Forum junger Künstler

Benny Kuhtz und Christoph Klenner

18.6.06

 

Die Fotos

 

Eigentlich kennt man Benny Kuhtz als Schlagzeuger und Christoph Klenner als Saxophonisten. Doch so einfach ist das nicht! Christoph spielt Tenor- und Altsaxophon, außerdem Klarinette. Und Benny: Pauke, kleine Trommel, Xylophon, Claves, Conga, Bongo, Kuhglocke und Schlagzeug. Ein Forum die Vielfältigkeit also - noch nie gab es ein Konzert zweier Musiker an unserer Schule, die so viele Instrumente beherrschen!

 

 

Benny Kuhtz und Christoph Klenner

 

Zunächst befand man sich quasi in einem Volkshochschulkurs - im positivsten Sinne: Professor Kuhtz dozierte über die unterschiedlichsten Schlaginstrumente. Er erzählte gut gelaunt und mit immensem Hintergrundwissen aus der Geschichte dieser Gerätschaften. Wer wusste schon, dass die ersten Pauken, schon im 16./17. Jahrhundert von den Persern und Türken gespielt, "ungeheure Rumpelfässer" genannt wurden? Die kleine Trommel, auch Rührtrommel, Schnarrtrommel oder, beim Schlagzeug, Snare Drum, hat mit Benny eine besondere Beziehung: Diese Trommel wird auch bei Militärkapellen gespielt - Marschtrommel! - und Benny wird seine Bundeswehrzeit in Siegburg beim Spielmannszug des Bundeswehr-Musikcorps verbringen.

 

Dass er mit all diesen Instrumenten auch umgehen kann, zeigte er mit sechs Stücken, die unterschiedlicher nicht sein können: Von Beethovens '5. Sinfonie' (Pauke) über die '8. Invention' Bachs (Xylophon), 'Concept of North' (ein Jazzstück von André Nendza) bis hin zu 'Toxicity', einem trommelfellvernichtenden Rocksong. Begleitet wurde er hier von Christoph Klenner am Saxophon und René Schmitz am Klavier, der ja auch schon mehrmals im Forum junger Künstler glänzte.

 

Christoph bestritt den zweiten Teil des Konzerts. Als Monika Theil, die Organisatorin des Forums, Christoph ankündigte mit dem Hinweis, dass er die Musik zu seinem Beruf machen wolle, war man gespannt. Und schon nach ein paar Takten des ersten Stückes: 'Moep', von ihm selbst komponiert, war klar: Dieser Mann muss Musiker werden! Seine Musikalität, seine schon jetzt ausgereifte Technik, sein großes improvisatorisches Repertoire heben ihn heraus aus der großen Gruppe begabter Musikerinnen und Musiker an unserer Schule. Highlight war das Charlie-Parker-Stück 'Moose the Mooche', bei dem er das Thema, aber auch die Improvisation Charlie Parkers spielte. Für die Nicht-Eingeweihten: Charlie Parker gilt als größter Saxophonist aller Zeiten, Erfinder des Bebop, der modernen Richtung des Jazz - wer Charlie Parker spielen kann, gehört zur Elite der Saxophonisten! Dass Christoph auch mit der Klarinette umgehen kann, zeigte er mit 'Yankele', einem Stück aus der jiddischen Musik-Tradition, und zwei weiteren Solostücken von Baermann.

 

René Schmitz (Teilansicht)

 

Zwei große musikalische Talente verlassen nach ihrem bestandenen Abitur die Schule - ein Jammer! Jedenfalls für uns. Für die Beiden beginnt ein neuer musikalischer Weg und ich bin sicher, dass wir von ihnen hören werden! René Schmitz, der beide bei mehreren Stücke am Klavier unterstützte, plant ebenfalls eine Musikerkarriere: Er hat am kommenden Donnerstag seine Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Köln - Viel Erfolg!

 

Bernd Woidtke