Ehemaligentreffen 2009
20.11.09
"Englisch- oder Deutsch-LK?" - "Nein, ich war hier nie Schüler, ich bin Lehrer hier!" "Echt? Hatte ich etwa Unterricht bei Dir?" - Originaldialog beim Ehemaligentreffen 2009. Die schon vor Jahren an dieser Stelle kolportierte Abi-Motivation: "Ich mache Abitur, damit ich zum Ehemaligentreffen gehen kann", hier wurde sie eindrucksvoll bestätigt.
Der 84er Jahrgang hatte zum 25jährigen in die Cafeteria eingeladen und ein emotionsgeladenes Revival-Fest organisiert. Die 10-, 20-, 30jährigen Abi-Jahrgänge waren von der Schule eingeladen worden, alle anderen waren spontan gekommen. Die aktuellen Abiturienten schauten sich erstaunt um: Wir sind hier offenbar die Jüngsten, das irritiert uns...

Der Schulleiter Bernhard Ripp bei der Begrüßung der Ehemaligen
Die zunehmende Überfüllung der Mensa war für uns aktuelle Lehrerinnen und Lehrer eine gute Botschaft: Sie kommen zurück zu uns, unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler, sie hassen uns nicht, naja, ob sie uns lieben, lassen wir mal offen, aber sie kommen gerne wieder. Sie signalisieren uns: Das Konzept der Schule ist gut, der Ganztag bietet tolle Möglichkeiten, das Doppelstundensystem schafft einen entspannten Tag, die kulturellen Angebote sind enorm. Aber auch Kritik: In diesem großen System geht manch einer unter, der besondere Zuwendung bräuchte. Ja, das müssen wir akzeptieren, daran arbeiten wir seit Jahren und wie wir glauben mit zunehmendem Erfolg.
Steuerberater, Pfarrer, Werkstoffstudentin, Realschullehrerin, Informatiker, Politikberater, ZEIT-Journalistin, Kreativdirektor einer internationalen Werbeagentur, Filmproduzent, Geigenbaumeister, Musicalstar, der einzige deutsche Binnenschiffer mit Soziologie im Abitur, Archäologie-Professor und vieles mehr - all das hat unsere Schule angeschoben, ermöglicht oder zumindest nicht verhindert: Ein bisschen stolz können wir schon sein! Wie gut, dass es das Ehemaligentreffen gibt!
Bernd Woidtke