Erdkunde-Experimente-AG
20.2.10
Seit dem Schuljahr 2009 können SchülerInnen in der neuen Erdkunde-Experimente-AG so genannte „Experimente aus dem Küchenschrank“ durchführen. Mit einfachen Mitteln und Gegenständen werden Modelle gebaut, komplexe naturgeographische Prozesse (Wolken-, Wind-, Gewitterentstehung, Wassergewinnung in Wüsten) experimentell dargestellt und kleine Forschungen auf dem Schulgelände durchgeführt. Alle Versuche sind leicht verständlich und können ohne große Gefahren zu Hause nachgeahmt werden.
Die AG findet oft in verschiedenen Räumen und Orten statt, damit die vielfältigen Umgebungen einen breiten Einblick in die Welt des Experimentierens ermöglichen. So führen wir im Winter kleine Experimente in den Chemieräumen durch, bauen Modelle in den Kunsträumen, nehmen an einen Wissenstest im PC-Raum teil und schauen uns im Erdkundefachraum kurze Videosequenzen zu verschiedenen Forschungsthemen an.
Im Sommer führen wir eine Schnitzeljagd durch, bei der wir uns nur mit Hilfe des Sonnenstandes oder eines Kompasses orientieren. Wir entnehmen auf dem Schulgelände auch Boden- und Gewässerproben, um diese anschließend auswerten zu können. So haben wir z. Bsp. im Schulhalbjahr 2009 einen artesischen Brunnen und einen Vulkan nachgebaut, welchen wir ausbrechen ließen. Außerdem haben wir Blitze entstehen lassen, einen Tornado in einer Flasche erzeugt, eine Schnitzeljagd auf dem Schulgelände und den Amerigo-Vespucci-Wissenstest am PC durchgeführt.

Foto 1

Foto 2

Foto 3
Das „Vulkane-Experiment“ war ein etwas längeres und größeres Projekt von ca. fünf Wochen, bei dem die Teilnehmer in Vierergruppen ein Vulkanmodell aus Pappmasché in den Kunsträumen bauten. Zuerst wurde ein großes Stück Hasendraht zu einem Vulkangerüst mit eingebautem Flaschenhalter im Vulkanschlot für den Ausbruch geformt (Foto 1). Anschließend wurde das drahtige Vulkangerüst in einem aufwendigen Verfahren mit mehreren Schichten Zeitungspapier und Kleister bedeckt (Foto 2). Nachdem der Kleister getrocknet war, malten die einzelnen Gruppen die äußere Schicht mit Wasserfarbe an, so dass der „Papp-Vulkan“ nun wie ein echter Vulkan aussieht (Foto 3). Nach einem letzten Klarlackanstrich konnte das Gemisch aus Ketchup, Backpulver, Wasser und Essigessenz für den lang ersehnten und spektakulären Ausbruch sorgen. Zu bewundern sind die Vulkane momentan in der ersten Etage neben dem Treppengeländer.
Leitung: Frau Balensiefer/Frau Soditt (Schuljahr 2009/2010), Frau Soditt (Schuljahr 2010)