Ein Jahr im Ausland?

Die SV informiert

8.5.07

 

Die Fotos des Abends

 

Des Moines, China Springs, Vienna, Aix-en-Provence - Wo liegt das? Tja, da muss mancher schon den Telefon-Joker bemühen... Daniela Dumbeck, Miriam Weingarten, Niklas Geuer und Ina Frantzen wissen es: Sie waren da gewesen, in Des Moines, der Hauptstadt von Iowa, USA, in China Springs, dem kleinen Ort in Texas, in Vienna, Missouri, und in Aix-en-Provence in Frankreich. Und Sabrina Acha-Sanz war noch viel weiter weg: in Australien.

 

Sie haben ein halbes oder ein ganzes Jahr im Ausland verbracht und hatten viel zu erzählen! Ricarda Sawatzki, die SV-Sprecherin, hatte mit Niklas Geuer den Abend organisiert und 70 Leute waren gekommen: Neugierige 9er, schon mit einem Bein in den Startlöchern, und ihre Eltern, die doch lieber erst mal wissen wollten: Was kostet das, an wen wendet man sich, welche Austausch-Organisation ist empfehlenswert, in welcher Klasse sollte man das Unternehmen angehen, wie kommt man zurecht, wenn man wieder zurück ist.... viele Fragen wurden gestellt, viele Antworten wurden gegeben.

 

Ricarda Sawatzki, Daniela Dumbeck, Miriam Weingarten (von links nach rechts)

 

Niklas Geuer brachte es auf den Punkt: Es geht gar nicht so sehr um die Sprache, das natürlich auch, sondern vor allem um die andere Kultur, die man kennen lernen soll und will. Und Christiane von Freeden, die selbst ein Jahr als Schülerin und ein Jahr als Studentin in den USA verbracht hatte, betonte: Es kommt nicht darauf an, eine Familie neben den Niagara-Fällen, im Grand Canyon oder im Zentrum von New York oder San Francisco, also den touristischen Highlights, zu finden. Viel wichtiger ist es, das Leben der Menschen, ihr Anderssein, aber auch ihre ganz ähnlichen Einstellungen und Gewohnheiten zu erkunden.

 

Ina Frantzen, Sabrina Acha-Sanz, Niklas Geuer (von links nach rechts)

 

Alle Austausch-Profis berichteten davon, wie sie sich anpassen mussten und wie stolz sie sind, das geschafft zu haben. Niklas: Zu Hause habe ich ein eigenes Zimmer, bei meiner Familie in Missouri schlief ich mit meinem schnarchenden Austausch-Bruder, einem Hünen, in einem Raum - nach zwei Tagen kein Problem mehr! Im Gegenteil: Jetzt vermisse ich unsere nächtlichen Ausflüge zu Wal-Mart! Mimi Weingarten, Schlagzeugerin und Basketball-Spielerin (Texanische Meisterin!!!), lebte in einer Familie von Sport-Muffeln (ganz im Gegensatz zu ihrer eigenen!) - anfangs nicht gerade motivierend, aber sie hielt durch und ist froh darüber. Ina Frantzen: Ich musste mich auch erst an meine französische Familie gewöhnen, aber jetzt kenne ich sie besser als viele Familien meiner besten Freunde! Ina: Nach zwei Monaten merkst du, dass sich deine Sprachkenntnisse verbessert haben, alle zwei Tage kommen neue Vokabeln hinzu, jetzt kann ich mich völlig normal auf Französisch unterhalten.

 

Wer sich genauer informieren will: Hier gibt es grundlegende Infos.

 

Vielen Dank an Ricarda Sawatzki und Niklas Geuer, die Organisatoren dieses sehr informativen Abends!

 

Bernd Woidtke