25jähriges Jubiläum des German-American-Partnership-Program

Juni 08


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Es ist Sonntag, genauer der 15. Juni 2008. Wir haben 11:30 Uhr, und stehen am Köln/Bonner Flughafen. Mit wir sind Frau von Freeden, Herr Dr. Eisenlohr, Rachel Müller, Sophie Kappas, mein Austauschpartner Toby Tollison und ich gemeint. Sie werden sich jetzt wahrscheinlich fragen: Wieso? - GAPP hat zu seinem 25 jährigen Bestehen nach Berlin eingeladen.

Was ist GAPP, werden Sie sich jetzt wiederum fragen, denn wer noch an keinem Austausch zwischen den USA und Deutschland teilgenommen hat, wird noch nie auf diese Abkürzung gestoßen sein. GAPP steht für German-American-Partnership-Program und ist ein Partnerschaftsprogramm, das 1983 ins Leben gerufen wurde. GAPP wird vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Goethe-Institut betreut. Das Programm hat in seinem 25jährigen Bestehen über 230.000 Schülern aus den USA und Deutschland die Möglichkeit gegeben an Austauschprogrammen zwischen deutschen und amerikanischen Schulen teilzunehmen und hat sich zum größten Partnerschaftsprogramm für deutsche und amerikanische Schulen entwickelt.

 

Unsere Gapp-Gesandten: Christian Eisenlohr, Sophie Kappas, Rachel Müller, Thomas Korn, Toby Tollison, Christiane von Freeden


Unsere Schule ist schon seit über 20 Jahren an diesem Programm beteiligt und wir können auch (mit ein bisschen Stolz) auf drei Austauschprogramme mit den USA blicken: Waco, Temple (beide Texas) und Pennsylvania, das als jüngstes Programm letztes Jahr seine Premiere hatte.


Der PAD hat Schüler und Lehrer aus ganz Deutschland zu einem dreitägigen Seminar an diesem Jubiläum eingeladen, um Erfahrungen mit GAPP auszutauschen und über seine Zukunft zu diskutieren. Am späten Nachmittag im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Berlin sollte diese Tagung mit Projektarbeiten begonnen werden. Alle Teilnehmer wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt, deren Resultate am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion im Europasaal der Auswärtigen Amtes vorgestellt werden sollten. Es wurden Plakate angefertigt oder über inhaltliche Sachen (Was hat einem GAPP persönlich gebracht? Wie haben sich meine Sichtweisen verschoben?) gesprochen. Sonntagabends hatten wir nach einem üppigen Abendbuffet Zeit zur Verfügung um Berlin auf eigene Faust zu erkunden.

Am Montag wurde mit der ganzen Seminargruppe eine fast vierstündige Videobustour durch Berlin gemacht, die sich speziell auf die deutsch-amerikanischen Sehenswürdigkeiten fokussierte. Die neue amerikanische Botschaft am Pariser Platz neben dem Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, der den Grenzübergang zwischen dem amerikanischen und sowjetischen Sektor des damals geteilten Berlin darstellte. Des Weiteren wurden der Flughafen Tempelhof besichtigt, der wegen der Blockade Berlins Berühmtheit erlangte, da hier die amerikanischen Rosinenbomber mit Nahrungsmitteln für die Berliner Bevölkerung landeten. Nach einem Mittagessen wurde an den Gruppenarbeiten weiter gearbeitet.

Am Sonntag wurde sich dann in Schale geworfen, denn man sollte ja schließlich vor GAPP-Vertretern, Vertretern der amerikanischen Botschaft, sowie Vertretern aus Wirtschaft und Politik stehen. Begonnen wurde diese Veranstaltung mit dem Weimarer Kinderchor, gefolgt von einer Begrüßung des Vertreters des Auswärtigen Amtes. Gegen 13 Uhr war die Veranstaltung zu Ende. Da unser Flug zurück nach Köln aber erst um 17 Uhr gehen sollte, machten wir Kerpener noch eine einstündige Bootstour auf der Spree rund um das Regierungsviertel, um damit unserem Berlinaufenthalt ein würdiges Ende zu setzen.

Thomas Korn