Asterix & Obelix: Der Große Graben

Juni 2006

 

Die Fotos der Generalprobe

 

Asterix-Kenner werden sich freuen: Da steht nicht nur Asterix drauf, da ist auch Asterix drin! Der kleine gallische Held, der mit seiner Cleverness und einem Schluck Zaubertrank zum Römer-Killer wird. Der Dicke ("Ich bin nicht dick, ich bin nur ein bisschen beleibt!") Obelix, der als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank des Druiden Miraculix gefallen war und jetzt nichts mehr abkriegt. Majestix, der Häuptling, der von seinen Trägern ständig fallen gelassen wird, ansonsten unter der Fuchtel seines Weibes Gutemiene leidet. Troubadix, der begnadete Sänger, der bei jedem Auftritt gefesselt und geknebelt wird, weil sein schräger Gesang die Leute verrückt macht. Natürlich gibt's die doofen Römer, die zwischenzeitlich in den Streik treten ("Sklaven für alle!"), natürlich gibt's fetzigen Streit zwischen den Galliern...

 

Asterix (Miguel Schlang) und Obelix (Stefan Schlömer)

 

Und dann gibt's da auch noch die beiden gallischen Machos Griesgramix und Grobianix, die permanent Krach miteinander haben, und das Fischgesicht Greulix, der mit Hilfe der Römer Dorfchef werden will. Die schöne Grienoline,  Griesgramix' Tochter, wiederum verliebt sich in den Sohn von Grobianix und das Unheil nimmt seinen Lauf...

 

Eine Entführung, Zaubertrankdiebstahl, depperte Piraten tauchen auf, kurzfristig auch noch Caeser und Kleopatra, dazu jede Menge Schlägerein mit den Römern, die schließlich reichlich bekifft daher wanken.

 

Der Literaturkurs 12 von Regine Klopffleisch hat die Story originell und mit viel Wortwitz - der Text wurde geschickt modernisiert! - auf die Bühne gebracht. Da, wo im gezeichneten Comic Asterix und Obelix genüsslich die Römer verdreschen, hat man wunderschöne choreografierte Bilder gefunden, die die im Original gelegentlich ermüdenden Prügelorgien ironisch und charmant über die Bühnenrampe bringen.

 

Ein gelungener Ausklang des Schuljahres mit der Botschaft... ja, was war da nochmal die Botschaft... et hätt noch immer joot jejange oder so... vielleicht...

 

Bernd Woidtke