Gymnasium aktuell Februar 2004

 

Unterricht

"Experimentieren mit Tini und Toni" - Förderkurs Naturwissenschaften in der Jahrgangsstufe 6

Seit Beginn dieses Schuljahres sind an unserer Schule 2 parallele AG-Kurse mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkten für die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6 eingerichtet. Die Nachfrage nach den Kursen war sehr groß und die Begeisterung, mit der die Kinder in den Bereichen Biologie/Chemie/Ernährungslehre oder Physik/Technik/Informatik forschen ebenso. Welchen Zauber z.B. pflanzliche Farbstoffe ausüben, wenn man sie mit Haushaltschemikalien wie Zitronensaft oder Backpulver zusammenbringt, konnten die Schüler und Schülerinnen neben vielen anderen Phänomenen erfahren. Wer sich hierüber etwas näher informieren möchte, der kann einige Forschungsergebnisse auf unserer Schul-Homepage unter "NW-Förder-AG mit interessanten Experimenten" ansehen. Unterstützt wird das Experimentieren durch eine Spende des Fonds der Chemischen Industrie, die jedem Schüler der AG den Experimentierkasten "Experimentieren mit Tini und Toni" zur Verfügung stellte. Darin sind alle Geräte enthalten, die ein "Jungforscher" für seine Studien benötigt. Um uns bei den Spendern ein bisschen zu bedanken, haben wir uns in der AG vorgenommen, das beigefügte Experimentierheft zu ergänzen und Anregungen für weitere Experimente mit dem Kasten zu liefern.

Patrick Krollmann

Was war los im Spanischunterricht?

Nachdem es im letzten Schuljahr gelungen war,  einen Austauschschüler von der Pestalozzi-Schule in Buenos Aires nach Kerpen zu holen und die Gastgeberin einen dreimonatigen Aufenthalt in Buenos Aires absolvierte, von dem sie begeistert erzählt hat, kamen Anfang Dezember 2003 nun vier junge Leute - drei Schüler und eine Schülerin - an unser Gymnasium. Damit entwickelt sich der erste Kontakt nach Buenos Aires in Richtung Schulpartnerschaft, insbesondere da auch die dortige Direktorin, Frau Quirin, Interesse an einer Intensivierung des Austausches zeigt und bereit ist, nach Beendigung der dortigen großen Ferien im März 2004 regelmäßig e-mail-Projekte zwischen deutschen Spanischschülern und argentinischen Deutschschülern durchzuführen.

Die bilinguale Pestalozzi-Schule in Buenos Aires ist eine Gründung deutsch-jüdischer Auswanderer, die angesichts der Verfolgung durch das Nazi-Regime in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in die argentinische Hauptstadt ausgewandert sind und dort diese Schule gegründet haben, die von Anfang an - und anders als die damalige offizielle deutsche Schule, die ganz auf  nationalsozialistischen Kurs gegangen war - auf Versöhnung und Ausgleich zwischen den Völkern angelegt war.  

Im Januar 2004 reisen 13 Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Comenius-Projektes, welches genehmigt wurde und damit finanziell unterstützt wird, zu unserer Partnerschule auf Teneriffa. Das Thema des Austausches, über das die Lernenden vor Ort Recherchen vornehmen und schriftliche Arbeiten erstellen werden, lautet: "Familienleben auf Teneriffa und in Kerpen im Vergleich". Der Gegenbesuch wird wahrscheinlich vor Ostern stattfinden.

Wir freuen uns auch, dass die Fachschaft Spanisch mit dem neuen Schuljahr 2003-04 Verstärkung bekommen hat durch Frau Nicole García Körfges.

Ursula Vences

Ausstellung „Mathematik zum Anfassen" und Präsentation „Naturwissenschaftliche-Erlebnis-und-Mitmach-

        Objekte"

Die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen" wurde von Herrn Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (Universität Gießen) ins Leben gerufen. Seit mehreren Jahren wird sie an den unterschiedlichsten Orten im Lande mit großem Erfolg gezeigt. Wir freuen uns sehr, diese Ausstellung am Gymnasium der Stadt Kerpen – Europaschule – präsentieren zu können und laden Sie dazu herzlich ein.

Die Ausstellung ist vom 27.3. bis 1.4.2004 in unserer Schule zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind: Mo. – Do. 8.15 – 17.00 Uhr; Sa: 10.00 – 18.00 Uhr, So: 10.00 – 16.00 Uhr

Am Samstag, dem 27.03.04 um 15.00 Uhr wird Herr Prof. Dr. Beutelspacher einen Vortrag zur Ausstellung halten. Ab 13.30 Uhr wird eine Schülergruppe Beispiele des computergestützten Unterrichts präsentieren.

Es werden ca. 40 Exponate zu sehen sein. Die einzelnen Stationen laden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. So können unsere Schülerinnen und Schüler Mathematik auf handlungsortientierte, spielerische Art und Weise erleben. So gibt es den Satz von Pythagoras zum Klappen, man kann Würfel rollen oder sich von einer riesigen Seifenhaut umhüllen lassen. Ergänzt wird die Ausstellung durch unser neues Konzept, die Naturwissenschaften zu fördern. Kolleginnen und Kollegen unserer Schule erstellten „Naturwissenschaftliche-Erlebnis-und-Mitmach-Objekte", die im Rahmen einer ständigen Ausstellung in der Schule präsentiert werden.

Die Ausstellung eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10, aber auch Oberstufenschülern bietet die Ausstellung interessante Einblicke in die Welt der Mathematik.

Der Eintritt beträgt 1,50 € für Schülerinnen und Schüler, 3,00 € für Erwachsene.

Begleitpersonen von Gruppen haben freien Eintritt.

Wenn Sie die Ausstellung mit einer Schulklasse besuchen möchten, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Diese kann telefonisch erfolgen oder über das Internet unter www.gymnasium-kerpen.de (Download des Anmeldeformulars).

Für den Besuch der Ausstellung sollten Sie 75 Minuten ansetzen.

Anette Thies

Lernen - gewusst wie! Eine ganz andere „Wanderwoche" für die neuen Klassen 5

Auch in diesem Jahr stand die Wanderwoche vom 29.09. bis 03.10.2003 für die neuen Klassen 5 wieder unter dem thematischen Schwerpunkt Lernen lernen. Eine Woche lang wurde der normale Unterrichtsalltag unterbrochen, und es wurde den Kindern die Möglichkeit geboten, sich gegenseitig sowie auch ihre Lehrer/innen näher kennenzulernen und gleichzeitig das richtige Lernen am Gymnasium zu erproben. Auf spielerische Weise erfuhren die neuen Fünftklässler/innen die Besonderheiten des Arbeitens am Gymnasium im Vergleich zu den Lern- und Arbeitsweisen an der Grundschule und setzten sich mit Fragen auseinander wie "Wann und wie mache ich meine Hausaufgaben zeitsparend und effektiv?", "Welcher Lemtyp bin ich?" oder "Wie lerne und behalte ich Vokabeln am besten?" Neben den lemtechnischen Aspekten nahm auch die Bedeutung des Lemumfeldes mit der Frage "Wie erreichen wir eine gute Klassengemeinschaft?" einen zentralen Stellenwert ein. Sozialintegrative Spiele, Gespräche und Aktionen sowie ein gemeinsamer Wandertag brachten die neuen Klassen auch in dieser Hinsicht einen großen Schritt voran.

Die so gestaltete Wanderwoche für die Klassen 5 fand 2003 zum dritten Mal statt und stieß, wie in den Vorjahren, auf sehr positive Resonanz bei Schüler/innen und Lehrer/innen, so dass geplant ist, sie zu einer festen Institution an unserer Schule werden zu lassen.

Brigitte Pfaff

Musik

Schulchor präsentierte Szenen aus Opern und Musical – Auftritte auch in Bergheim und im Kölner

        Gürzenich

Wenn im Kölner Stadt-Anzeiger zu lesen war, dass der Kerpener Schulchor, traditionell verstärkt vom Chor am Gutenberg-Gymnasium Bergheim, mit seinem Auftritt an „Vergangene Zum Blauen Bock-Sendungen" erinnerte, dann wäre der Berichterstatter besser beraten gewesen, den Chorleiter, StD Herbert Vietor, vorab zu fragen, wie es zu der von ihm so sehr kritisierten Programm-Mischung in „Wunschkonzert-Manier" kam. Dass sowohl chorische als auch solistische Szenen aus beliebten Lortzing-Opern ein Stelldichein mit dem amerikanischen Komponisten George Gershwin fanden, hat etwas zu tun mit einer Gesellschaft, die sich SCHLARAFFIA nennt. Deser nahezu unbekannten, wenngleich weltumspannenden Künstlervereinigung von Männern (mit ausgeprägtem Sinn für Humor) verdankte die große Chorgemeinschaft beider Gymnasien einen Auftritt am 4. Oktober, als die Gruppe der Kölner ‘Schlaraffen’ ihr 125. Stiftungsfest im altehrwürdigen Gürzenich feierte. Und da die Kölner u.a. Komponisten wie Albert Lortzing und George Gershwin, die zugegeben wenig musikalisch Gemeinsames verbindet, vor langer Zeit bereits zu ihren „Ehrenschlaraffen" erkürt hatten und diese besonders pflegen, wollte unser Chorleiter, der selber begeisterter Schlaraffe ist, mit dem Chor einen unterhaltsamen Beitrag zu diesem Fest beisteuern. Doch dazu später.

Es war mehr als nur eine Generalprobe für diesen großen Auftritt, als die gut 100 Sängerinnen und Sänger eine Woche zuvor das Rund der Aula füllten. Als kurzweilig agierender Moderator erwies sich der Bariton Hubertus Küper (alias Ritter BARDE-BASS), der über viele Jahre einer der gefragtesten Bass-Buffos auf allen bedeutenden Bühnen der ehemaligen DDR war. Und seine „Clownerie" (Stadt-Anzeiger) war unter Kennern nichts anderes als sein bühnenerprobtes komödiantisches Können in der Rolle des Bürgermeisters van Bett im ‘Zar und Zimmermann’ und des Baculus im ‘Wildschütz’. Als ebenbürtige Partnerin stand ihm in der zweiten Oper die junge Ulrike Bennett als Gretchen zur Seite, die mit ihm in Weimar schon ein eingespieltes Paar bildete.

Doch neben dem Augenschmaus war zuvor auch Hörenswertes vom Chor zu genießen. Mit dem „Gershwin Showcase" erklangen beliebte Songs in einem mitreißenden Arrangement, für welches der Kerpener Pianist Michael Jüttendonk bestens zuständig war, assistiert von Sohn Lukas (Jgst. 12) am E-Bass und dem Kölner Schlagzeuger Johannes Bockskopf. Im weiteren Verlauf des Spätnachmittags erlebten die 250 begeisterten Zuhörer Highlights aus Leonard Bernsteins unsterblicher ‘West Side Story’.

Ein begeisterter Applaus war den Sängern auch am folgenden Nachmittag im Gutenberg-Gymnasium sicher, als in der Schule des Bergheimer Kollegen StD Heinz Boden das Konzert in die zweite Runde ging. Letzterer lieh übrigens bescheiden aber klangmächtig seinen sonoren Bass dem Chor.

Am 4. Oktober nun feierte nicht nur die SCHLARAFFIA COLONIA AGRIPPINA ihren 125. Geburtstag, sondern auch Chorleiter Herbert Vietor (wenngleich jünger), was den gut 900 Schlaraffen und Angehörigen im Kölner Gürzenich nicht verborgen blieb. In der ausverkauften „guten Stube Kölns" erlebte der Chor mit dem ‘Gershwin Showcase’, wieder assistiert von Jüttendonks & Co., und der Kantatenprobe „Heil sei dem Tag, an welchem du bei uns erschienen" aus ‘Zar und Zimmermann’, dieses Mal vom Allschlaraffen-Orchester begleitet, seinen bisher wohl größten Triumph. Minutenlange standing ovations waren der Dank für intensives Proben und eine überzeugende Leistung. Der Chor unter der Leitung des Ritters CHORIOSO, wie Herr Vietor schlaraffisch heißt, riss mit den Klängen des Ehrenschlaraffen PLENTY (Gershwin) und des Ehrenschlaraffen KÜHLEBORN (Lortzing) das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Und es waren zahlreiche Fachleute unter den Schlaraffen, die aus Kanada, den USA, Australien, Thailand, Brasilien und vielen Ländern Europas gekommen waren.

Stellvertretend sei der Ritter KIWARI zitiert, hinter dessen Pseudonym sich der weltberühmte Kammersänger Oskar Hillebrandt von der Wiener Staatsoper und der New Yorker Met verbirgt und der zurzeit an der Kölner Oper u.a. den Alberich in Wagners ‘Götterdämmerung’ singt: „Meine Güte, du hast aber deine Leute toll im Griff. Glaube mir, ich habe an manchen Opernhäusern der Welt gesungen, wo die Chorsänger nur unwesentlich besser waren. Aber schließlich sind die ja Profis!"

Na, wenn das kein Lob aus berufenem Munde ist! Und wann hatte unsere Chorgemeinschaft schon ein solch internationales Publikum?

LULU, wie die Schlaraffen begeistert sagen und was auch unsere Frau von Freeden versteht, denn sie ist die Tochter (Burgmaid) des Ritters DON POLMONE ‘von Bronchi-talien’ - ihr Vater ist Schlaraffe in Düsseldorf.

Herbert Vietor

Die neue – dritte CD – der Big-Band ist da!

Noch vor den letzten Sommerferien hatte die Big-Band der Schule nach 1997 und 2000 ihre dritte CD 2003 in der Aula aufgenommen. Das Besondere daran war diesmal, dass dies die erste Aufnahme mit „hauseigener" Technik und ausschließlich eigenen Kräften war. Natürlich – das wird doch wohl hoffentlich jeder wissen! – kann man eine solche CD-Aufnahme nicht mit der von einer Profiband in einem Ton-Studio aufgenommenen, vergleichen. Die jungen Leute der Klassen 5-13 - Musiker wie Techniker - haben ihr Bestes gegeben und das Ergebnis ist mehr als beachtlich!!!

Am 25. November war es dann endlich so weit: die dritte CD war gepresst und befand sich vor Ort. Die Band, die gerade ihren 100. Auftritt absolviert hatte, stand bereits in den „Startlöchern" für den Verkauf und die Präsentation am Elternsprechtag (27.11.). Das Konzept hatte sich schon bei den vorherigen CDs bewährt und war auch diesmal wieder ein voller Erfolg: allein an diesem Tag wurden von Benny, Christoph, Jens, Felix und René – kleine Helfer hatten die Jungs während der Präsentation abgelöst – mehr als 300 CDs an die Schulgemeinde abgegeben.

Am Abend präsentierte die Big-Band ihre neue CD dann „live" einem großen Publikum, dass sich wieder einmal trotz des langen Elternsprechtages sehr zahlreich in der Mensa eingefunden hatte. Es war ja auch kein Konzert im üblichen Sinne, sondern eher ein gemütlicher Abend mit musikalischer Unterhaltung. Die Bewirtung mit Würstchen und Pommes Frites sowie kühlen anti-alkoholischen Getränken hatte das Küchenteam um Frau Rath-Pfeiffer übernommen. Die jungen Musikerinnen und Musiker, unter ihnen auch acht „Neue", spielten natürlich alle zehn Titel, die sich auf der CD befinden. Aber auch andere neue Musiktitel wie z.B. „Proud Mary" von John Fogerty, „Hey, Baby" oder das Medley „Dankeschön, Bert Kaempfert!"

Zudem war auch endlich einmal Zeit, die einzelnen Bandmitglieder persönlich vorzustellen. Eltern, Freunde und Lehrer zollten den jeweiligen Beiträgen begeisterten Applaus und gegen 22.00 Uhr ging dann ein langer, anstrengender, aber erfolgreicher Tag zu Ende.

Johannes Schumacher

Big-Band und Musikabend

Als die Big-Band im August 1994 ihre Probenarbeit aufnahm, machte sie sich natürlich bereits auch Gedanken darüber, welche Möglichkeiten an der Schule beständen, die Ergebnisse dieser Arbeit einem „großen" Publikum zu präsentieren, denn in der Band war man nicht so vermessen, schon mit potentiellen Engagements zu rechnen. Dies war die gedankliche „Geburtsstunde" des Musikabends des Gymnasiums der Stadt Kerpen. Er sollte das neue Forum der Schule werden, auf dem die jungen Musiker der Band ihr Können unter Beweis stellen könnten und dabei sollte der Name gleichsam Programm sein. Gemeint ist damit, dass sich der Musikabend in der Tradition der Hausmusikabende des 19. Jahrhunderts sieht, bei dem die „alten Meister" durchaus neben den aktuellen Musikergrößen stehen können. Die Musik aus Barock und Klassik kann somit genauso neben Rock und Pop stehen wie die der Renaissance und Romantik neben Jazz und Schlager, eine musikalisch bunte Palette eben, wie auch das erste Plakat zeigte.

Die Bandmitglieder begannen sofort mit der Vorbereitung. Ein Auftritt der Big-Band alleine erschien den meisten jedoch zu „dürftig", um ein ca. 2,5-stündiges Programm zu füllen. Also sann man auf weitere Präsentationsmöglichkeiten. Diese mussten relativ schnell gefunden werden, denn der Termin stand bereits fest und die Zeit bis dahin war knapp:

- aus Trompetern und Posaunisten der Band wurde ein Bläserquintett gebildet, das Bläsersätze aus Renaissance und Barock spielte

- vier Bandmitglieder spielten gleichzeitig in der Rockgruppe „Apical Angle" (später: „Few Loose Ends") – von ihr war natürlich Rock zu hören

- weiterhin versuchten einige Bandmitglieder in einer Art „Projekt Neue Musik" mit einem „Zeitspiel" die Relativität der Zeit zu verdeutlichen

- Dietmar Adelhof, der in der Band Posaune spielt, „zauberte" noch acht Streicher „aus dem Hut" (er spielt auch Geige!)

- Martin Rümmler formierte mit Anna Heuckmann und Elisabeth Gebhardt ein Klarinettentrio

- die Rhythmusgruppe spielte instrumentale Popsongs

- „garniert" wurde das Ganze mit Solobeiträgen von Annika Paulun (Klasse 5) an der Querflöte und Melanie Waller (Klasse 10) am Klavier

...und schon war das Programm für den ersten Musikabend – nach nur einem halben Jahr Probenarbeit - komplett!

Die Richtungsvielfalt und die Selbstverpflichtung, ausschließlich Live-Musik zu präsentieren, wurden zum „Markenzeichen" dieses Hausmusikabends...

... und die überwältigende Resonanz auf diesen Abend und der weitere Erfolg haben diesem Konzept Recht gegeben.

Denn bereits von Anfang an, d. h. seit diesem 30. März 1995, ist der Musikabend des Gymnasiums das größte Live-Konzert, das die Schule in Eigenregie mit nahezu Null-Kosten-Aufwand (daher auch: Eintritt frei!) und nur einer Aufführung jährlich veranstaltet.

Der Musikabend blieb aber keine Domäne der Big-Band und das war auch gut so. Nach anfänglichem Zögern beteiligten sich in den folgenden Jahren (seit 1997) ebenso erfolgreich die anderen Musik-Arbeitsgemeinschaften.

Heute sind neben der Big-Band auch das Blockflötenensemble (Ltg.: Agnes Steinmetz), das Streicherorchester (Ltg.: Monika Theil), das Musical-Ensemble (Ltg.: Joachim Franck), das Projekt „Neue Musik" (Ltg.: Herbert Vietor) und das Schlagzeugensemble (Ltg.: Johannes Bochskopf / Jugendmusikschule Bergheim) fester Bestandteil des bei dem zehnten in Folge schon traditionellen Musikabends, wie man wohl sagen kann.

Der Musikabend ist zu einem regelrechten Spiegel des Schulmusiklebens geworden, denn über 150 Schülerinnen und Schüler sind es mittlerweile in jedem Jahr, die in Soli und Ensembles ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Das sind ca. 10% aller Schüler des Gymnasiums und oft gelingt es sogar, ganz hervorragende Solisten oder musikalische „Exoten" wie Oboe, Harfe oder Hackbrett auf die Bühne zu bringen.

So viel zum Musikabend. Einige Äußerungen bzw. Zitate seien an dieser Stelle aber noch erlaubt:

„...was die Schüler und Lehrer beim diesjährigen Musikabend des Kerpener Gymnasiums vor völlig überfüllten Zuschauerreihen darboten, musste schon als perfekt einstudiert bezeichnet werden..." (Stadtblatt, 22.3.1997)

„...besonders die weiblichen Fans konnten nicht genug bekommen..." (werbepost, 2.4.1997)

„...das Gymnasium begeisterte mit einem Programm quer durch alle Stilrichtungen..." (Kölnische Rundschau, 26.3.1997)

„...seit nunmehr sechs Jahren ist der Musikabend des städtischen Gymnasiums an der Philipp-Schneider-Straße ein Garant für kurzweilige, aber auch anspruchsvolle Musikdarbietungen..." (werbepost, 19.4.2000)

„Ich denke das ist eine runde Sache, dass so viele junge Menschen Gefallen an der Musik finden und dementsprechend jedes Jahr hier ein solch großartiges Programm auf die Bühne bringen. Besonders schön ist auch, dass jedes Jahr so viele Eltern und andere Besucher den Weg hierhin finden, so dass dieser Abend etwas für die ganze Familie ist." (Schulleiter Bernhard Ripp in einem Interview vom 19.4.2000)

Übrigens: Der 10. Musikabend findet am 25. März 2004, 19.30 Uhr, wie immer in der Aula statt und der Eintritt ist auch wie immer FREI!!!

Johannes Schumacher

Wahre Weihnachtshits brachten viel Stimmung - Big-Band des Kerpener Gymnasiums lud zum

        Adventssingen Schüler und Eltern in die Aula

Die Big-Band des Kerpener Gymnasiums gab am Freitagmittag so richtig Gas und spielte „Ihr Kinderlein kommet", dann schickte Schulleiter Bernhard Ripp die Kinder der Erprobungsstufe schon mal in die Weihnachtsferien. Mehr Kinder als im letzten Jahr, vor allem aber mehr Eltern und selbst einige „Siebener und Achter" hatte der Leiter der Big-Band Johannes Schumacher zum Adventssingen in der Aula gesehen. „Vielleicht lag es ja am großen Foto der Band bei der Vorankündigung des Konzerts in der Rundschau." 600 Zuhörer seien gekommen. Geschmückt hatten sich die Musiker der Band zum Auftritt mit Weihnachtsmann-Mützen. Sie griffen auf erprobtes Repertoire zurück, stimmten instrumental das englische „Hark! The Herald Angels sing" zum Anfang an und luden schon mit dem nächsten zum Mitsingen ein: „Jingle Bells".

Fotokopierte Texte halfen dabei den Unkundigen auf die Sprünge. Neben rein instrumental vorgetragenen Liedern, Singpausen, in denen die Stimmbänder entspannen konnten, waren es wahre Weihnachtshits, die Stimmung brachten. „Oh Tannenbaum", „We wish you a merry Christmas" oder "Rudolph, the red-nosed reindeer".

"Im nächsten Jahr werden wir ein komplett neues Weihnachtsprogramm vorbereiten", kündigte Johannes Schumacher an.

(Bericht von Oliver Tripp / Kölnische Rundschau vom 23. Dez. 2003)

Das Streichorchester

Wir sind das Streichorchester an unserer Schule – eine kleine Gruppe von Musikern, die zäh an der Idee festhält, dass es möglich sein muss, an einer so großen Schule wie der unseren Musik für Streichinstrumente zu machen. Wir sind der Überzeugung, dass wir wichtig sind für die Schule. Das kulturelle Angebot an unserer Schule kann sich sehen lassen. Im Bereich der Musik sollte der klassische Streichersound neben Blockflöten, Chor und Bigband nicht fehlen. Wir sind stolz, dass es und schon so lange gibt und dass wir trotz schwieriger Bedingungen noch nicht aufgegeben haben.

Wir glauben, dass wir in unserem Orchester gut gefördert werden. Wir wissen, wie wichtig es ist, mit anderen zusammen zu musizieren. Immer nur allein zu Hause zu üben ist öde. Erst die Aussicht auf einen Auftritt motiviert zu Höhenflügen. Die Atmosphäre bei uns ist locker und luftig. Wir haben immer interessante Projekte und in unseren Aufführungen in letzter Zeit schöne Erfolge zu verzeichnen. Wir gehen fair miteinander um und wenn jemand in einer Krise steckt, haben wir Verständnis. Wir verlassen uns aufeinander. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Unzuverlässigkeit die größte Gefahr für unsere Gemeinschaft ist.

Wir sind ehrgeizig und wollen immer besser werden. Wir bemühen uns um Genauigkeit und loben uns gegenseitig, wenn wir schön gespielt haben.

Zur Zeit machen mit:

1. Geige: Sophie Lewkow (JG 7),Karen Piotrowski (JG 7), David Schmitz (JG 5)

2. Geige: Christina Schaberger (JG 8), Katharina Schmitz (JG 5),

3. Geige: Andrea Kaletzke (JG 9), Bratsche: Sabrina von Styp (ehemalige Schülerin), Cello: Julia Gutheil (JG 7)

Klavier: Verena Vandervelt (JG 8)

Das ist alles – mehr sind wir nicht. Und wenn die Belegschaft sich gelegentlich ändert: Viel mehr waren es noch nie.

Das „große Orchester", das wir bei den letzten Aufführungen auf die Bühne gebracht haben, ist geschummelt. Wir hatten erwachsene Helfer von außen, denen wir sehr dankbar sind. Diese routinierten Musiker kommen zur Generalprobe und spielen bei der Aufführung mit. Ohne sie hätten wir das Klezmer-Forum, das Bartok-Forum, die Musikabende, die Auftritte beim Kolpingverein, die Offenen Singen zu Weihnachten, das Europafestival, die Theatermusik zum Stück „Die Vögel" von Aristophanes und vieles andere mehr unmöglich auf die Beine bringen können.

Warum ist das Orchester so klein? Wir haben uns Gedanken über die Gründe gemacht.

1. Geige spielen ist schwer. Man braucht lange, um auch nur einen halbwegs akzeptablen Ton erzeugen zu können. Man braucht neben Talent und gutem Gehör vor allem Durchhaltevermögen und motivierende Vorbilder.

2. Im Umkreis des Kerpener Gymnasium kommen nur wenige Eltern auf die Idee, ihr Kind ein Streichinstrument erlernen zu lassen. Warum das so ist, weiß niemand, jedenfalls kann man die Streicher an unserer Schule mit der Lupe suchen. Bläser gibt es viele. Die Bigband ist groß und hat keinen Mangel an Mitspielern.

3. Seit Jahren gibt es bei Frau Wöstmann die Möglichkeit, im AG-Bereich Geige zu erlernen. Welche Schule hat schon so ein Angebot! Sabrina und Andrea sind uns aus ihrem Unterricht zugewachsen. Viele jedoch kommen über die Anfänge nicht hinaus. Ehe sie halbwegs ordentlich spielen können, hören sie wieder auf.

4. Ein Versuch im letzten Schuljahr, uns unseren Nachwuchs sozusagen selbst heranzuziehen, schlug im Großen und Ganzen fehl. Wir hatten nach dem Motto „Schüler unterrichten Schüler" einer Reihe von interessierten Fünftklässlern kostenlos und in unserer Freizeit Geigenunterricht gegeben. Nachdem diesen Kindern zu besonders günstigen Konditionen professioneller Geigenunterricht ermöglicht worden war, haben bis auf zwei alle wieder aufgehört: zu anstrengend, zu schwer, zu langwierig.... Es war eine herbe Enttäuschung für uns nach der Mühe.

5. Im Kollegenkreis spielt niemand ein Streichinstrument. Selbst bei den vielen neuen Kollegen, die in diesem Jahr neu zu uns kamen, ist keiner dabei.

6. Und was ist mit den Eltern? Der Schulchor lebt von Erwachsenen und Ehemaligen. Auch bei der Bigband machen etliche mit. Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass bei 3000 Eltern niemand dabei sein soll, der Geige, Cello oder Kontrabass spielt. Wo sind sie? Wir brauchen Sie! Kommen Sie! Wir schaffen es auf die Dauer nicht alleine!

Unsere Proben sind immer am Donnerstag von 13.50 Uhr bis 15.20 Uhr. Sollte die Zeit am Nachmittag ein Problem sein, könnte man auch über abendliche Proben nachdenken.

Unsrer nächste Aufführung ist am Sonntag, dem 15. Februar 2004 um 16 Uhr. Pünktlich zu Karneval spielen wir – wieder mit vielen externen Helfern - den „Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saens. Ein launiger Text von Loriot wurde eigens ins Kölsche übersetzt und sorgt für entspannte Zwischeneinlagen. Beim berühmtesten aller Cello-Stücke, dem „Schwan" aus dem „Karneval der Tiere", wird sogar eine klassische Ballett-Tänzerin dabei sein.

Monika Theil

Klezmer Forum – Eine jiddische Hochzeit

Eine musikalische Revue erinnerte Mitte Juli in unserer Aula an den Geist des untergegangenen osteuropäischen Schtetls und seine Sitten und Gebräuche. Etwa 80 Beteiligte – Schüler verschiedener Klassen, Eltern und Lehrer – unter der Leitung von Monika Theil zeigten die Vorbereitung auf eine jiddische Hochzeit und dann das hochzeitliche Geschehen selbst. Getragen wurde die Revue durch die Klezmer-Musik, die Musik der osteuropäischen Juden und ihrer Lieder, die z.T. in jiddischen Sprache vorgetragen wurden. Die Darbietung entsprang dem Musikunterricht der jüngsten und der älteren Schüler, so dass Schüler, die im Schulalltag wenig miteinander in Berührung kommen, hier in einem gemeinsamen Projekt versammelt waren. Nach sechswöchiger Vorbereitung fand die Darbietung vor etwa 250 Gästen statt.

Man lernt zuerst Golde (Caroline Treutlein), die jüngste von drei Schwestern kennen, die in Mosche (Marco Maciejewski), einen jungen Thorastudenten, verliebt ist. Die Eltern stimmen zu, so dass dem Glück der beiden nichts im Wege steht. Die Zuschauer nehmen teil an den Hochzeitsvorbereitungen, am Schmücken der Braut, am Schmerz des Abschieds von der Familie, an den Zeremonien unter dem Traubaldachin und an der fröhlichen Stimmung beim Festmahl. Bei manchen Zuschauern löste sich dabei doch die eine oder die andere Träne der Rührung. Die Moderatorin Andrea Berg machte die Zuschauer sorgfältig mit den fremden Gebräuchen vertraut. Eine besondere schauspielerische Leistung zeigte Tim Lintermann in der Rolle des Badchens, des Stimmungsmachers. Die Darbietung endete in einem furiosen gemeinsamen Tanz aller Beteiligten, bei dem sogar die Tische erklommen wurden. Musikalisch getragen wurde die Darbietung vom Streichorchester des Gymnasiums. Bereichernd traten Klarinette, Flöte, Saxophon, Trompete, Hackbrett, Akkordeon, Gitarre, Klavier, E-Bass und Percussion hinzu.

Monika Theil und Richard Heckner

 

Europaschule

Aktion zum "Deutsch-Französischen Tag" - 22.01.2004 - am Gymnasium der Stadt Kerpen -

        Europaschule

Croissants, Café au Lait und Confiture à la "Bonne Maman" - für unsere SchülerInnen ist es völlig selbstverständlich, dass diese leckeren Frühstückszutaten vom Bäcker frisch auf den Tisch kommen. Dies wäre aber sicherlich nicht so, wenn es vor 40 Jahren den "Deutsch-Französischen-Freundschaftsvertrag" (Elysée-Vertrag) nicht gegeben hätte. Dieses Jubiläum wurde auch an unserer Schule durch einen "Deutsch-Französischen Tag" begangen, selbstverständlich mit Croissants, ...... s.o.

Es traf sich gut, dass zufällig an diesem Tag der Bundeswettbewerb Fremdsprachen für das Fach Französisch, zu dem sich 16 SchülerInnen unseres Gymnasiums gemeldet haben, bei uns stattfand. Die TeilnehmerInnen wurden in einem eigens für sie improvisierten französischen Café mit einem echt französischen Frühstück bewirtet, selbstverständlich auch in einem durch und durch französischen Ambiente.

Voilà!

Am selben Tag hatte auch das Institut Français in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule, Jugend und Kinder zu einem Internet-Team-Wettbewerb aufgerufen. Teilnehmer waren Marc Bergfeld, Christoph Bürger und Isabelle Jeub. Das Team hatte einen umfangreichen und schwierigen Fragenkatalog zu beantworten. Wir halten ihnen die Daumen, dass sie erfolgreich abschneiden werden.

Anne-Marie Wunsch, Annette Wilbers-Drerup

Ein 6-Pack auf Abwegen - 6 deutsche Schlagzeuger in Oswiecim

Die Schlagzeuger oder allgemeiner gesagt Musiker Felix Pfeil, Miriam Weingarten, Dominik Hees, Max Seifert, Benny Kuhtz und Torsten Stefes unserer Schule machten sich am 9.12.2003 auf den langen Weg nach Oswiecim. Dort vertraten sie unsere Schule, unsere Stadt und unser Land. Ziel war es, die traditionellen Rhythmen der Malinke aus Guinea/Westafrika näher kennen zu lernen und selbst zu spielen. Der Workshop „Dialog durch Trommeln" wurde in Polen ausgeführt und teilgenommen haben 6 Deutsche, 3 Tschechen und 5 Polen.

Geleitet wurde der Workshop von Professor Tomas Ondrusek. Er studierte Schlagzeug in Nürnberg und Stuttgart und war ein Schüler des afrikanischen Meistertrommlers Famoudou Konate. Unterstützt wurde er von 4 Pädagoginnen, die hauptsächlich für die Betreuung der Gruppe da waren.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops, der von dem 7-tägigen Aufenthalt nur drei Tage in Anspruch nahm, war der Besuch des KZ Auschwitz in Oswiecim mit Vor- und Nachbereitung durch die Pädagoginnen. Dieser Teil war für alle wie erwartet schwer zu verdauen und sollte uns noch die ganze Woche lang verfolgen. Für den Besuch des KZ nahmen wir uns einen ganzen Tag frei von musikalischen Aktivitäten, um alles mit genügend Zeit zu behandeln.

Anfangs war sich keiner sicher, ob sich der Workshop für uns lohnen würde und ob alles so klappen würde, wie man sich das erhoffte. Denn wir fuhren ohne Lehrer oder Eltern und waren auf einander angewiesen. Die 20-stündige Fahrt mit einem polnischen Linienbus, in dem nur polnische Filme gezeigt wurden, haben wir meisterlich absolviert. Nach anfänglichen Problemen mit der Pünktlichkeit der Teilnehmer (Felix dachte, dass wir erst einen Tag später fahren, also musste er sehen, dass er zwei Stationen später einstieg) konnten wir dann doch alle zusammen fahren. Als wir in Katovice, der Endstation des Busses (ca. 60 km von Oswiecim entfernt), ankamen, warteten wir noch kurz auf unser Shuttle-Büslein der Begegnungsstätte, das uns dann sicher an unser Ziel brachte. Nach den Formalitäten des Eincheckens bezogen wir unsere Zimmer und gingen essen. Da trafen wir zum ersten Mal die anderen Teilnehmer. Den Leiter und die Leiterinnen sowie unsere Übersetzerinnen lernten wir da auch kennen. Die Übersetzerin, die, wie wir später bemerkten, nicht für uns da war, sondern für die Tschechen und Polen, denn die Sprache, in der man sich unterhielt, war glücklicherweise Deutsch.

Nachmittags sollten wir dann alle zusammen kommen, um in den Workshop eingeführt zu werden und die anderen Teilnehmer ein wenig besser kennen zu lernen. Es folgten die gewöhnlichen Spielchen, die von allen Teilnehmern natürlich erst mal als lächerlich und kindisch abgetan wurden, sich aber später als äußerst wichtig und gut herausstellten. Das erste Eis wurde dadurch schnell gebrochen und man benahm sich allgemein nicht mehr so steif wie vorher. Abends folgte dann die erste musikalische Stunde, in der sich Professor Ondrusek ein Bild von unseren Fähigkeiten machen konnte. Nach der Einführung des Workshops hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit frei auf den Trommeln zu spielen. Da wurden dann die ersten richtigen Verbindungen der internationalen Teilnehmer geknüpft. Die Verständigung war manchmal zwar schwer, aber über Musik war das gar kein Problem, man tat sich direkt zusammen, spielte zusammen und lernte von einander. Danach war der Abend frei für eigene Aktivitäten.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz- Birkenau in drei Gruppen für die jeweiligen Sprachen. Abends trafen wir uns dann, um über unsere Gefühle, unsere Eindrücke und über alles andere zu sprechen, was uns beschäftigte. Dieses Gespräch verlief leider nicht so wie geplant, da die deutschen Teilnehmer fast ausschließlich die waren, die sich am Gespräch beteiligten.

Der dritte Tag in Oswiecim war auch gleichzeitig der erste Workshoptag. Die Teilnehmer wurden herangeführt an die musikalischen Aspekte der traditionellen Rhythmen. Dies stellte sich nach einiger Zeit als gar nicht so einfach heraus, da beispielsweise die gewohnten Zählzeiten, die man als Schlagzeuger kennt und im Blut hat, nicht zu gebrauchen sind. Nach mehrfachen Erklärungen von Tomas (alle Teilnehmer duzten sich, was eine äußerst lockere Atmosphäre schaffte) verstanden die Teilnehmer langsam, worum es ging.

Am zweiten wirklichen Workshoptag wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen, je nach musikalischer Bildung und Können, eingeteilt. Ab jetzt studierte jede Gruppe eigene Stücke für die Präsentation am Montag, dem sechsten Tag unserer Fahrt. Die Gruppen kamen unterschiedlich gut voran und langsam stellte sich die Routine beim Spielen ein, so dass man immer schwerere und anspruchsvollere Figuren und Stücke probieren und spielen konnte.

Die Instrumente, auf denen gespielt wurde, waren entweder selbst von den Teilnehmern oder von dem Leiter Tomas Ondrusek mitgebracht worden. Die Hauptinstrumente dieser Musik bilden die verschieden großen Trommeln Doudoun, Sangba und Kenkeni. Außerdem spielte man noch auf der Djembe, die man als Soloinstrument ansehen konnte. Diese Trommeln wurden alle von Tomas selbst gebaut und bespannt.

Das Bespannen von Trommeln wurde den Teilnehmern in dieser Woche ebenfalls gezeigt. Der dritten Workshoptag bestand wieder aus purem Üben und Lernen. Langsam nahm die Anzahl der Stücke zu und die Qualität der Musik verbesserte sich deutlich. Das Programm für das Abschlusskonzert wurde immer länger und umfangreicher. Abends vergnügte man sich an der Tischtennisplatte der internationalen Jungendbegegnungsstätte mit den eigenen Teilnehmern, aber auch mit denen der anderen Gruppen, die gleichzeitig mit uns im Haus waren und an anderen Workshops teilnahmen. Von Tag zu Tag verstand man sich mit den ausländischen Teilnehmern besser, sodass man auch in seiner Freizeit immer mehr gemeinsam unternahm und sich miteinander beschäftigte.

Der Montag bestand neben Üben auch aus Vorbereiten für die Heimreise. Wir hatten natürlich die längste Reise aller Teilnehmer. Abends war dann das Konzert, das von vielen Gästen besucht war, unter denen sich auch einige Zeitungs- und Fernsehjournalisten befanden.

Die Gruppen waren mittlerweile untereinander so gut befreundet, dass die spielende Gruppe von den passiven Teilnehmern nicht mehr Applaus hätte bekommen können. Das Konzert verlief wie erhofft gut. Dann begann der letzte Abend! Die Leiterinnen wollten diesen besonderen Abend noch einmal besonders gestalten, damit die Teilnehmer gemeinsam Spaß haben sollten. Das aber brauchten die Leiterinnen nicht künstlich zu erzeugen, das taten die Musiker schon von ganz alleine, so gut verstand man sich mittlerweile.

Der letzte Abend wurde auch noch benutzt, um zu hören, wie es uns gefallen hatte, ob unsere Erwartungen von dem Workshop in Erfüllung gegangen waren und ob man hätte irgendetwas anders machen können. Den einzelnen Teilnehmern wie den Leitern wurde noch gedankt und der Hausherr bedankte sich auch noch recht herzlich bei allen und sagte, dass er schon lange keine Gruppe mehr gesehen habe, die so gut zusammen wuchs und so viel Spaß am Arbeiten hatte. Nach dem provisorischen Bilder-Schießen (bei dem nur Bilder entstanden, die zu dunkel sind) begann der lockere Teil des Abends, der eigentlich von den deutschen Teilnehmern bestimmt wurde, denn sie sorgten für die richtige Stimmung durch die richtige Musik (später am Abend tanzten die polnischen und tschechischen Teilnehmer mit uns auf Karnevalslieder und bekamen den „Burger Dance" von DJ Ötzi gezeigt! So etwas kannten sie auch noch nicht - kein Wunder).

Der Abend endete erst am nächsten Tag. Der Abreisetag war ein trauriger aber auch fröhlicher Tag. Einerseits musste man sich verabschieden mit der Ungewissheit sich nicht noch mal wieder zu sehen, andererseits war man froh wieder nach Hause zu fahren.

Später wurde das Sitzfleisch der deutschen Teilnehmer wieder getestet, denn sie mussten ja noch 20 Stunden aus dem zu diesem Zeitpunkt verschneiten O?wi?cim zurück nach Deutschland fahren. Im Nachhinein erwies sich das aber als problemlos, da man müde genug war, um drei Busfahrten dieser Länge durchzustehen. Das einzige Problem war nur, dass man im Bus nicht so schön entspannt schlafen kann, wie zu Hause im eigenen Bett. Trotzdem fanden alle die Zeit etwas zu schlafen, um dann fast erholt in Brühl auszusteigen und von ihren Familien abgeholt zu werden.

Wir haben immer noch Kontakt zu den anderen Teilnehmern aus Polen und Tschechien und würden uns sehr freuen sie bei einem weiteren Workshop wieder zu sehen.

Benny Kuhtz

Besuch vom St. Olaf College aus Minnesota

Im Rahmen einer einmonatigen Studienreise nach Deutschland besuchten siebenundzwanzig Studenten des St. Olaf College in Northfield, Minnesota/USA unsere Schule am  8. Januar 2004.  Begleitet wurden sie von Frau Dr. Friederike von Schwerin-High, die zum 5. Mal eine Gruppe durch unsere Schule führte, damit die amerikanischen Studenten ein Gymnasium kennen lernen konnten.  Die Gruppe wurden von den ehemaligen Schülerinnen Esther und Sarah Schrötter durch das Schulgebäude geführt und trafen sich dann mit dem Englisch Leistungskurs 2B2 von Frau Palm-Schroetter, die  an diesem College ihr BA gemacht hat.  Die Zusammenkunft war ein voller Erfolg, da in Gruppen diskutiert werden konnte, was im Unterricht schon oft thematisiert wurde, nämlich die Vorurteile über Amerikaner und Deutsche.  Nach einer Mahlzeit in der Mensa konnten nach Herzenslust E-Mails geschrieben und gecheckt werden, wofür die Amerikaner sich sehr bedankten.  In der Woche danach arbeiteten die Studenten mit  dem American Cultural Studies Program der Universität Bonn, bevor sie zwei Wochen nach Berlin fuhren.  Diese Verbindung ins Leben gerufen haben Christa Fabini und Alfred Dänner, als sie einen Teil ihres Sabbat-Jahres am St. Olaf College verbrachten. 

Rebecca Palm-Schroetter

British Week - The many faces of Great Britain

In der Wanderwoche vom 29.9.bis 2.10.2003, während die übrigen Klassen der Jahrgangsstufe 6 auf Klassenfahrt waren, tauchte die bilinguale Klasse 6.8, die erst im nächsten Jahr ihre Klassenfahrt antreten wird, in Kerpen - in der eigenen Schule - ein in eine Woche Englanderfahrung einer ganz besonderen Art. Einheitlich in dunkelblauem Pullover, weißem Hemd und grauer Hose oder grauem Rock gekleidet und durch ein selbst entworfenes Schulwappen als Schülerinnen der "Kerpen Grammar School" identifiziert, das als Anstecker ihre Pullover zierte, konnten die Kinder live erleben, wie man sich als englischer Schüler in einer Schuluniform fühlt. Eine Woche lang galt das Motto "English only", und die Schülerinnen und Schüler der 6.8 beschäftigten sich mit den unterschiedlichen geographischen Gegebenheiten Englands, kochten und genossen englische Spezialitäten und sangen unter Anleitung von Herrn Woidtke englische folk songs.

Unterstützt wurden wir während der gesamten Woche von Frau Erbar, Mutter eines Schülers aus der Klasse und ehemalige Schülerin unserer Schule, die - in English, of course!! - in die Geographie Großbritanniens einführte und umfangreiches Material zur Verfügung stellte, anhand dessen die Kinder sich in Kleingruppen mit Schottland, Wales, Nordengland, der englischen Südküste und London beschäftigten und Präsentationen zu den "many faces of Britain" erarbeiteten. Highlight jedes Projekttages war eine englische Mahlzeit, die jeweils von ca 10 Kindern - unter der Leitung von jeweils 3 Müttern, die uns mit großem Engagement unterstützten - in der Hauswirtschaftsküche vorbereitet wurde. So gab es am ersten Tag ein "cooked breakfast" - mit cereals, bacon and eggs, baked beans, grilled tomatoes und toast, am zweiten Tag wurden köstliche Sandwiches in drei unterschiedlichen Variationen kreiert, und am Abschlusstag duftete es zum Lunch nach home-made pizza, British style. Etwas wirklich Gesundes und dabei auch noch Köstliches, "healthy fruit salad", rundete das Ganze als Dessert ab. So ließ es sich gut leben, - und alle fanden: Englisches Essen ist doch nicht so schlecht wie sein Ruf! Zum Abschluss präsentierten die Kinder ihre Einblicke und Erfahrungen in die für sie überraschend unterschiedlichen und vielfältigen Landesteile Großbritanniens mit großem Engagement ihren Mitschülerinnen und den Eltern, die unserer Einladung gefolgt waren. Die Ergebnisse der geographischen Ausarbeitungen zieren als Poster nun unseren Klassenraum und lassen uns mit Spannung auf unsere Klassenfahrt nach England im Herbst 2004 blicken.

Zuvor werden wir jedoch im Januar bei einer Party mit "Fun and games" englische Traditionen und Bräuche aufleben lassen und die mit Herrn Woidtke eingeübten Folk Songs auch den Eltern ein wenig nahezubringen versuchen. Die Kinder freuen sich schon riesig auf diesen Tag - aber ohne Uniform - das muss nicht sein, fanden sie nach einer Woche Erfahrung!

Brigitte Pfaff

Comenius-Woche vom 8. 11. 2003-14.11.2003

Johann Amos Comenius (1592-1670), der große Reformer der Pädagogik und des Unterrichts, hätte sicherlich seine Freude gehabt an den Aktivitäten, die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule im Rahmen der nach ihm benannten „Comenius-Woche" an den Tag gelegt haben. In seinem „Orbis pictus", einem Bilderbuch für Kinder, gestaltete er die Welt der sichtbaren und unsichtbaren Dinge so, dass sie für Kinder verstehbar wurden. Der beigefügte lateinische Text sollte den Kindern spielerisch den Erwerb dieser Sprache erleichtern.

Angeregt von diesem historischen „Orbis pictus" haben sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-8 unter Leitung der Kunstlehrer Frau und Herr Schnabel daran gemacht, ihre Idee von Europa bildlich zu gestalten. Europa als Baum, dessen Blätter die Menschen aus vielen –nicht nur europäischen- Nationen darstellen, diese Idee setzten die Beteiligten form- und farbenfroh um. So entstand über einem starken Stamm eine prächtige Baumkrone, die sich sehen lassen kann: Schülerinnen und Schüler unserer Schule oder ihre Eltern/ Großeltern stammen aus Frankreich, Polen, Italien, Äthiopien, aus der Türkei und anderen Ländern- natürlich auch aus Deutschland. Sie gestalteten „ihre" Blätter durch Motive aus ihrem Herkunftsland, verbunden mit Wünschen für ihr Leben in Europa. Die kunterbunte Mischung der Blätterkrone - von Herrn Woidtke fotografisch festgehalten - hat tiefe symbolische Bedeutung für eine Schule wie das Gymnasium Kerpen, die sich dem Europagedanken durch seinen Namenszusatz besonders verpflichtet hat: Europa als lebendiges, vielgestaltiges und friedliches Nebeneinander von Nationen, wie es in unserer Schule bereits beispielhaft gelebt wird. Eine Idee wird zum Bild, ein Bild veranschaulicht eine Idee - ein „Orbis europeensis pictus" im Sinne von Comenius! Ein Dankeschön an alle Beteiligten!

Das künstlerisch-produktive Engagement für den Europa-Gedanken wurde von den größeren SchülerInnen durch intellektuelle Bemühungen ergänzt. Sie hatten die Möglichkeit, ihr Wissen über Geschichte und Gegenwart Europas im Rahmen eines „Europa-Quizes" zu erweitern. Es waren Fragen zu großen Europäern und ihrem Wirken, zu Technik und Kultur, zu Geographie und Politik zu beantworten.

Die Comenius-Woche hat allen Beteiligten großes Vergnügen bereitet und wird sicherlich im nächsten Jahr eine Neuauflage finden.

Annette Wilbers-Drerup

Bericht über den Stand der Schulpartnerschaft mit "Centro Educativo Nuevos Horizontes" in

        Corinto/Nicaragua

Nachdem wir zuletzt im März 2003 Kontakt mit der Schule in Corinto hatten, war dieser erneut abgebrochen. Im März teilte uns die Partnerlehrerin bereits mit, dass die zuständigen staatlichen Behörden die aus einer Privatinitiative erwachsene kleine Schule nicht anerkennen wollten bzw. derart hohe Abgaben für eine solche Anerkennung verlangten, dass dies nicht geleistet werden konnte. (s. Brief an die Schulleitung vom 15. März 2003) So fanden in der Zwischenzeit nur noch Computer-Kurse - dank der von uns gespendeten drei Computer nebst Zubehör - und ein wenig Englisch-Unterricht statt. Sie erinnern sich: Im Anschluss an den Hungermarsch 2000 war soviel Geld zusammen gekommenn, dass diese Anschaffung von uns finanziert werden konnte.

In den Sommerferien besuchten drei Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Corinto/El Realejo die Stadt, um sich vor Ort ein Bild über den Stand der diversen Projekte zu machen. Dabei wurde auch unsere Partnerschule aufgesucht. Und leider brachten die Kölner nicht nur gute Nachrichten mit.

Zunächst konnte mit ihrer Hilfe endlich eine ausführliche Abrechnung über die Verwendung der Spendengelder des Gymnasiums Kerpen erstellt werden. Alle Abrechnungen liegen nun vor und werden in der Schule deponiert. Mit den Spendengeldern wurde ein Erweiterungsbau für einen zusätzlichen Klassenraum finanziert. Die dank der Gelder angeschafften Computer sind in den Räumen des Lehrerverbands ANDEN, die mit den Schulräumen verbunden sind, sicher gestellt. Ein Computer ist leicht defekt, jedoch fehlt es an Geld für eine Reparatur. Die anderen und Zubehör wie Drucker usw. sind voll funktionsfähig, jedoch nicht in Betrieb, da die Telefonrechnungen nicht bezahlt werden konnten.

Den Unterlagen liegen Fotos zur Dokumentation der Aktivitäten bei, die im Schaukasten im Foyer bzw. im Internet ausgestellt werden. Auch die Kölner Vertreter haben zahlreiche Fotos gemacht, die auf einer CD-Rom zu sehen sind.

Aber unsere Partnerschule existiert in der Tat nicht mehr. Sie erhielt keine Zulassung und da die Schülerinnen und Schüler selbst ein bescheidenes Schulgeld von fünf Dollar/Monat nicht zahlen können, kann der Betrieb als Privateinrichtung nicht aufrecht erhalten werden. Unsere Partnerlehrerin Ligia Pérez ist arbeitslos und muss sich zunächst auch um ihren eigenen Lebensunterhalt kümmern.

Sie ist über diese Situation zutiefst betrübt, was in einem an mich gerichteten Brief zum Ausdruck kommt, der in Übersetzung beigefügt ist. Sie fühlt sich schuldig versagt zu haben und durch ihr längeres Schweigen bei uns für Unmut gesorgt zu haben. Ich habe ihr geantwortet, dass wir Verständnis für die Lage haben und ihr keine Vorwürfe machen, denn es ist uns bewusst, dass die Situation in einem der ärmsten Länder Süd- und Mittelamerikas nicht mit unseren europäischen Maßstäben gemessen werden kann. Und auf keinen Fall ist die freundschaftliche Verbundenheit aufgekündigt. Der Städtepartnerschaftsverein bemüht sich, über weitere Projekte Ligia Pérez einzubinden und ihr eine berufliche Perspektive zu eröffnen, eventuell im Bereich Lehrerfortbildung.

Was die Schulpartnerschaft anbetrifft, so haben die Kölner Vertreter eine Lösung gesucht. Sie sind dabei an das dortige staatliche Gymnasium, das ich aus meinem persönlichen Besuch in Corinto kenne, herangetreten und haben den Vorschlag einer Partnerschaft mit der Europaschule Kerpen gemacht. Dieser Vorschlag wurde positiv aufgenommen. Die Schule hat sich bereits in einem Schreiben an uns, das in Übersetzung beiliegt, vorgestellt und Interesse an der Partnerschaft bekundet. Einige Schüler hatten bereits mit Hilfe der Kölner über ein Internet-Café an uns gemailt, jedoch sind meine Antworten bzw. die unserer Schüler nicht angekommen.

Durch Boten, d. h. durch einen Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins und eine Spanischkollegin, die ein Schulprojekt in der Nähe von Corinto in den Herbstferien besucht und die beide in diesen Tagen nach Corinto geflogen sind, habe ich bereits in unserem Namen auf diese Briefe an die Direktorin geschrieben und auch von uns aus Bereitschaft signalisiert, in einen Austausch zu treten, der zunächst wieder, wie früher, über die normale Post oder Boten, d.h. nach Corinto reisende Personen, erfolgen wird.

Wenn der Kontakt mit dem Gymnasium Azarias Henry Pallais zustande kommt und regelmäßig stattfindet, besteht die Möglichkeit, die Computer an diese Schule zu geben. Die Direktorin hat soeben dem Ministerium ein Projekt für die Einrichtung eines Computerraumes vorgelegt, das mir in Kopie vorliegt. Die Möglichkeit der Übergabe ist auch mit unserer bisherigen Partnerlehrerin Ligia Pérez abgestimmt.

Eine andere mit dem Bürgermeister der Stadt Corinto besprochene Möglichkeit wäre die, die Computer in die im Museumsgebäude soeben errichtete Jugendbibliothek der Stadt zu bringen und dort Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen. Nach Auskunft der Kölner Delegation laufen in der Jugendbibliothek 3-monatige PC-Einführungskurse für Kinder und es besteht auch schon ein Internetanschluss.

Ehe wir uns für die eine oder andere Lösung zum Verbleib der gespendeten Computer entscheiden, möchte ich die Berichte der nun nach Corinto gereisten Personen sowie die Antwort des Gymnasiums abwarten.

Auf jeden Fall wird die Fachschaft Spanisch die Partnerschaft mit dem Gymnasium von Corinto durch den Austausch von Briefen, Zeichnungen usw. beginnen, um auf diese Weise unserer Schülerschaft die so völlig andere Lebenswelt von Jugendlichen in einem bitterarmen mittelamerikanischen Land nahe zu bringen.

Ursula Vences

Nachtrag 6. 12. 03

Bisher erhielt ich eine kurze mail des Vertreters aus Köln, dass er das Gymnasium besucht und die Briefe abgegeben habe. Weitere Information habe ich bisher nicht erhalten.

 

Brief von Ligia Pérez an Ursula Vences

Corinto, 29. August 2003

Liebe Kollegin Ursula,

ich schreibe dir in einer für mich sehr schmerzlichen Situation, denn mir war nicht bewusst, in welch unangenehme Situation ich dich gebracht habe. (Ligia meint den Umstand, dass bis dato noch keine Abrechnung über den Computer-Kauf von ihr vorgelegt worden war.) Ich weiß, Worte ändern jetzt nichts mehr daran und ich möchte dich nur bitten mir zu verzeihen.

Hans hat mir deutlich gemacht, welch schlechten Eindruck das bei den Gebern verursacht hat. Es ist umso bedauerlicher, da alle Abrechnungen stimmen, und darum ist mein Schweigen umso schwieriger zu erklären. Ich versichere dir, dass das in Zukunft nicht mehr passieren wird. Ich weiß, dass nach soviel Einsatz für unsere Schule unsere Freundschaft zerbrochen ist. Aber, liebe Freundin, du sollst wissen, dass dank eurer Hilfe die Escuela Nuevos Horizontes dazu beitragen konnte, dass Joan Vivas, Débora Santamaría, María Eunice Barrera, Ana Cecilia Vivas und viele andere nicht nur die Möglichkeit einer Berufsvorbereitung hatten, sondern dass mehrere von ihnen bereits in Banken, Genossenschaften, Finanzunternehmen eine Arbeit gefunden haben. In einer Welt wie der unsrigen, ohne Zukunft, ist dies schon ein Lichtstrahl.

Fernando hat das komplette Paket mit allen korrekt erstellten Unterlagen mitgenommen. Die Kölner haben alles genau geprüft. Ich füge eine Aufstellung der Unterlagen bei. Damit ist dieser Arbeitsgang abgeschlossen, aber ich stehe dir für alle Fragen zur Verfügung, die noch auftauchen könnten.

Dieser Brief ist mir nicht leicht gefallen, denn sowohl Hans wie auch Fernando haben mir viel über deine Anstrengungen anderen zu helfen erzählt und auch über den Unmut, den ich dir verursacht habe, weil ich nicht geschrieben habe. Obwohl der Brief spät kommt, hiermit nochmals vielen Dank an dich und das Gymnasium Kerpen für die Unterstützung.

Bis bald einmal, wenn Gott will.

Mit vielen Grüßen

Ligia Pérez.

 

Brief der Schulleiterin des Gymnasiums Instituto Nacional Autónomo "Arias Henry Pallais" -

        Corinto/Nicaragua

Corinto, 27. August 2003

Liebe deutsche Freunde,

die Schulgemeinde dieses Bildungszentrums übersendet Ihnen herzliche Grüße.

Wir sind eine autonome Bildungseinrichtung, die vor 39 Jahren gegründet wurde. Seit diesem Zeitpunkt haben wir uns bei Wettbewerben im kulturellen und sportlichen Bereich auf nationaler und internationaler Ebene hervor getan. Zur Zeit können wir bestehen dank der freiwilligen Beiträge der Elternschaft, der aktiven Beteiligung der Lehrerschaft und dank der Unterstützung von Institutionen wie der Stadtverwaltung. Unser Gymnasium hat zur Zeit 1.108 Schülerinnen und Schüler und das Lehrerkollegium wie das Verwaltungspersonal machen zusammen 34 Personen aus.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir ein kleines Projekt für einen Computerraum in Angriff genommen, um auf diese Weise dazu beizutragen, unsere jungen Leute auf das Leben vorzubereiten, denn unsere Schülerschaft verfügt nicht über ausreichende Mittel, um nach dem 3. oder 5. Lernjahr eine weiterführende technische Ausbildung oder ein Universitätsstudium zu garantieren.

Als Schulgemeinde setzen wir uns für die gesellschaftlichen Werte wie Respekt, Pflichtbewusstsein, Freundschaft ein. Aus diesem Grunde möchten wir freundschaftliche Beziehungen anknüpfen mit Lernenden und Unterrichtenden der Stadt Köln, um zu einem kulturellen und Erfahrungsaustausch der Lehrer und Schüler untereinander zu gelangen.

Da sich uns nun die Gelegenheit bietet erneut die freundschaftlichen Bande zwischen Deutschland und Corinto zu pflegen, hoffen wir, dass diese lange Zeit halten mögen.

Mit dem Wunsch, dass ihre erzieherische Arbeit erfolgreich sein möge, verabschieden wir uns mit freundlichen Grüßen

Aydalina Salmeron Dávila

Direktorin

Martha M. Barberena Sánchez

stellv. Direktorin

José Luis Zapata Chavarria

Schülervertreter

Es liegt ein weiterer Brief von der Band der Schule vor, die in Corinto bei allen offiziellen Anlässen spielt. Darin werden wir um eine Spende von 60 Dollar gebeten für die Reparatur einiger Musikinstrumente. Der Brief ist wie oben unterzeichnet, zusätzlich vom Musiklehrer Jairo I. Leiva Ramos. Ich habe dem Städtepartnerschaftsvertreter diese 60 Dollar als eine Art Begrüßungsgeschenk mitgegeben.

Ursula Vences

Nottingham-Austausch 2004 - zum achtundzwanzigsten Mal

Wie im vorigen Jahr beginnen wir den Austausch mit dem Besuch bei unserer Partnerschule The West Bridgford School, Nottingham, vom 27. März bis 4. April 2004 und reisen anschließend für drei Tage nach London. Das Programm des neuntägigen Aufenthalts in Nottingham wird mit Sicherheit wie immer viele interessante Unternehmungen enthalten, unter anderem nach Alton Towers, einem äußerst beliebten Freizeitpark (den alle aus unserem Englischbuch kennen) und anderen Attraktionen in der weiteren und näheren Umgebung von Nottingham. In London ist die Gruppe in einem bereits von uns erprobten Hotel für junge Leute in Bayswater in der Nähe des Hydepark untergebracht und wird sich von dort einige der unzähligen Attraktionen der Stadt erschließen. Bereits am Ende des Schuljahrs erwarten wir den Gegenbesuch und freuen uns schon jetzt wie immer darauf, unsere Gäste herzlich willkommen zu heißen.

Für das Team

H.U. Bergerhausen

Work Experience 2004 in Nottingham

Ende Januar werden drei Kerpener Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 für ihr vierzehntägiges Praktikum nach Nottingham reisen. Im Februar werden wir fünf Schülerinnen und Schüler von The West Bridgford School zu ihrem achttägigen Praktikum in Kerpen empfangen, im Grunde eine konsequente Fortsetzung unseres langjährigen Austauschprogramms mit unserer Partnerschule. Die Kerpener Schülerinnen und Schüler werden ihre englischen Freunde auf ihrer Heimreise gleich nach Kerpen mitbringen, denn – rein zufällig – schließt sich in diesem Frühjahr deren Praktikum zeitlich nahtlos an. Es war eine lange, spannende Vorbereitung und es wird mit Sicherheit ein sehr interessanter Aufenthalt werden – auf beiden Seiten. Die deutschen und englischen Teilnehmer geben sich gegenseitig Unterkunft; auch das ist eine Fortsetzung der Austausch-Idee.

Für das Praktikum des kommenden Jahrgangs 12 im September 2004 ist geplant, die Vorbereitungen für das Praktikum in Nottingham bereits im Februar zu beginnen und spätestens bis Ende Mai zu vollenden, denn es war manche Schwierigkeit und Überraschung zu überstehen, bevor die Praktika in Nottingham oder Kerpen in diesem Frühjahr gesichert waren. Anfang Februar werde ich in den Klassen 11 die Idee vorstellen, soweit das nicht bereits geschehen ist, und einen Termin für ein erstes Treffen bekannt geben.

H. U. Bergerhausen

Frankreich-Eindrücke eines ehemaligen Schülers

Ich studiere Englisch und Französisch an der Universität zu Köln und habe Abitur am Gymnasium der Stadt Kerpen gemacht. Über meine ehemalige Französischlehrerin Frau Wunsch habe ich Kontakt zu der Partnerschule in Briey geknüpft und dort ein 6-wöchiges Schulpraktikum absolviert.

Frankreich ist gar nicht so weit weg, wie man immer denkt. Wenn man etwas Gas gibt und in der Eifel nicht ständig irgendwelche LKW vor einem herfahren, kann man schon in ungefähr zwei Stunden die französische Grenze erreichen. Von da aus sind es noch etwa 40 Minuten zum Örtchen Briey. Unterwegs empfiehlt es sich, in Luxemburg nochmal voll zu tanken, denn dort ist das Benzin um einiges billiger als in Frankreich und preiswerter als in Deutschland ist es sowieso. Nach dem Verlassen der Autobahn wird es bald richtig einsam, dafür wird man aber mit einer schönen Landschaft reichlich entschädigt. Mehrere waldige Berge muss man überqueren, bis man dann schließlich an seinem Ziel ankommt.

Direkt am Ortseingang Briey gibt es einen riesigen Supermarkt, der sofort ins Auge sticht.. Nach einigem Suchen habe ich dann das Haus gefunden, wo ich die nächsten sechs Wochen verbringen sollte. Monsieur Renard, einer von zwei Deutschlehrern am « Lycée et Collège de l’Assomption », hatte mir freundlicherweise eine Dachgeschosswohnung bei einem ehemaligen Lehrer der Schule vermittelt. Diese Wohnung hatte obendrein den Vorteil, dass sie genau neben der Schule liegt und ich von meinem Fenster aus den gesamten Schulhof überblicken und sogar die Schulglocke hören konnte.

Der erste Schultag war, wie das für einen Neuankömmling halt so ist, etwas stressig. Monsieur Renard stellte mir innerhalb von 10 Minuten etwa 25 seiner Kollegen vor. Madame Trumpff, die andere DeutschlehrerIn, gab als Willkommensgruß einen aus und spendierte mir einen Zitronentee. Anschließend lernte ich die Direktorin, Madame Jager-Webber, kennen und unterhielt mich kurz mit ihr über meine kommenden Aufgaben, die zunächst einmal darin bestanden, die Lehrer, vornehmlich die Deutschlehrer, in die Klassen zu begleiten und den Schülern einiges über Deutschland und deutsche Schulen zu erzählen. Gleichzeitig lernte ich natürlich das französische Schulwesen kennen und mir fielen sogleich einige Unterschiede auf. Es fing schon beim Betreten der Schule an: wenn man nicht den Umweg über den Schulhof machen möchte, muss jeder Schüler - aber auch jeder Lehrer! - am Schuleingang klingeln, damit eine Sekretärin öffnet. Kommt ein Schüler zu spät, muss er eine triftige Entschuldigung vorweisen können. Bevor der Nachzügler dann in die Klasse darf, schreibt die Sekretärin eine Art Attest, das der Schüler dann dem jeweiligen Lehrer geben muss. Später kommt dann eine Schulangestellte in jede Klasse, sammelt diese Atteste ein und notiert außerdem, welcher Schüler aus welchem Anlass nicht da ist. Das Vorurteil, das deutsche Volk lege am meisten Wert auf Bürokratie, stimmt dem Anschein nach also nicht unbedingt, denn bei uns geht es in dieser Beziehung ja doch vergleichsweise locker zu.

Überhaupt ist die Disziplin im Frankenland eine ganz andere: „Privatgespräche", wie Lehrer die nicht zum Unterricht gehörende Konversation zwischen Schülern ja mit Vorliebe nennen, gibt es an dieser Schule fast gar nicht. Darüber hinaus stehen Schüler am Unterrichtsbeginn auf und sagen „Guten Morgen, Herr Lehrer". Trotz dieser Konventionen herrschte in den Kursen, an denen ich teilnahm, stets eine angenehme Atmosphäre vor, die dem gesamten Unterrichtsklima sehr gut tat.

Die Schüler zeigten sich durchaus interessiert an Deutschland und deutscher Kultur und warteten mit vielen Fragen zu unserem Land auf. Die „6ème", das Pendant zu unserer fünften Klasse, lernte als erstes ein Lied mit dem verheißungsvollen Titel „Deutsch ist super" und somit zunächst einmal singend unsere Sprache. Älteren Schülern erzählten die Lehrer und ich anlässlich des 3. Oktobers etwas über den Mauerfall 1989 und die Wiedervereinigung Deutschlands. Fragen über deutsche Popmusik sind an der Tagesordnung - auf die Frage, weshalb die Gruppe „Rammstein" derart populär ist, habe ich allerdings auch keine Antwort. In Frankreich jedenfalls ist sie sehr bekannt und beliebt. All dies stößt auf offene Ohren, die Schüler demonstrieren echte Wissbegierde.

Zum Mittagessen geht’s in die Mensa, genannt „Self". Diese Bezeichnung ist insofern verwunderlich, als dass sich Franzosen häufig gegen jeden englischen und amerikanischen Einfluss wehren, was aber spätestens seit dem Siegeszug des Halloweenfestes nicht mehr richtig funktioniert.

Das Essen in der „Self" ist phantastisch! Man kann zwischen mehreren Vor- und Nachspeisen frei wählen und das Hauptgericht war jedesmal super. Die Mensa ist mittags immer sehr voll. Wenn ein Schüler besonders lange anstehen muss und demzufolge zu spät zum Unterricht kommt, muss er sich bei der Sekretärin wieder das Attest – Zettelchen holen, was vom Lehrer wiederum abgezeichnet werden muss. In der Mittagspause können sich die Schüler auf dem Schulhof und in mehreren Aufenthaltsräumen ausruhen, in denen u.a. drei Kicker (frz.: „babyfoot") stehen.

Das gesamte Lehrerkollegium erwies sich als überaus nett und besonders gastfreundlich. Mehrmals wurde ich von verschiedenen Lehrern zu ihnen nach Hause zum Essen eingeladen. Auch Lehrer, an deren Unterricht ich nicht teilnahm und die mich eigentlich nur vom Sehen und kurzem Plaudern kannten, luden mich zum Essen ein oder schlugen sonstige gemeinsame Aktivitäten vor. Darüber hinaus führte mich Madame Trumpff durch Metz, die nächstgelegene Großstadt, die übrigens wunderschön ist. Mit Monsieur Renard ging ich gelegentlich noch ins Kino. Und die Schüler waren ebenfalls stets überaus freundlich.

Als kleines Résumé dieses Praktikums lässt sich sagen, dass der gesamte Aufenthalt eine große Freude war und mir in jederlei Hinsicht sehr gut gefallen hat. Ich kann jedem Schüler den Austausch mit der Partnerschule in Briey von ganzem Herzen nahelegen. Eine freundliche Aufnahme und ein gelungener Aufenthalt sind euch gewiss!

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei allen Lehrern der französischen Schule und ganz besonders bei Frau Wunsch für die Ermöglichung dieses Schulpraktikums bedanken.

David Pachaly

Bernhard Ripp erhielt die Medaille der Stadt Oswiecim

03.09.2003: Mit einer hohen Auszeichnung wurde Bernhard Ripp als Leiter der Europaschule Kerpen (Gymnasium der Stadt Kerpen) heute in Polen geehrt. In Kerpens Partnerstadt Oswiecim (in der Nähe liegt das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz) erhielt er in einer Sondersitzung des Rates gemeinsam mit Vertretern anderer Partnerstädte aus den Händen von Stadtpräsident Marszalek die Medaille der Stadt Oswiecim. In der Urkunde heißt es: "... verleihe ich Ihnen die Medaille der Stadt Oswiecim für Ihren großen Beitrag und für Ihr Engagement an der Organisation der Zusammenarbeit der polnischen und deutschen Jugend ..." Posthum wurde die Medaille auch an den verstorbenen Hans Hermann Strauss verliehen, der die

Schulaustausche maßgeblich organisiert und betrieben hatte. Die Partnerschaft der Stadt Kerpen mit Oswiecim ist aus der Verbindung der Gymnasien beider Städte hervorgegangen. In der Sondersitzung des Rates, die auch von zahlreichen Pressevertretern und dem polnischen Fernsehen verfolgt wurde, begründete Oswiecim gleichzeitig eine neue Partnerschaft mit der Stadt Samber in der Ukraine.

(Quelle: www.kerpen-blatzheim.de)

Polnische Schülergruppe aus Oswiecim hatte im November viel Spaß bei uns in Kerpen

Im Frühjahr 2003 fuhr nach einer mehrjährigen Unterbrechung erstmals wieder eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen unseres Gymnasiums zum Schüleraustausch in die polnische Partnerstadt Kerpens Oswiecim. Oswiecim liegt im Süden Polens, südwestlich von Krakau nahe der tschechischen Grenze.

Jetzt, im Herbst 2003, kamen 12 polnische Schülerinnen und Schüler zum Rückbesuch nach Kerpen - begleitet von den Lehrern Marek Homoncik vom privaten Lyceum und Margorzata Szaniawska von einem der staatlichen Gymnasien in Oswiecim. Denn der Austausch läuft in Oswiecim mit zwei Schulen.

So, am Samstag, den 8. November, kamen unsere Gäste mittags nach einer angenehmen Nachtfahrt an. Alle freuten sich sehr über das Wiedersehen!! Aber dann rauschten sie mit ihren Gastfamilien ab - Familientag!! Am Abend war wohl schon einiges los. Denn als wir uns - die Gastgeber und die Gäste - am Sonntag in der Schule trafen, um Gelände und Gebäude zu erkunden, gab es einige müde Augen. Das änderte sich aber rasch bei unserem Programm - vorbereitet von unserer frisch examinierten Ex-Referendarin Ina Jansen und unserer Referendarin Antje Moraw - mit den Punkten "Blinde Führung", "Kletterwand" und "Flucht von der brennenden Insel", mit denen wir den Nachmittag füllten. Und wir ergänzten noch gemeinsam die Planungen für die folgende Woche an einigen Stellen.

Am Montag als erstes: Besuch beim Bürgermeister, Herrn Ralf Valkysers, mit freundlichen Worten, Cola und Keksen. Dann ging es für einige in den Unterricht mit den Gastschülern. Die meisten allerdings nahmen am Einstudieren deutscher und polnischer Lieder gemeinsam mit Frau Theil in Vorbereitung auf den Dienstag Abend. - Dienstag, der 11.11. Jeder kennt die besondere Bedeutung dieses Tages für die Pflege des rheinischen Brauchtums! Wer wollte da nicht mittun? Aber es soll da auch arg gebechert werden? Also schwuren alle: An diesem Tage hier gibt’s für keinen von uns Bier! Und ab ging’s mit der Bahn nach Köln auf den Altermarkt. Diese Eröffnung der Karnevalsaison, so hautnah erlebt am Kernort des Karnevals, wird allen im Gedächtnis bleiben. Am Abend ging es dann fröhlich weiter mit einem polnisch - russisch - deutschen Europa-Abend in der Milchbar der Schule. Denn in diesen Tagen waren auch die St. Petersburger Schüler aus dem Russland - Austausch, geleitet von Frau Katharina Hartmann, bei uns. Es wurde gemeinsam gespeist; anschließend schmetterten die nationalen Delegationen ihre Lieder und auch die der anderen - soweit am Montag einstudiert. Am Mittwoch und am Freitag konnten sich die deutschen und die polnischen Schüler und Schülerinnen auf verschieden Gruppen verteilen. Eine Gruppe, geleitet von Antje Moraw, probte mit viel Freude an "Mini - Theaterstücken" mit wenig Text, aber viel Bewegung und Gestik. So wurde die deutsch - polnische Sprachbarriere ausgetrickst. Eine andere Gruppe arbeitete mit Ina Jansen am Aufbau einer eigenen Homepage für den Schüleraustausch Oswiecim - Kerpen, die ab Februar 2004 über die Homepage des Schule erreicht werden kann. Zwischen diesen beiden Tagen fuhren alle am Donnerstag noch einmal nach Köln. Bei diesem Besuch ging es nicht um die leichte Kultur des Karnevals, sondern um die schwere Kultur der Gotik am Beispiel des Domes und um die Kölner Altstadt. Abgerundet wurde die Sache durch einen Besuch im Schokoladenmuseum auf der Rheininsel, wo sich alle auf vergnügliche Art über die enormen Qualitäten der Kakaobohne belehren und zudem preiswert den Magen mit Schokolade vollschlagen konnten. - Am Freitagabend feierten wir dann in der Lehrküche mit einem Mottoabend den Abschluss der Austauschwoche mit Pizzakochen und Pizzavernichten. Das Motto "Weltraum" schlug nicht bei allen voll durch; aber einige hatten durch ihre Verkleidung schon eine hohe Ähnlichkeit mit aliens der netten Art erreicht. Am letzten Tag gab es dann noch einmal einen Familientag. Die polnischen Lehrer und der Leiter des Austausches, Richard Heckner, fuhren - wie schon an den vorigen Wochenendtagen - Ziele der näheren Umgebung an, um schon mal zu gucken, was man beim nächsten Besuch so alles machen kann. Samstag um 18:00 Uhr kam dann der Abschied. Es gab viele Küsschen und auch ein paar Tränen, dann sahen wir den Reisebus in der Ferne in Richtung Polen entschwinden. Und hier, zum guten Ende, wollen wir uns auch beim Deutsch-polnischen Jugendwerk DPJW bedanken, das seit vielen Jahren die Kontakte zwischen Polen und Deutschen fördert und auch unseren Austausch großzügig finanziell unterstützt hat.

Ja, und im Mai oder im Juni werden wir wieder nach Oswiecim fahren. Wer Lust hat mitzukommen, kann sich ja erkundigen, z.B. bei Janine Timmermannn, Christiane Deppe, Daniel Faßbender und Svenja Vajen (Jg. 12) oder Robin Becker, Katja Fragemann und Max Jötten (Jg. 11) oder Sarah Schmitz und Sven Wehrmann (Jg. 10) oder Magdalena Ryszczyk und Svenja Lange (Jg.9). Die kann man fragen, ob man eher nicht mitfahren soll - oder lieber doch!! Angesprochen sind alle Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12; aber auch Schüler und Schülerinnen der Klasse 8 sollten nachfragen. Ab Ende Januar werden Anmeldeformulare am Oswiecim - Brett an der Austauschstädte - Wand im Gang zum Lehrerzimmer aushängen. Und man kann die Leiter Richard Heckner und Antje Moraw ansprechen. Also, los geht’s!!

Richard Heckner

300 Jahre St. Petersburg – Austausch vom 30.04.-11.05.2003

Der diesjährige Austausch mit St. Petersburg stand ganz im Zeichen der 300-Jahr-Feier, über die auch von deutschen Fernsehkanälen und Zeitungen ausführlich berichtet wurde. So ganz fertig war man in Petersburg allerdings noch nicht mit den Vorbereitungen für die große Feier und manch einer von uns konnte sich gar nicht vorstellen, dass zwei Wochen später alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein sollten...

Die Organisation der Reise nach St. Petersburg erwies sich im Jahr der 300-Jahr-Feier als recht schwierig, zumal wir über die Feiertage fahren wollten. Die meisten Flüge waren ausgebucht, so konnten wir zwar von Düsseldorf nach St. Petersbug fliegen, mussten aber einen Rückflug nach Frankfurt buchen, der um 6 Uhr früh in Frankfurt ankam und dementsprechend früh auch in St. Peterburg abflog. So entschlossen sich die russischen Partner, uns in der Nacht vor der Abreise die Brückenöffnung zu zeigen und direkt von dort aus zum Flughafen zu fahren – also eine schlaflose Nacht...

Aber der Reihe nach. Am 30. April 2003 machten sich 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-11 mit Frau Hartmann und Frau Wöstmann auf den Weg nach St. Petersburg. Der erste Tag des Austausches war durch Warten gekennzeichnet: Erst hatte unser Flieger Verspätung, dann mussten wir in St. Petersburg auf einige abholende Eltern warten, die es nicht rechtzeitig geschafft hatten, in der Hauptverkehrszeit zum Flughafen zu kommen und dann schien die Fahrt vom Flughafen quer durch die Innenstadt aufgrund des erstaunlich hohen Verkehrsaufkommens eine Ewigkeit zu dauern. So hatten wir andererseits Zeit genug, uns schon einmal auf unsere Austauschpartner einzustellen. Angesichts des noch zugefrorenen Flüsschens Mojka machte sich zunächst Entsetzen breit: haben wir genügend warme Sachen eingepackt???

Der Winter in St. Petersburg war in diesem Jahr sehr lang gewesen, der Schnee erst eine Woche vor unserer Ankunft getaut. Überreste von Eis und Schnee konnten wir dann am zweiten Tag am Strand von Peterhof (der ehemaligen Sommerresidenz der russischen Zaren mit einem großen Park und vielen Springbrunnen) bestaunen. Eigentlich ist der Ausflug nach Peterhof immer ein besonderer Leckerbissen, da man bei schönem Wetter viel Spaß (und Abkühlung) mit den Wasserspielen haben kann. Nass genug wurden wir auch im Mai 2003 – allerdings eher unfreiwillig, da es in Strömen regnete. Auf vorsichtige Fragen seitens der Deutschen, ob sich ein Ausflug nach Peterhof bei Regen überhaupt lohne, meinte die russische Organisatorin des Austausches Natalja Lavrova: „Wenn wir ankommen, wird die Sonne scheinen." Den Gefallen tat uns die Sonne zwar nicht und so fügten sich alle deutschen SchülerInnen und Lehrerinnen ohne Murren (!!!) und machten sich tapfer auf den Weg durch die Gärten zum Pier – Beweisfotos dafür, dass alle bei Wind und Wetter dort angekommen sind, finden sich im Internet. Am Pier angelangt wunderten wir uns jedoch über die erstaunlich kleine russische Gruppe – die Mehrzahl der russischen Austauschpartner war direkt in das einzig offene Café im Park marschiert und wartete dort auf uns.

Zum Glück besserte sich das Wetter in den folgenden Tagen, so dass wir die Schönheit der Stadt vom Ufer der Newa aus im Sonnenschein genießen konnten. Außer der Teilnahme am Unterricht standen nämlich viele Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Kasaner Kathedrale, Eremitage, Peter-Paul-Festung, Artilleriemuseum, Puschkin-Museum, Russisches Museum u.v.m. Beim Besichtigungsprogramm zeigte sich immer wieder, dass unsere SchülerInnen wissbegieriger und gebildeter sind als viele denken. So verblüfften einige SchülerInnen mit der Frage nach Raskolnikows Straßen – sicher nicht alle LeserInnen dieses Artikels werden Dostojewskis Schuld und Sühne kennen geschweige denn gelesen haben... Unsere Führerin im Russischen Museum war so erstaunt über die deutsche Gruppe, die ihr stundenlang mit sehr interessierten Gesichtausdrücken gelauscht hatte, dass sie uns abends noch einmal anrief, um die Gruppe zu loben. Ein großes Lob an unsere Schülerinnen und Schüler!!!

Nachdem wir bereits die 1.-Mai-Parade und die Generalprobe für die Parade zum Tag des Sieges (8. Mai) auf dem Schlossplatz ausgiebig fotografiert hatten, entschlossen wir uns, am Tag des Sieges lieber nicht in die Innenstadt, sondern zur Erholung an den Strand Solnetshnoje zu fahren. Während sich einige gleich in ein Fußballturnier stürzten, sammelten andere SchülerInnen Holz für ein Lagerfeuer, an dem gegrillt werden sollte. Das Anzünden des Feuers gestaltete sich recht schwierig, da das Holz noch sehr feucht war. Zum Glück hatten wir einige deutsche Pfadfinderinnen dabei, sonst hätten wir unsere Würstchen wohl roh essen müssen!

Der Unterricht am Lyzeum Nr. 597, unserer Partnerschule, unterscheidet sich in vielen Dingen sehr von dem am Gymnasium Kerpen. Vor allem die Einbindung der Schüler in Aufräumarbeiten fanden wir Lehrerinnen sehr interessant – vielleicht können wir in diesem Punkt von den Russen lernen? Warum nicht SchülerInnen zum Mensadienst bestellen oder zu Aufräumarbeiten rund um die Schule? Unsere SchülerInnen jedenfalls hatten sichtlich Spaß am Fach „Aufräumen". Beim Vergleich des Mensaessens jedoch schnitt die Mensa der Europaschule deutlich besser ab...

Zusätzlich zum Tagesprogramm hatten die russischen SchülerInnen ein ausgiebiges Freizeitprogramm mit diversen Discobesuchen etc. entwickelt, so dass unsere SchülerInnen sehr vielfältige Eindrücke vom Leben in Russland bekamen.

Insgesamt war unserer Schüleraustausch sehr eindrucksvoll und lehrreich. Zudem hatten wir sehr viel Spaß und einige SchülerInnen haben enge Kontakte zu unseren russischen Austauschpartnern geknüpft.

Berichte und Fotos der Schülerinnen und Schüler, die am Austausch teilgenommen haben, finden sich übrigens auf der Website unserer Schule.

Katharina Hartmann

St. Petersburger SchülerInnen in Kerpen

Den gastgebenden Schülerinnen und Schülern aus St. Petersburg hatte der Austausch im Mai so viel Spaß gemacht, dass uns vom 2.-12. November 17 SchülerInnen hier besuchten. Schon im Vorfeld wurde die deutsche Flexibilität auf eine harte Probe gestellt, da sich die Teilnehmerliste bis zur Woche vor unseren Herbstferien mehrmals änderte: Eine Gastfamilie sprang noch in letzter Sekunde ein!

Der erste Schultag nach den Herbstferien war auch der erste Schultag der russischen SchülerInnen an unserer Schule – und sie äußerten sich gleich von Anfang an begeistert über die riesige Schule mit den vielen netten LehrerInnen, der tollen Mensa mit leckerem Essen und vor allem dem Schulleiter, der die Gäste sehr freundlich begrüßte – am liebsten hätten die Petersburger Herrn Ripp mit nach Russland genommen!

Da die einzige Fremdsprache an unserer Partnerschule in St. Petersburg Englisch ist, konnten unsere Gäste dem Unterricht kaum folgen. Vieles verstanden sie aber auch ohne Sprachkenntnisse: sie waren sehr erstaunt über das gute Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern an unserer Schule.

Sehr eindrucksvoll fanden sie auch den Empfang beim Bürgermeister der Stadt Kerpen, der sogar für jeden Gast eine Mappe mit Postkarten, Stadtplan etc. vorbereitet hatte. Kerpen lässt sich zwar nicht mit St. Petersburg mit fast 5 Mio. Einwohnern vergleichen, unseren Gästen hat das „hübsche kleine und so saubere Städtchen mit so freundlichen Verkäuferinnen, rücksichtsvollen Autofahrern und lächelnden Passanten" ausgesprochen gut gefallen.

Neben dem Besuch des Unterrichts an unserer Schule und einer Stadtbesichtigung Kerpens mit Frau Wöstmann, besuchten die russischen SchülerInnen auch den Kölner Dom, das Römisch-Germanische Museum und Aachen mit Frau Wöstmann und Frau Hartmann. Herr Marsall begleitete die Gruppe zusammen mit Frau Wöstmann nach Bonn ins Haus der Geschichte. Eindrucksvoll war auch der Besuch der Müllverbrennungsanlage in Köln. Vor allem die grünen Helme, die alle aufsetzen mussten, führten zu allgemeiner Belustigung.

Besonders gut gefallen hat den Gästen die Einführung ins Klettern an unserer Kletterwand durch Herrn Bildhauer und der Besuch der „Party on Ice" im Kölner Eisstadion.

Für den gemeinsamen (Ost-) Europa-Abend mit den Austauschschülern aus Polen wurde in der Küche unsere Schule zusammen gekocht: russische Bliny, deutsche Salate, Bratkartoffeln, Würstchen und Frikadellen, während die polnische Gruppe ihre Gerichte zu Hause vorbereitete. Außerdem hatte die polnische Gruppe einige Lieder für den Abend vorbereitet, die gemeinsam gesungen wurden. Auch die russischen SchülerInnen sangen uns ihr Lieblingslied vor.

Die russischen SchülerInnen haben sicher sehr vielseitige Eindrücke unserer Gegend und Lebensweise bekommen. Ob unseres Mülltrennungssystems waren sie schier sprachlos.

Auch die deutschen Gastfamilien kamen nicht umhin, einige russische Gewohnheiten näher kennen zu lernen. So waren sie über das Freizeitverhalten teils sehr verwundert – welcher deutsche Schüler geht auch schon von sich aus spazieren? Überrascht waren Eltern und Lehrer aber v.a. über das Organisationstalent und die Flexibilität der deutschen SchülerInnen, die sich bemühten, das Freizeitprogramm ganz nach den Wünschen der Gäste zu gestalten. Auch wenn sie so manches Mal elterliche Pläne in letzter Sekunden umkrempelten und die Nerven der Eltern manchmal ein wenig strapazierten, haben wir die gastgebende Schülergruppe sehr bewundert, die sich schon im Mai in St. Petersburg so unkompliziert und offen für andere Lebensweisen gezeigt hatte. Vielleicht können wir uns alle die Flexibilität unserer SchülerInnen zum Vorbild nehmen...

Die russischen Gäste waren begeistert vom Austausch – der Abschied an Natalja Lavrovas Geburtstag war sehr tränenreich, einzig die Aussicht auf den nächsten Austausch konnte die SchülerInnen ein wenig trösten.

Katharina Hartmann

13. Deutsch-Schwedischer Schüleraustausch 2003

Am Samstag, den 20.09.2003 war es soweit: der Gegenbesuch unserer schwedischen Austauschgruppe. Etwas verspätet, total durchschwitzt aus einem überhitzten Bus kamen die 11-köpfige Austauschgruppe und ihre Begleiterinnen Eva Cederberg(Leitung) und Ann Linnquist an. (Leider war die langjährige Leiterin Kerstin Labbé verhindert.) Die Wiedersehensfreude war groß. Nach kurzem Erfrischen in den Familien feierten wir am Abend ein großes Willkommens-Grillfest bei Familie Joks. Am Sonntag war dann erstmal Familientag, den ein großer Teil der Gruppe im Phantasialand verbracht hat. (Muss wohl sein!) Am Sonntagnachmittag trafen wir uns im Naturfreundehaus Obermaubach. Nach einem ausgedehnten Spaziergang zur Talsperre wurde erst einmal gekocht. Der Spielabend geriet allerdings etwas kurz – Phantasialand macht wohl müde! Trotzdem war der Abend ein Erfolg, da die Schüler auf den Zimmern einmal die Gelegenheit hatten in anderer Zusammensetzung miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Montag begrüßte Herr Ripp unsere Gäste und gab einen kurzen Rückblick über die Entwicklung von Schule und Stadt. Anschließend war der Pressetermin mit dem obligatorischen Gruppenfoto. Am Nachmittag lernten die meisten unserer Gäste das erste Mal eine deutsche Schulklasse kennen. Der Dienstag stand unter dem Motto „Ene Besoch em Zoo". Die Gruppe war begeistert – Das gibt es in Schweden nicht! Natürlich mussten danach die meisten auf den Dom! Nachdem die schwedischen SchülerInnen die Domumgebung allein erkundet hatten, trafen auch ihre PartnerInnen ein und der Nachmittag wurde in Köln mit „shoppen" verbracht. Am Mittwoch besuchten unsere Gäste die Kurse ihrer PartnerInnen. Donnerstag früh fuhren wir ab Horrem zu einer Stadtexkursion nach Aachen. (Pünktlichkeit ist nicht jedermanns Sache!) In Englisch (und manchmal Deutsch) wurde uns die Stadtgeschichte nahe gebracht. Nach dem Besuch des Doms gab’s noch Gelegenheit zur eigenen Stadterkundung. Am Freitagabend nach einem eher anstrengenden Schultag trafen wir uns zum abschließenden Pizzaessen. So eine Woche vergeht sehr schnell! Samstagmorgen um 6:30 Uhr musste leider schon Abschied genommen werden. So manche Träne floss unter der wehenden schwedischen Fahne!

Liesbeth Hedmark und Winfried Gumprich

Sport

Im Gymnasium Kerpen gehen die Schülerinnen und Schüler an die Decke

Aber Ärger kommt dabei nicht auf, denn sie gehen nicht, sondern sie klettern! Seit Beginn dieses Schuljahres hat unsere Schule im Turntrakt der „alten" Sporthalle eine Kletterwand. Damit haben wir Sportlehrerinnen und –lehrer eine weitere Möglichkeit, modernen Sportunterricht zu realisieren. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sprossenwand, Reck und Kasten out sind. Aber die Schülerinnen und Schüler sollen die Chance erhalten, auch neuere Sportarten, soweit sie als sinnvoll erachtet werden können, kennen zu lernen. Im vergangenen Schulhalbjahr wurde die neue Wand zum ersten Mal in den Unterricht integriert. Unter der pädagogischen Perspektive Etwas wagen und verantworten erprobten sich Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Klassenstufen in bis zu acht Metern Höhe mit viel Spaß und Motivation im Klettern und Sichern. Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist das Klettern eine völlig neue Erfahrung. Zum einen gehören Mut, Vertrauen und Risikobereitschaft für die jeweiligen Kletterer dazu, obwohl sie natürlich ständig von ihren unten stehenden Mitschülern mithilfe eines sogenannten Topropes (Kletterseil) gesichert werden. Zum anderen übernehmen eben diese sichernden Schüler sehr viel Verantwortung und stehen in besonderer Sorgfaltspflicht. So fördern und fordern das Klettern in hohem Maße die soziale Kompetenz und die Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Tom Bildhauer

Schüler - Staffel - Marathon in Pulheim

Am Sonntag , den 11. Januar 2004 machten sich die Schüler Sebastian Gast (5.4), Sascha Dittrich (8.4), Marco Scheiper (8.8), Nils Kornder (8.8), Niklas Kornder (8.8), Jessica Kowalczuk (8.4), Sergej Kesik (8.4), Nora Coenen (7.7) und Lars Guse (8.4)  auf, um am Pulheimer Schüler-Staffel-Marathon teilzunehmen. Die 42,195 km lange Strecke war diesmal in neun Etappen unterteilt. Die erste Etappe betrug 2,195 km; danach folgten 8 mal 5 km. Unter sehr ungünstigen äußeren Bedingungen wie heftigem Wind, Regen und tiefen Pfützen wurden 5 km zu einer anstrengenden Prüfung für jeden einzelnen Läufer. Um so beachtlicher war die Endzeit von 3:37:51. Das Gymnasium Kerpen erreichte damit einen hervorragenden 5. Platz von allen teilnehmenden Staffeln, und in der Schulwertung einen 3. Platz.

Herzlichen Glückwunsch für diese tolle Leistung!

Ingrid Horchler-Schäfer

Die Schul-Homepage

http://www.gymnasium-kerpen.de - Neues von der Schulhomepage

Kaum vorstellbar, wie das war: in der grauen Vorzeit, der Zeit ohne Schul-Homepage! 2500 Menschen schauen sich momentan die Website pro Monat an, das sind im Durchschnitt 83 pro Tag! Und suchen nach AG-Themen, Klausurterminen, Oberstufen- und Differenzierungsfächern, nach dem Schulprogramm oder Berichten über die letzten Sport-, Musik- oder Theateraufführungen und vielen anderen Informationen über die Schule. Sie suchen nicht nur – sie finden auch!

Die 5 meistangeklickten Seiten im Januar: Gymnasium aktuell, die Lehrergalerie, die Lobecke, der Blick über den Zaun und die Klausurtermine. Die Besucherzahlen schwanken, allerdings in sehr nachvollziehbarer Weise: Nach einer spektakulären Theateraufführung an unserer Schule suchen die Mitwirkenden, ihre Familien und Freunde die Berichte auf der Homepage. Ich bemühe mich dabei, möglichst schnell Fotos und Texte zu publizieren, so dass oft schon am Tag der Premiere die Fotos der Generalprobe zu sehen sind – das interessiert natürlich viele! Als im November 2003 die Lehrer-Galerie online ging, schnellten die Besucherzahlen in die Höhe: „Komm schnell, meine Mathelehrerin ist im Internet!"

Die Lobecke ist ebenfalls eine attraktive Seite: Jede/r von uns weiß, wie ungeheuer motivierend ein Lob sein kann; um so positiver wirkt es sich aus, wenn die Schulöffentlichkeit erfährt, wer sich mit guten Leistungen, mit Engagement und Initiative herausragend verhalten hat. Deshalb der Aufruf an alle LeserInnen: Wenn es Ihnen am Herzen liegt, ein Lob loszuwerden – nur zu! Ein kurzer Hinweis, eine Mail (bernd.woidtke@t-online.de) genügen.

Das Gästebuch der Homepage wurde seit Ende Juni 2003 insgesamt 8786mal aufgerufen. Die Beiträge sind von sehr unterschiedlicher Art: Aufrufe zur Unterstützung der Maddogs, der Rollhockey-Mannschaft der Schule, Grüße aus Übersee von ehemaligen Schülern, Kritik am Layout der HP, Dank für die Klausurtermine, die es jetzt online gibt, bis zu solch existenziellen Fragen wie: „Welche Woche haben wir?" Das Gästebuch ist moderiert, d.h., die Eintragungen werden an den Moderator geschickt, der sie dann frei schaltet. Seitdem wir diesen Modus eingeführt haben, ist die Zahl der nicht druckfähigen Beiträge erheblich zurückgegangen, allerdings gibt es auch nur relativ selten kritische Äußerungen, da offenbar viele Leute sich nicht trauen, mit ihrem Namen hinter ihrer Kritik zu stehen. Aber insgesamt ist das Gästebuch eine Art Trendbarometer: Man erfährt, was Sache ist, worüber diskutiert wird, was den Leuten am Herzen liegt.

Michael Stachowski und Sebastian Frambach haben zusätzlich auf ihrer Homepage ein Forum mit einem Chat eingerichtet: http://web920.berlin240.server4free.de/chat/index.php. Hier kann man online miteinander plaudern, Michael und Sebastian achten drauf, dass der Umgangston zivilisiert bleibt.

Was ist in Zukunft geplant?

Die HP soll den Servicebereich noch mehr als bisher bedienen: An- und Abmeldeformulare sollen als Download abrufbar sein, Unterrichtsmaterialien, Fachkonferenzprotokolle und andere Infos ebenfalls. Ein passwortgeschützter Intranet-Bereich soll Informationsmaterial für Kolleginnen und Kollegen enthalten. Ein kompletter Relaunch, d.h. eine Neugestaltung des Layouts der Website, ist eine schon längere Zeit gehegte Idee, die mit der Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Schulprogramms einher gehen kann.

Und zum Schluss die Bitte: Wenn Sie einen Vorschlag haben, eine Idee, einen Verbesserungswunsch – bitte informieren Sie mich, ich bin für alle neuen Gedanken sehr dankbar!

Bernd Woidtke

Hier zwei Beispiele aus der Lobecke:

Jedes Jahr eine gute Tat

Im Dezember 2002 hatten wir, die damalige Klasse 9.5, auf dem Horremer Weihnachtsmarkt zum zweiten Mal selbst gebackene Plätzchen für einen guten Zweck verkauft. Nachdem im Jahre 2001 der Erlös an hilfsbedürftige Menschen in Kerpen ging, hatten wir beschlossen die Gelder aus 2002 den Flutopfern in Dresden zu spenden, dem Ort unserer für September 2003 geplanten Klassenfahrt. Dort bekamen wir noch viele Eindrücke, von den riesigen Schäden, die die Wassermassen der Elbe und vieler Nebenflüsse im August 2002 verursacht hatten. Wir übergaben 410 Euro an die evangelische Kirchengemeinde in Bad Schandau und trafen damit auf großen Dank und viel Herzlichkeit. Vor allem die Tatsache, dass Jugendliche aus Nordrhein- Westfalen das Schicksal dieser Menschen im entfernten Sachsen berührt hat und dass sie sich so für sie eingesetzt haben, wurde von den Betroffenen der Flut sehr gelobt und besonders anerkannt. Bereits nach wenigen Tagen erreichte uns ein Schreiben dieser evangelischen Kirchengemeinde, in dem uns nochmals sehr herzlich gedankt wurde.

Wir waren froh, diesen Menschen zumindest ein Stück weit geholfen zu haben. So war es für uns selbstverständlich, auch im Dezember 2003 wieder die Plätzchenaktion auf dem Horremer Weihnachtsmarkt zu starten. Wie in den Jahren zuvor gaben wir uns große Mühe bei der Bereitung des Gebäcks. Zunächst spendete jeder Schüler fünf Euro seines Taschengeldes für den Kauf der notwendigen Backzutaten. Aufgeteilt in sechs Gruppen backten wir an mehreren Tagen ungezählte Bleche mehrerer Sorten. Schokocrossies, Kokosmakronen, Rumkugeln und Müsliplätzchen waren nur einige der vielen Leckereien. Zuletzt wurden die Plätzchen in ansprechende weihnachtliche Tüten verpackt.

Der Erlös sollte dieses Mal dem Kerpener Hospizverein zugute kommen. Diese Einrichtung hat sich zur Aufgabe gemacht, u.a. unheilbar Kranke und Sterbende ehrenamtlich auf ihrem letzten Weg zu begleiten und deren Angehörige und Freunde zu entlasten. Am letzten Schultag waren wir stolz einen Scheck über 539 Euro dieser Einrichtung überreichen zu können. Wir hoffen, dass wir auch diese Menschen mit unserer Spende ein wenig unterstützen konnten.

Norbert Schorn (Klassenlehrer) und Kerstin Brüngel für die Klasse 10.4

Erfolg bei der Mathe-Olympiade!

Im Herbst haben wieder Schülerinnen und Schüler unserer Schule bei der Mathe-Olympiade mitgemacht. Die erste Runde wurde in Form von Hausaufgaben bearbeitet, die zweite Runde in Form einer Klausur am Samstag, den 15. November am Erftgymnasium in Bergheim. Dort durften Svenja Elsemann (5), Daniel Christea (6), Natalie Jeub (6), Nils Recken (8), Leo Rolff (8), Sebastian Schallenberg (8) und Julian Witzel (8) teilnehmen und haben gezeigt, dass sie eine Menge von Mathe verstehen und dass Mathe Spaß machen kann.

Ein großes Lob an diese Schülerinnen und Schüler!!!!

Die Aufgaben können jetzt alle Interessierten im Internet unter mathe-wettbewerbe-nrw.de nachlesen. Wer selbst einmal mitmachen möchte kann sich bei Frau Ulbrich oder Herrn Schiele melden!

Cornelia Ulbrich

Neues aus dem Lehrerkollegium

Neue Lehrerinnen und Lehrer

Man kann es kaum glauben - aber wir haben in diesem Schuljahr 12 - in Worten: zwölf!!! - neue Kollegen und Kolleginnen bekommen. Es ist ein gutes Gefühl: Alle bringen neue Sichtweisen und neue Ideen mit. Die älteren Kollegen haben wertvolle Erfahrungen an anderen Schulen gemacht, die sie nun hier einbringen können, und die jungen Kollegen beginnen ihr Arbeitsleben mit viel Energie und bringen neuen Schwung in die Schule.

Mathematik ist das Fach, das von vier Neuen unterrichtet wird: Frau Traute Lepper-Isbein unterrichtet Mathematik und Physik, eine immer noch recht seltene Fächerkombination für eine Frau. Gerade dies könnte unseren Mädchen ein Beispiel und Ansporn sein, den Bereich "Naturwissenschaften" nicht automatisch den Männern zu überlassen. Also, Mädels, ran an die Naturwissenschaften!

Frau Ulrike Dreyer unterrichtet Mathematik und Musik, auch eine ungewöhnliche Fächerkombination. Es gibt jedoch durchaus Verbindungen zwischen der Mathematik und der Musik - fragt mal Frau Dreyer!

Frau Andrea Dunkel unterrichtet Mathematik und Erdkunde. Sie hat gerade ihre Referendarzeit beendet und kann nun als Klassenlehrerin zusammen mit ihrer Klasse 5.4 die Geheimnisse unserer Schule ergründen.

Herr Dirk Backhausen - schon wieder so ein erstaunlicher Fall! Er unterrichtet Mathematik und Pädagogik und praktische Philosophie, ein Naturwissenschaftler, der auch die Geisteswissenschaften liebt!

Auch das Fach Englisch brauchte dringend Verstärkung: Frau Inge Brandt unterrichtet Englisch und  auch Französisch - genau die richtige Frau für eine Europaschule mit 4 englischsprachigen und 2 französischsprachigen Partnerschulen.

Herr Tom Brosius hat gerade seine Referendarzeit beendet, schon ist er Tutor und Klassenlehrer -direkt hinein ins volle Lehrerleben. Er unterrichtet Englisch und Geschichte und wird daher auch häufig im bilingualen Zweig eingesetzt werden.

Neben Mathematik und Englisch ist natürlich Deutsch das Fach, das mit sehr, sehr vielen Stunden an der Schule gebraucht wird: Neu als Deutschlehrer ist Herr Gerhard Schutte, sein zweites Fach ist Geschichte. Er hat vorher am Gutenberg-Gymnasium unterrichtet, zu dem zu Schuljahrsbeginn Herr Thies gewechselt hatte.

Frau Annette Wilbers-Drerup unterrichtet Deutsch und Pädagogik. Sie musste gleich einen Abiturkurs übernehmen. Sie wird sich in Zukunft auch um die Weiterentwicklung von Europa-Projekten kümmern.

Frau Tanja Müller-Verse kann in drei Fächern unterrichten: Deutsch, Pädagogik und Französisch - sie musste also nicht nur viele neue Schüler/innen kennen lernen, sondern auch die drei Fachkonferenzen, in denen jeweils diejenigen Kollegen und Kolleginnen zusammenarbeiten, die das gleiche Fach unterrichten.

Frau Nicole Garcia Körfges unterrichtet Deutsch und Spanisch. Wir haben ja sehr viele Schüler/innen, die sich für das Fach Spanisch interessieren. Sie werden sicherlich davon profitieren, dass Frau Garcia Körfges - man sieht es ja am Namen - auch spanische Vorfahren hat.

Deutsch ist auch das Fach von Herrn Dominik Kemper, der als neuer Sportkollege ebenso dringend gebraucht wurde. Auch Herr Kemper hat gleich eine fünfte Klasse als Klassenlehrer übernommen.

Eine neue Lehrerin hat keines der drei oben genannten Fächer: Frau Ulrike de Gavarelli darf immerzu das schöne Fach Kunst unterrichten, man darf davon ausgehen, dass Kunst ihr nicht nur als Unterrichtsfach, sondern auch persönlich wichtig ist. Da Kunst immer mit nur 2 Stunden pro Woche unterrichtet wird, bekam sie zu Beginn des neuen Schuljahrs 11 neue Klassen. Das ist bestimmt nicht leicht, auf einmal so viele neue Menschen kennen zu lernen!

Wir wünschen unseren neuen Kolleginnen und Kollegen, dass ihnen die Arbeit an unserer Schule Freude machen wird, dass sie sich im Kollegium gut einleben und schnell Freunde finden werden, und natürlich wünschen wir ihnen lauter nette und fleißige Schülerinnen und Schüler!!!!

Christiane von Freeden

Letzte Meldung:

Zum 1.2.2004 begannen zwei neue Englischlehrerinnen ihre Tätigkeit an unserer Schule. Frau Susanne Rose hat eine feste Stelle bei uns bekommen und unterrichtet Erdkunde und Englisch. Sie wird viele Klassen und Kurse von Frau Castor übernehmen, die ihre Mutterschutzzeit begonnen hat. (Wir wünschen Frau Castor alles Gute für das wachsende Baby!) Frau Kerstin Fränkel unterrichtet Englisch und Deutsch. Sie hat gerade ihre Referendarzeit beendet und bekam bei uns einen Zeitvertrag.

Christiane von Freeden

Lehrerfortbildung

Am 17. 12. 2003 fand der jährliche Fortbildungstag des Lehrerkollegiums statt. Wir waren uns gleich einig, dass wir unsere Aufmerksamkeit in diesem Jahr auf das Thema "Ganztagsschule" richten wollten.

Zum einen lag es in der Luft: Alle Welt redet zur Zeit von Ganztagsschule, man kann kaum eine Zeitung aufschlagen, ohne wieder auf dieses Thema gestoßen zu werden. Nach den Ergebnissen der PISA-Studie sah es ja für manchen (Politiker?) so aus, als sei die Ganztagsschule eine mögliche Rettung des deutschen Schulsystems. Nun sind wir hier seit über 30 Jahren Ganztagsschule und wissen recht gut, was Ganztagsschule verspricht und was Ganztagsschule hält. Das, was zur Zeit in Nordrhein-Westfalen als "Ganztagsbetreuung" angepriesen wird, ist recht weit von dem entfernt, was wir für gute Ganztagsschule halten, allerdings ist es billiger als eine richtige Ganztagsschule.....

Zum anderen machen wir schon so lange Ganztagsschule, dass wir es für nötig halten, über eingefahrene Wege und über die Jahre verfestigte Strukturen nachzudenken. Gerade die Tatsache, dass wir in den letzten zwei Jahren so viele neue und junge Kollegen und Kolleginnen bekommen haben, gab den Anstoß: Wir wollen den Neuen deutlich machen, was unser Konzept und unser Ziel  ist, und wir wollen den frischen Blick der Neuen auf unsere Schule nutzen, um Verbesserungen in Gang zu bringen.

Das Thema der Tagung hieß somit "Fordern und Fördern am Ganztagsgymnasium".

Nachdem Herr Ripp Kollegium, Gäste und Referenten begrüßt hatte, hielt Gerhard Regenthal den Einführungsvortrag mit dem Thema "Wie können Corporate Identity- Strategien genutzt werden, um eine Profilierung und Professionalisierung der Schule zu bewirken?" Herr Regenthal ist ein professioneller Unternehmensberater, der sich auf die Beratung von Kommunen, Krankenhäusern, Non- Profit- Organisationen, Schulen usw. spezialisiert hat. Nach seinem sehr interessanten Vortrag, der mit viel Beifall bedacht wurde, ging es nach einer kurzen Kaffeepause in verschiedene Arbeitsgruppen. Dies waren die Themen der Arbeitsgruppen:

1. Vertiefung des Vortrags und erste Erfahrungen im Umgang mit Corporate Identity-Strategien

2. Förderungsmöglichkeiten von besonders begabten Schülern und Schülerinnen

3. Förderungsmöglichkeiten von schwachen oder problematischen Schülern und Schülerinnen

4. Neue Wege der Elternarbeit

5. Gestaltung der außerunterrichtlichen Phasen an einer Ganztagsschule

Unterbrochen wurden die Arbeitsgruppen durch ein Mittagessen in unserer Mensa.

Am späten Nachmittag trafen wir uns alle wieder in der Aula und stellten uns gegenseitig die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen vor. Nun liegt es an uns, den nächsten Schritt zu tun und alle guten Ideen, die an diesem Tag erarbeitet wurden, in die Tat umzusetzen.

Christiane von Freeden