Dada
Die große Show der Literaturkurse Köllmann/Klopffleisch
16./17.5.09
Fotos von Dr. Harry Hain (ehemaliger Schüler)
Schon die Werbung für diesen Performance-Abend war viel versprechend:
"Als wir gestern den kecken Lachengeck besucht haben, um mit ihm egigagoramen zu spielen, verspürte Rick die Lust auf Nasigoreng. Er pflückte fünf Bällchen von der holländischen Nasigorengbonbontanne, bis ein farbiger Regen vom Himmel prasselte. Die Donnerschläge regten seinen Appetit weiter und weiter an. Es spritzte und platschte sofort los, nachdem die Mönche das lilafarbende Himmelsgewölbe angeklagt hatten. Es fielen die Worte "ü üüü" sowie "ofali bambla" und sie sahen, dass es gut war."
Szenenfoto aus der Generalprobe; klick drauf, dann wird es groß!
So steht es auf der Website der beiden Literaturkurse. Damit war alles klar. Oder? Jedenfalls wurde ich in den Tagen vor der Premiere mehrmals gefragt: "Herr Woidtke, was ist 'Dada'?" "Kommt in die Vorstellung, dann wisst ihr es!" antwortete ich. Wer die Premiere gesehen hat, der weiß, was Dada ist. Aber beschreiben? Nein, das kann man Dada nicht. Man muss es sehen. Und erlebt eine Mischung aus skurrilen Szenen, Rad fahrenden Schöngeistern, Stadt-Land-Fluss spielenden Damen, einem Pausen-Philosophen, der die Frage beantwortet, warum der menschliche Schädel rund ist ("Damit die Gedanken die Richtung wechseln können."), einem König mit turmhoher Papierkrone, einem Schattentanz, sowie Lehrern, die seltsam verstörende Antworten auf verwirrende Fragen geben. Und vieles mehr.
Wer jetzt immer noch nicht weiß, was Dada ist, der sollte schnell in die zweite Vorstellung am Sonntag, 17.5.09, 19 Uhr gehen. Für Kurzweil ist gesorgt. Es ist ein großer Spaß, den die beiden Literaturkurse da angerichtet haben. Denn eins ist klar: Dada ist lustig!
Bernd Woidtke