müritz), um unser Projekt „Solarpotential Waren“ vorzustellen. Hierzu haben wir eine Präsentation unserer Arbeit im Internet (www.tinyurl.com/geoinf2010) präsentiert. Zusätzlich schrieben wir eine Dokumentation, in der wir sachlich über die Akademietage berichteten. Zum Glück war unser Kurs gut vorbereitet. So hielt sich der Stress in Grenzen.
Fragt man mich heute, was das schönste war, ist meine Antwort: Alles! Ich habe nette Freunde gefunden, mich weitergebildet, meine Zukunft geplant und vieles mehr. Ich würde sagen, dass diese 17 Tage zu den schönsten meines bisherigen Lebens zählen und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel Spaß macht. Wenn ich die Möglichkeit hätte, noch mal teilzunehmen, ich würde sie nutzen. Leider darf man nur einmal mitmachen. Aber ich kann es jedem empfehlen, sich dort zu bewerben, der neue Freunde finden und sich weiterbilden will. Es ist ein großartiges Erlebnis und eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.
Cornelia Krome, Jahrgangsstufe 12