40 Jahre Gymnasium der Stadt Kerpen

Die Europaschule feiert runden Geburtstag

22.8.08

 

Fotos

Genauere Infos zum Musical "Tanz auf dem Vulkan"

Ein Geburtstagsglückwunsch von Michaela Healey

Das Schulfest zum 40. Geburtstag

 

Die Europaschule – Gymnasium der Stadt Kerpen – wird 40 Jahre alt! Das heißt: Wir haben Geburt, die Stürme der Pubertät und den Eintritt ins Erwachsenenleben gut überstanden, stehen jetzt mitten im Leben. Mit 40 hat man schon eine Vergangenheit, aber ebenso eine Zukunft. Die Schule ist mit mehr als 2200 Schülerinnen und Schülern so groß wie nie, die Nachfrage ist ungebrochen. Die Schulinspektoren, die vor zwei Jahren die Schule auf Herz und Nieren prüften, stellten uns ein gutes Zeugnis aus. All das sind gute Gründe zu feiern!

 

Die Feier am Freitag Abend passte zum Charakter der Schule: Unterhaltung mit Haltung. Intelligente Darbietungen ohne Langeweile. Zunächst gab es einen Empfang: Eingeladen waren die Repräsentanten des Schulträgers, an ihrer Spitze die Bürgermeisterin Marlies Sieburg, das Kollegium, ehemalige Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreterinnen der SV.

 

Die Geburtstagsfeier - klick auf das Bild, dann wird es groß!

 

Frau Sieburg gab in ihrer Rede zu, dass ihre Eltern sie 1968 wahrscheinlich nicht auf das Kerpener Gymnasium geschickt hätten: Eine so junge Schule, ohne jede Erfahrung - ein Risiko! Dass sich das Risiko der Schulgründung gelohnt hat, betonte sie nun, verbunden mit der Hoffnung, auch beim 50. Geburtstag dabei sein zu dürfen.

 

Schulleiter Bernhard Ripp packte in seine Rede eine Vielzahl der Aktivitäten, Errungenschaften, Angebote und Leistungen der Schule in 40 Jahren - ein eindrucksvoller Parforceritt durch vier Jahrzehnte Schulentwicklung. Der lang anhaltende Beifall galt allen, die an dieser Entwicklung Anteil hatten.

 

Dr. Heinz Brunkhorst, Gründungsrektor der Schule, hatte die Lacher auf seiner Seite, als er der Bürgemeisterin den Rat gab, diese Schule wie eine Pflanze zu pflegen, und das heißt: gießen!

 

Im Anschluss an die Feier fand ein "Tanz auf dem Vulkan" statt - so der Name der Musical-Produktion des Literaturkurses von Dominik Riediger. Diese Inszenierung passte hervorragend zur 40-Jahres-Feier: Unterhaltung mit Tiefgang. Unterhaltend waren die Songs: Große Klasse die Musical Projekt Band unter Leitung von René Schmitz, einstudiert von Johannes Schumacher. Grandios und von unglaublicher stimmlicher Präsenz die Hauptdarstellerin Yvonne Zillikens. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler und die Cabaret-Girls zeigten eine Leistung, die weit über das ohnehin schon übliche gute Literaturkurs-Niveau hinausging.

 

Tiefgang zeigte die Handlung des Musicals. Berlin, Anfang der 30er Jahre. Vor dem Hintergrund des Nazi-Straßenterrors sehen wir zwei Liebesgeschichten: Die Cabaret-Sängerin Sally Bowles und der englische Student Brian Roberts, die Jüdin Natalia Landauer und der Gigolo Fritz Wendel. Wir sehen den edelmütigen Brian und den anpasserischen Verräter Fritz. Und wir hören den Kommentar des Conferenciers: "Life is a Cabaret, old chum!" - Das Leben ist ein Cabaret, alter Junge! Die beiden unglücklichen Paare werden das nicht so empfinden, aber die Welt dreht sich weiter.

 

Ein beeindruckender Theaterabend.

 

Bernd Woidtke