Judith Böttel: Mexiko - einmal anders erlebt

Eine ehemalige Schülerin berichtet

 

 

Zwei Dinge kamen bei Judith Böttel im Sommer 2004 zusammen - mit folgenreichen Konsequenzen: Sie hatte fünf Jahre Spanisch-Unterricht an unserer Schule hinter sich, und sie hatte vier Monate Zeit bis zum Beginn des Studiums. So fasste sie einen Entschluss, der ihr überwältigende neue Eindrücke bescheren sollte: Sie fuhr zu einem Workcamp der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste nach Mexiko.

 

Judith Böttel bei der Überreichung des Abiturzeugnisses 2004

 

Was sie dort erlebte, war mehr als eine Reise: Sie erlebte eine für uns unbekannte und überraschende Kultur, sie lernte Menschen mit anderen Werten und Überzeugungen kennen und sie kam zu dem Entschluss, dass westlicher Reichtum nicht das Wichtigste im Leben der Menschen ist.

 

Sie unterrichtete mexikanische Kinder in Sport und Kunst, lebte in einem - für unsere Verhältnisse - mehr als bescheidenen Haus und stellte fest:

 

"Während der drei Wochen in Tlaxcalancingo ist uns aufgefallen, dass die Menschen, auch wenn sie nicht viel Geld haben und in eher ärmlichen Verhältnissen leben, viel zufriedener und auch glücklicher wirken als die meisten Menschen in den reichen Industriestaaten. Niemand meckert über die Verhältnisse, sondern man versucht, aus der gegebenen Situation das Beste zu machen. Selbst wenn es einmal für ein paar Tage kein fließendes Wasser gab – und das kam häufig vor –, beschwerte sich niemand. Die Mexikaner halten andere Werte wie Freundschaft, Familie und Anerkennung für viel wichtiger als Geld."

 

Der komplette Bericht kann hier als Worddatei herunter geladen werden - sehr empfehlenswert!

 

Infos über die Kolping Workcamps - hier.

 

Bernd Woidtke