Europaschule -

jetzt auch mit NRW-Zertifikat!

7.2.08

 

Die Fotos der Veranstaltung

 

Seit dem Jahr 2001 trägt das Gymnasium der Stadt Kerpen den Namenszusatz "Europaschule". Der europäische Gedanke war immer schon die Grundlage der vielfältigen grenzüberschreitenden Aktivitäten der Schule. Er verbindet sich mit dem Geist der Toleranz und Kooperation, der das Gymnasium Kerpen seit seiner Gründung 1968 trägt. 

 

Das Land NRW vergibt seit einiger Zeit ein offizielles Zertifikat: "Europaschule in Nordrhein-Westfalen" - für uns war es selbstverständlich, dass wir uns um dieses Zertifikat bemühten. Am Donnerstag, 7.2.08, war es soweit: 21 Schulen erhielten in Essen aus der Hand der Schulministerin Barbara Sommer diese Auszeichnung - und unsere Schule war dabei! Der Schulleiter, Bernhard Ripp, und seine Stellvertreterin, Christiane von Freeden, kamen auf die Bühne des Städtischen Mädchen-Gymnasiums Essen-Borbeck und erhielten von der Ministerin das Zertifikat, eine große Plakette sowie eine riesige Europaflagge. 

 

Die Schulleitung freut sich auf die Verleihung des Zertifikats...

 

Die Veranstalter hatten einen Tag organisiert, der angefüllt war mit europäischem Geist. Der erst kürzlich ins Amt gekommene NRW-Europaminister Andreas Krautscheid sprach so enthusiastisch von seinem neuen Arbeitsgebiet, von  der europäischen Idee und wie die Schulen sie vertiefen können, dass die Schulministerin Barbara Sommer sich nicht verkneifen konnte zu sagen: Schade, dass ich erst nach ihm reden darf, seine Begeisterung hat mir fast mein Redekonzept weggenommen... Dass sie ebenfalls den Gedanken der Europaschule unterstützte, versteht sich von selbst.

 

Die Lacher auf seiner Seite hatte Heinz-Rudolf Miko, Stellvertretender Leiter der regionalen Vertretung der EU-Kommission in Bonn. Einer der beiden Moderatoren, Matthias Rink, hatte, fürs Publikum zunächst nicht so ganz verständlich, gesagt: Ich verkneife mir jetzt eine Frage zum gestrigen Fußballspiel Deutschland gegen Österreich. Als Miko ins Mikrofon sprach, verstand man den Scherz: Er sprach mit unverkennbar österreichischem Akzent. Zusätzlichen Beifall erhielt er, als bekannt wurde, dass die EU-Kommission das Catering für die Veranstaltung bezahlt hatte.

 

Heinz-Rudolf Miko, Bernhard Ripp, Schulministerin Barbara Sommer, Christiane von Freeden, Europaminister Andreas Krautscheid (v.l.)

 

Einer der spannendsten Programmpunkte des Tages verbarg sich hinter der Bezeichnung: "Obligatorische Kriterien - Schulen stellen ihre Umsetzung vor". Die beiden Moderatoren, Matthias Rink vom Grashof-Gymnasium Essen, und Joachim Keferstein vom Ministerium für Schule und Weiterbildung, interviewten Vertreter verschiedener Schulen zu besonderen Projekten, die sie eingeführt hatten. So erfuhr man von einer Grundschule, die Französisch bereits im ersten Schuljahr unterrichtet; von einer Kaufmännischen Schule, die Volkswirtschaft auf Französisch und Spanisch anbietet sowie BWL auf Türkisch. Für uns hochinteressant war die Information, dass ein Gymnasium in Essen im Differenzierungsbereich das Fach "Europa" anbietet: Europa geografisch, kulturell, wirtschaftlich, politisch, sprachlich und hinsichtlich des aktuellen Geschehens. Wir werden über diese Möglichkeit intensiv nachdenken!

 

Ein sehr aufschlussreicher Tag, gekrönt durch die Überreichung des Zertifikats "Europaschule in Nordrhein-Westfalen", angereichert durch wertvolle Informationen und eine Vielzahl von Kontakten zu anderen nordrheinwestfälischen Europaschulen!

 

Bernd Woidtke