Gymnasium Kerpen



Seit 2001 offizieller Namenszusatz:

"E u r o p a s c h u l e"

 

Mit der Namengebung "Europaschule" Kerpen und den damit verbundenen Zielen möchte das Gymnasium der Stadt Kerpen das Bewusstsein für Europa und für die europäische Einigung stärken. Vor allem sollen die Menschen in ihrer Gemeinsamkeit und ihrer Verschiedenheit im Vordergrund stehen. Das Nachdenken über Europa schließt die Beschäftigung mit Menschen außerhalb Europas ein. Letztendlich geht es um die Erziehung zu einem menschenwürdigen Zusammenleben, es geht um Erziehung zu internationaler Verständigung. Unterrichtseinheiten in allen Fächern sowie außerunterrichtliche Aktivitäten sollen innerhalb der Schule sowie nach außen wirken. Somit wird Europa zum Programm unserer Schule.

Unser Austauschprogramm : Unsere Schule bietet vielfältige Austauschmöglichkeiten an. Sie ist stolz darauf, zu den Pionieren des Austausches mit unseren westlichen und östlichen Nachbarländern gehört zu haben. Gerade die Schüleraustausche schaffen ein Klima von gegenseitigem Verständnis; die SchülerInnen lernen so tatsächlich Land und Leute im Alltag kennen; sie können Sprache anwenden; oftmals entstehen persönliche Partnerschaften und sogar Freundschaften. Die modernen Medien helfen dabei, schneller Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.


Folgende Austauschprogramme werden angeboten:

Diese vorhandenen Austausche gilt es zu vertiefen. Angestrebt wird noch ein Austausch mit einer Schule in Spanien.

Inhaltlich soll es darum gehen, dass die SchülerInnen nicht nur an einigen Tagen am Unterricht in den anderen Schulen teilnehmen, in den Familien leben oder gemeinsam Kultur erleben und Besichtigungsprogramme durchführen, sondern dass sie gemeinsam vor Ort an einem Projekt arbeiten. Somit sollen auch andere Unterrichtsfächer als die Sprachen in den Austausch einbezogen werden. Fächerübergreifendes Arbeiten kann dann praktiziert werden. Dass dies mit großem Erfolg möglich ist, haben wir innerhalb unseres Comenius-Projektes bewiesen.

Ziel muss es weiterhin sein, den SchülerInnen Auslandspraktika zu ermöglichen. Ein Anfang wurde im letzten Jahr gemacht, als fünf SchülerInnen aus Nottingham für eine Woche ihr Praktikum in Betrieben der Stadt Kerpen absolvierten.

Aus dem Spanischunterricht heraus wuchs eine Schulpartnerschaft zur Schule Nuevos Horizontes in Corinto/Nicaragua. Briefe wurden geschrieben, Texte auf Kassetten verschickt, Filme vom Leben und Lernen in der Schule ausgetauscht. Zum Leben der Partnerschaft gehört auch Hilfe: Unterstützung der Schule aus Geldern des sogenannten Hungermarsches. Auch diese Partnerschaft gilt es weiter zu vertiefen.

Unsere Klassenfahrten: SchülerInnen mit den Leistungskursen Englisch oder Französisch fahren in der Jahrgangsstufe 13 nach England oder Frankreich, andere nach Italien oder Tschechien. SchülerInnen des bilingualen Zuges unserer Schule fahren schon in der Jahrgangsstufe 7 und auch in der 10 nach England. Eine Klasse der Jahrgangsstufe 10 fährt regelmäßig in die Jugendbildungsstätte des Erftkreises nach Guidel an der Südküste der Bretagne.

Neben dem notwendigen Besichtigungs- und Erlebnisprogramm einer Klassenfahrt sollte es hier noch mehr zu Begegnungen mit den Menschen vor Ort kommen. Darum ist es auch sinnvoll, dass verstärkt Klassenfahrten ins näher liegende Ausland (Belgien/Niederlande) ermöglicht werden.

Internationale Begegnungen: Neben den Austauschprogrammen und den Klassenfahrten sollen andere Internationale Begegnungen den Europagedanken vertiefen. Sehr aktiv ist unser Eltern-Lehrer-Schülerchor, der regelmäßig quer durch Europa Konzertreisen veranstaltet; Paris, Cordoba, Granada, Budapest, Rom seien hier erwähnt. Die Begegnung durch die Musik bringt die Menschen einander näher. Dazu trägt auch unsere Big Band bei, die anlässlich eines Stadtfestes in Oswiecim ihr Können unter Beweis stellen konnte. Auch diese Art von Begegnungen sollte noch intensiviert werden.

Die Stadt Kerpen unterhält Partnerschaften zu den Städten St. Vieth / Belgien und Oswiecim / Polen (letztere entstand aus unserer Schulpartnerschaft). Hier sind auch seitens unserer Schule noch mehr Aktivitäten möglich. So könnten z. B. sportliche Aktivitäten miteinander entwickelt werden. Internationale Begegnungen im Jugendgästehaus in Oswiecim sind möglich, wo sich u. a. konkret mit dem Thema Auschwitz befasst werden kann.
Ähnliches gilt für die Partnerschaft zwischen dem Erftkreis und Morbihan / Frankreich. Hier bietet der Erftkreis internationale Freizeiten in den Ferien an, z. B. in Guidel mit TeilnehmerInnen aus dem Erftkreis, Großbritannien, Frankreich und Polen. Dass solche Begegnungen sehr erfolgreich sind, belegt die Teilnahme von SchülerInnen unserer Schule an einem europapolitischen Seminar in Straßburg im Jahre 1997.

Unser Sprachenangebot: Ziel des gymnasialen Sprachunterrichts ist eine erhöhte Sprachkompetenz in mindestens einer Fremdsprache, vertiefte Kenntnisse in einer zweiten sind erstrebenswert, Grundkenntnisse in einer dritten wünschenswert.

Unsere Schule setzt einen Schwerpunkt in den Englischunterricht. Neben dem regelmäßigen Englischunterricht bietet unsere Schule einen bilingualen Unterricht an, durch den die SchülerInnen befähigt werden, fachliche Sachverhalte in Lernbereichen wie Wirtschaft, Geographie, Kultur, Politik und Geschichte in der Fremdsprache zu verstehen und darzustellen. Neben der erhöhten Sprachkompetenz führt diese Bildung zu verstärkter interkultureller Kompetenz. Bilingualer Unterricht bereitet Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise auf Studium und Berufsleben in einem zusammenwachsenden, jedoch sprachlich und kulturell vielfältigen Europa vor.

Eine ähnliche Funktion erfüllt die Doppelqualifikation Abitur / Fremdsprachenkorrespondenz Englisch. Hierbei erringen die teilnehmenden SchülerInnen neben dem Abitur einen beruflichen Abschluss durch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.
Französisch kann ab Klasse 7 als 2. Fremdsprache gewählt werden und wird oftmals in Leistungskursen bis ins Abitur geführt. Spanisch gibt es als 3. Fremdsprache und setzt uns u. a. in die Lage, die Kontakte nach Südamerika aufrechtzuerhalten und zu vertiefen. Lateinisch quasi als Muttersprache Europas und Russisch runden das Sprachangebot unserer Schule ab.

Falls einzelne Sprachkurse ab der Jahrgangsstufe 9 nicht zustande kommen, sollten vermehrt Arbeitsgemeinschaften angeboten werden, die sprachliche Grundkenntnisse vermitteln können. Eine solche Arbeitsgemeinschaft gibt es z. Zt. in Schwedisch und Französisch. In der Vergangenheit hat es AGs für Spanisch und Italienisch gegeben.

Arbeitsgemeinschaften sollen auch dazu dienen, SchülerInnen mehr zu fordern und zu fördern. So gibt es eine Arbeitsgemeinschaft in Spanisch, in der die SchülerInnen ein Sprachzertifikat erwerben können, das vom spanischen Ministerium für Erziehung und Wissenschaft ausgestellt wird und in dem die Sprachkompetenz des Prüfungsteilnehmers bescheinigt wird.

Solche Zertifikate gibt es ebenfalls für Englisch (Apiel; Cambridge Certificate) und Französisch (DELF).

Auch in diesen Fächern sollen entsprechende Arbeitsgemeinschaften eingerichtet werden, um solche Zertifikate erwerben zu können.

Vermehrt gefördert werden soll die Teilnahme an Fremdsprachenwettbewerben. Bisher haben solche Wettbewerbe in Englisch, Französisch und Spanisch stattgefunden.

Das Jahr 2001 wurde vom Europarat und der EU als "Europäisches Jahr der Sprachen 2001" ausgerufen. Auf Grund unseres vielfältigen Sprachenangebotes und unserer Erfahrungen durch das Comenius-Projekt wird sich unsere Schule an dieser Aktion beteiligen und für die gesamte Stadt Kerpen aktiv werden (Vorschau).

Zur Unterstützung all dieser Aktivitäten ist es wünschenswert, dass immer wieder ein / eine Sprachassistent(in) zur Verfügung steht. Für jeweils ein Schuljahr hatten wir bisher eine Sprachassistentin für Englisch, für Schwedisch und für Französisch.


Europa in allen Fächern: Das mit der Europaschule verbundene Programm gilt es in allen Fächern - und auch fächerübergreifend - zu verwirklichen. Die Beteiligung am Comenius-Projekt hat verdeutlicht, dass hier fruchtbare Arbeit geleistet werden kann. In vielen Fächern wurde sich mit Themen und Problemen in den Ländern der Partnerschulen beschäftigt.

Man könnte von den anderen lernen, indem man sich Lernprogramme aus den Partnerschulen schicken lässt. Diese zu bearbeiten, bedarf fächerübergreifender Zusammenarbeit. "Die Verantwortung Europas und des Christentums z. B. für Südamerika" wäre ein Thema, an dem viele Fächer sich beteiligen könnten. Im Sinne von Comenius wäre über die sogenannten neuen Medien dann auch der Kontakt zu der Partnerschule herstellbar. Es könnte auch eine Internet-AG zum Thema Europa eingerichtet werden.Theater- oder Videoprojekte, Projekte in Kunst oder Physik könnten erarbeitet werden. Kochkurse könnten als Arbeitsgemeinschaft eingerichtet werden. Der Russland-Austausch hatte z. B. das Thema „Mathematik an der Schule“.

Europäische Wettbewerbe und Aktionen: Die verstärkte Teilnahme an europäischen Wettbewerben oder Aktionen wird Programm unserer Schule werden. Positive Erfahrungen wurden mit dem Comenius-Projekt gemacht. In Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung konnte im November 1999 ein Konzert "Musik aus und für Europa" an unserer Schule stattfinden.

Öffentlichkeit für Europagedanken: Von unserer Schule soll zu solchen Wettbewerben und Aktionen ein Impuls in die Stadt Kerpen und darüber hinaus ausgehen. Umgekehrt werden an unserer Schule Veranstaltungen und Vorträge stattfinden, die die Schule immer wieder neu inspirieren sollen. Das Europa-Camp Kerpen 1998 war hierfür beispielgebend, im Herbst 2001 hat eine ähnliche Veranstaltung stattgefunden: die Ersten Kerpener Europatage 2001. In den folgenden Jahren wurden die Kerpener Europatage fortgeführt, zuletzt am 9. Mai 2005.

Bernhard Ripp




Gymnasium der Stadt Kerpen
Philipp-Schneider-Straße      50171 Kerpen


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