Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit:
Neurobiologische Grundlagen des Gedächtnisses
7.5.08
Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Freunde der Schule, liebe Kolleginnen und Kollegen,
anlässlich der Europawoche 2008 lädt die Europaschule Gymnasium Kerpen im Rahmen der Vortragsreihe „Europäische Forschungsprojekte“ zu einer Veranstaltung mit Prof. Dr. Gereon Fink ein. Herr Prof. Fink wird einen Vortrag halten zu Fragen der Gehirnforschung.

Gereon R. Fink
Er schreibt hierzu:
„Welche Vorgänge im Gehirn liegen unserem autobiographischen Gedächtnis zugrunde? Was ermöglicht uns die Unterscheidung, ob Paris die Hauptstadt von Frankreich ist, oder der Ort, an dem wir unseren Heiratsantrag gemacht haben? Sehen, Wahrnehmung und Wissen basieren auf komplexen neuralen Prozessen, die ständig miteinander interagieren, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Wie beeinflusst bereits Erlebtes und Gelerntes Wahrnehmung? Und wie beeinflussen unsere Emotionen Wahrnehmung und Lernen? Und was passiert mit unserem autobiographischen Gedächtnis, wenn wir älter werden? Einige dieser elementaren Fragen werde ich aufwerfen und im Licht dessen betrachten, was die moderne Hirnforschung hierzu aussagen kann – und was nicht.“
Prof. Dr. med. Gereon R. Fink, geboren 1964 in Köln, studierte in Köln und Manchester Medizin. Seine neurologische Facharztausbildung erfolgte in Köln, London und Düsseldorf, wo er 1999 habilitierte. Von 2001 bis 2004 als Oberarzt und später stellvertretender Direktor der Neurologischen Klinik in Aachen tätig, erhielt er dort 2004 einen Lehrstuhl. Seit 2006 arbeitet er in Köln als Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie und ist gleichzeitig Direktor am Institut für Neurowissenschaften im Forschungszentrum Jülich. Schwerpunkte klinischer und wissenschaftlicher Arbeiten sind der Schlaganfall und daraus resultierende Ausfallserscheinungen (z.B. Apraxie, Neglect), die Funktionserholung nach einem Schlaganfall einschließlich pharmakologischer, verhaltenstherapeutischer und technischer Ansätze zur Rehabilitation, sowie die funktionelle Bildgebung (PET, fMRT, TMS). Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wissenschaftspreis NRW 2003 und dem Heinrich-Pette Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 2004. Er ist Autor und Mitautor von über 200 international publizierten Arbeiten, u.a. in Science und Nature, und Mitherausgeber mehrerer internationaler Fachzeitschriften.
Der Vortrag von Prof. Fink findet statt
am 7.Mai 2008, 19.30 Uhr in der Aula unserer Schule.
Hierzu laden wir Eltern und Freunde der Schule herzlich ein. Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 ist die Teilnahme an der Veranstaltung Pflicht.
Bernhard Ripp, Schulleiter
Annette Wilbers-Drerup, Koordination Europaprojekte