„Aladdin“
19.6.10
Der Literaturkurs 22.6 hat sich entschieden, ein Märchenstück für die Kinder unserer Schule und einige Grundschulklassen aufzuführen. Das war eine gute Entscheidung, man schlug quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Vorstellungen waren alle voll besetzt und man hatte eine wunderbare Stimmung mit glücklichen Kindern, aber natürlich auch glücklichen Jugendlichen und Erwachsenen. Selbst die ganz Kleinen freuten sich am Schluss, als es Goldtaler ins Publikum regnete.
Emina Ahmic, Dario Kazhaei, Claudia Kopainski und Dominik Flohr (v.l.n.r.)
Das Märchen spielt bekanntlich im Orient in der Wüste. Es gibt einen unglaublich reichen Sultan (Dario Kazhaei), der sich von seinen tanzenden Wesiren unterhalten lässt, eine wunderschöne Tochter, Jasmin (Claudia Kopainski), die gerne badet und einen armen Schneidersohn, Aladdin (Dominik Flohr). Hört sich einfach an? Wenn nur der böse Derwisch (Nina Mann) und die wilden Tataren nicht wären! Ein Kampf um Macht, Reichtum und die schöne Prinzessin beginnt, bei dem schwarze Magie, Datteln und ein fliegender Teppich eine entscheidende Rolle spielen. Ach ja, eine kleine Wunderlampe kommt natürlich auch in unserem Märchen vor!
Eine sehr schöne Inszenierung mit zauberhaften Ideen. Der Finanzminister des reichen Sultans (Emina Ahmic) z.B. ergreift permanent Sparmaßnahmen - sehr aktuell! Die Tataren rennen mit Karacho, aber lange vergeblich gegen die Festung des Sultans an und sprechen einen interessanten russischen Akzent. Die Wunderlampe leuchtet in allen Farben des Regenbogens und Dschinn (Damla Olkun) hilft den Guten, auch wenn sie das eigentlich nicht darf.
Die Schauspieler sind exzellent, man leidet mit dem armen Aladdin, wünscht sich, dass er die schöne Jasmin endlich bekommt, und freut sich, dass Aladdins Vater (Denise Feist) doch kein Vogel ist. Und hört gerne dem Erzähler Tobias Schmidt zu, der einem die Rahmengeschichte verständlich macht.
Das phantasievolle Bühnenbild und das verzauberte Licht (Danke an die Bühnenbildner und die Technik-AG!) leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser gelungenen Literaturkursinszenierung.
Bernd Woidtke