Auslandschuljahr
Info-Veranstaltung der Schulpflegschaft
18.2.10
Info des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen
Infos über ein Highschool-Jahr in den USA
"In den ersten Wochen ist es manchmal schwer, aber wenn man sich durchbeißt, macht man ungeheuer wichtige Erfahrungen, die man für sein Leben nicht missen will!" Das sagten alle Teilnehmer an Auslandsprogrammen, die am Donnerstag über ihre Erfahrungen berichteten.
Die Schulpflegschaft hatten zu einem Info-Abend eingeladen und 170 Zuschauer kamen. Christiane von Freeden, stellvertretende Schulleiterin, referierte zunächst über die Voraussetzungen für ein Auslandsjahr. Das G8-Abitur bringt es mit sich, dass ein Auslandsaufenthalt bereits in Klasse 10 statt bisher 11 stattfinden kann. Grundbedingungen sind natürlich angemessene Noten, wenn man die 10 im Ausland verbringen und dann in die Klasse 11 einsteigen will (im Durchschnitt befriedigende Leistungen, keine Fünf oder Sechs, in den schriftlichen Fächern maximal eine Vier). Natürlich kann man die 10 nach der Rückkehr auch wiederholen. Lateinschülern wird geraten, die Latinumsprüfung vor dem Auslandsjahr zu absolvieren, damit man näher am Stoff ist. Eine weitere Alternative ist es, nach der 10 ins Ausland zu gehen und nach der Rückkehr in Klasse 11 zu gehen.
Felix Siep, Pascal Post, Sandra Ebert, Manuel Dressler, Matthias Wirtz-Amling, Julia Henn, Sandra Korn, Thomas Frentzen, Pascal Bittner, Christiane von Freeden, Barthel Korn (v.l.n.r.); klick auf das Bild, dann wird es groß!
Neun Schülerinnen und Schüler berichteten sehr anschaulich über ihre Zeit im Ausland. Pascal Post verbrachte ein Jahr in England, Julia Henn ein halbes Jahr in Frankreich. Ihr Aufenthalt war durch das Programm Voltaire organisiert worden; genauere Infos gibt es bei den Französischlehrerinnen. Sie machte Interessenten Mut: Auch wenn man am Anfang trotz langjährigem Französischunterricht kaum ein Wort versteht - die Franzosen sprechen sehr schnell! - kann man nach kurzer Zeit gut folgen und im Unterricht und privat mitreden. Pascal Bittner war über die Organisation YFU nach Russland gekommen, in einen kleinen Ort. Er sagte: Ja, es gab anfangs viel Heimweh, aber die Russen sind sehr nett, kümmern sich intensiv, und er würde jedem zu solch einem recht exotischen Austausch raten. Matthias Wirtz-Amling kam über die Organisation Experiment nach Neuseeland und berichtete vor allem über die sozialen Kontakte, die er knüpfen konnte. Felix Siep hat über private Beziehungen einen Jahresaufenthalt in Australien organisiert. Sandra Ebert verbrachte drei Monate in Bolivien. Für sie war es eine wichtige Erfahrung, die extremen sozialen Unterschiede in Bolivien zu erleben. Trotzdem fühlte sie sich dort immer sehr sicher. Manuel Dressler war an unserer Austauschschule, der Pestalozzischule, in Argentinien. Sandra Korn erlebte während ihres Jahres in Pennylvania den Präsidentschaftswahlkampf Obama-McCain. Sie outete sich dort als Obama-Anhängerin und meinte, die Amerikaner hätten den Wahlkampf eher sportlich gesehen. Auch in den USA, in Ohio, war Thomas Frentzen.
Fazit: Ein Jahr oder auch eine kürzere Zeit im Ausland verändert einen total. Man lernt nicht nur die Sprache mehr als in vielen Jahren heimischem Unterricht, man wird toleranter, lernt sich selbst besser kennen, kann auf Leute zugehen und vor allem: Man lernt Freunde fürs Leben kennen!
Einen großen Dank an die Schulpflegschaft mit ihrem Vorsitzenden, Barthel Korn, dass sie die Initiative für diese Info-Abend ergriffen hat!
Bernd Woidtke