GYMNASIUM DER STADT KERPEN – EUROPASCHULE AKTUELL
August 2006
Textversion - Die Vollversion mit Fotos ist im Sekretariat der Schule
erhältlich
Abitur 2006
Was ist der Unterschied zwischen unserer Abiturfeier
und der Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates 2006? Bei der
Jahrestagung benötigten alleine die ersten sechs Begrüßungsredner zwei Stunden.
Entnervt verließ der NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, der eigentliche
Hauptredner, die Versammlung in Schmallenberg... er hatte keine Lust mehr...
Bei der Abiturfeier 2006 kam erst gar keine Langeweile auf: Die Reden waren kurz
und knackig. Herr Ripp, der Schulleiter, freute sich in seiner launigen Rede
zunächst über die grammatischen Fortschritte der Abiturienten; dann wies er
darauf hin, was viel wichtiger sei: Toleranz und gegenseitiger Respekt -
besondere Lernziele der Europaschule. Die Bürgermeisterin Marlies Sieburg
erinnerte sich an ihre Schulzeit; Frau Baumann, die engagierte
Schulpflegschaftsvorsitzende wünschte den Abiturienten nach dem Überstehen der "TherABI-Anstalt"
viel Erfolg für die Zukunft. Und so kamen die beiden Hauptredner des Abends bald
zu Wort: Ingeborg Holke und Constantin Mundt hielten für die Jahrgangsstufe 13
die Abiturrede. Sie enthüllten einige Geheimnisse ihrer Schullaufbahn, darunter
einen Trick, wie man es doch schaffen kann, mit Jacken unbemerkt in die
Klassenräume zu gelangen (wird hier natürlich nicht verraten!), sie berichteten
über die Kursfahrten im letzten Herbst, die nicht nur bei den Schülerinnen und
Schülern bleibende Eindrücke hinterlassen haben - natürlich nur in
kulturell-historisch-politisch-geographischer Hinsicht...
Die Reden wurden eingerahmt von drei sehr unterschiedlichen aber gleichermaßen
beeindruckenden musikalischen Highlights:
Julia Lohre, aus der Big Band vielen bekannte außergewöhnliche Querflötistin,
spielte, begleitet von Herbert Vietor, das "Menuet et Badinerie" aus der Suite
h-moll von Johann Sebastian Bach. Angélique Hölzemer, Harfe, und Hanna-Mareike
Engels, Klavier, boten Verzaubertes: "Andro" von Bernadette Kerscher. Julia
Lohre, Querflöte, Christoph Klenner, Saxophon, Christoph Emmerich, Trompete,
Holger Böhne, Klarinette, und Benny Kuhtz, Schlagzeug, spielten "La Broucha" von
Fritz Bauer in einem Arrangement von Christoph Klenner. Alle Beteiligten zeigten
damit, dass wir nicht nur sympathische und kluge Schülerinnen und Schüler gehen
lassen, sondern fortan auch auf hervorragende Musikerinnen und Musiker
verzichten müssen, deren Kunst das kulturelle Leben an unserer Schule jahrelang
geprägt hat.
"Abitur" - dieses Wort hat seine ethymologische Wurzel im Lateinischen
"Weggehen" - dieser Gedanke, formuliert im ökumenischen Abiturgottesdienst, zog
sich durch die Abiturfeier. Viele von uns Lehrern sind einerseits stolz und
glücklich, an einer entscheidenden Lebensphase junger Menschen mitgewirkt zu
haben und jetzt das Ergebnis in Form des Abiturs einer Jahrgangsstufe zu sehen.
Andererseits werden wir diese ehemaligen Schülerinnen und Schüler auch
vermissen, die uns neun Jahre lang begleitet haben. So können wir nur dazu
aufrufen, um beim Motto des Abiturjahrgangs zu bleiben ("TherABI 06 - wir
verlassen die Anstalt!"): Werdet gelegentlich rückfällig und lasst euch
vorübergehend wieder in die Anstalt einliefern - eure Pfleger freuen sich auf
euch!
Bernd Woidtke
Europaschule
Zu Gast im Europa-Parlament
Europa einmal hautnah zu erleben- wer würde sich dies nicht wünschen angesichts eher abstrakter Vorstellungen und Begriffe, angesichts von folgenschweren Verordnungen und Beschlüssen und angesichts widersprüchlicher Meldungen über Europa, die durch die Presse geistern?
Eine Gruppe von 40 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10
unserer Schule hatten sich dieses Privileg hart erarbeitet. Als Sieger und
Siegerinnen der Sprachenolympiade und als Projektgewinner des Wettbewerbs „Haus
Europa- Einheit und Vielfalt“ durften sie als Lohn für ihre Mühe einen Tag als
Gäste der Europaabgeordneten Ruth Hieronymie in Brüssel verbringen. Natürlich
war die Besichtigung des Plenarsaals nicht minder beeindruckend als die
geschäftige Atmosphäre, die in den Fluren und der Lobby des Gebäudes herrschten.
Höhepunkt war aber zweifellos die Einführung in die europäischen politischen
Strukturen durch Frau Hieronymie selbst, die an anschaulichen Beispielen
Organisation und Funktion der Europapolitik und –administration erläuterte. Ob
Zuckerverordnung oder Normen für Obst und Gemüse, ob Mediengesetz oder
Bildungspolitik- immer verstand sie es, den Bezug zwischen den Aktivitäten in
Brüssel und den BürgerInnen in den einzelnen Mitgliedstaaten herzustellen. Ohne
jede Scheu konnten dann auch die SchülerInnen ihre Fragen loswerden, nach
Praktikumsplätzen im EU-Parlament, nach der Zukunft der Verfassung oder danach,
wie die europäische Sprachenvielfalt in Brüssel gemanagt wird. Zwei Stunden
waren wie im Flug vergangen, die Zeit zu kurz, um alles loszuwerden. Mit einem
kleinen Präsent bedankten sich die Schülerinnen und Schüler der 10.6 bei Frau
Hieronymie. Sie überreichten ihr einen Film, dessen Drehbuch sie selbst verfasst
hatten und den sie – überwiegend in ihrer Freizeit- selbst gedreht hatten. Thema
des Films war die Geschichte der EU von den Anfängen
(Schumann-Erklärung) bis zum Beitritt der 10 neuen Mitgliedstaaten am 1. Mai
2004. Besonderer Clou des Films: Die einzelnen Länder stellten sich und ihre
Beitrittsmotive in den jeweiligen Landessprachen vor. Während Englisch,
Französisch und Spanisch leicht über die Lippen kamen, waren Estnisch, Lettisch
und Litauisch schon eher eine Mutprobe, die die schauspielernden SchülerInnen
aber souverän bewältigten.
Nach dem Besuch im EU-Parlament war die Altstadt von Brüssel zur Erkundung
freigegeben, wobei die ein oder andere überraschende Entdeckung gemacht werden
konnte. So erging es der Gruppe der begleitenden LehrerInnen, die – auf der
Suche nach besonders feinen belgischen Pralinen- zwar nicht fündig wurden,
stattdessen aber unvorhergesehen vor dem Denkmal Egmonts, des berühmten
niederländischen Freiheitskämpfers, standen. So fand der Besuch in Brüssel
keinen kulinarischen, sondern einen würdigen geistesgeschichtlich-historischen
Abschluss.
Annette Wilbers-Drerup
St. Petersburg Austausch: Rückaustausch 2005 fand erst 2006 statt!
Eigentlich sollten unsere Austauschpartner schon im November kommen, aber die russischen Behörden, die schon wieder neue Papiere von uns wollten, zwangen uns dazu, den Rückaustausch 2005 auf die Zeit vom 21. März bis 2. April 2006 zu verlegen. Als die russischen Behörden sich endlich mit unseren Dokumenten zufrieden gaben, atmeten alle auf – jedoch zu früh, wie sich später herausstellen sollte: Nun hatte auch noch die deutsche Botschaft in St. Petersburg neue Ideen, wie man Austausch-Lehrern bei der Visa-Beantragung das Leben schwer machen kann. Unsere Austauschpartner mussten mehrere Passfotos machen lassen, bis sie endlich die deutsche Botschaft zufrieden stellen konnten – die neuen europäischen Normen für Passfotos sind Petersburger Fotografen noch nicht so ganz geläufig. Ein weiteres Novum bei der Visaaustellung für Schüleraustauschprogramme war, dass die deutsche Botschaft nun auf einmal eine Liste mit den deutschen Partner-Adressen jedes einzelnen russischen Schülers forderte – kein Problem, Frau Genthe und Frau Püngel kennen sich mit Faxen nach Russland ja mittlerweile blendend aus! Als die Botschaft dann auch noch einen Schüler nicht ausreisen lassen wollte, weil dessen Vater in den USA lebt und der Schüler eventuell den Austausch nur als Absprungstelle für eine illegale Einwanderung in die USA benutzen könnte, waren wir am Rande der Verzweiflung. Erst einen Tag vor dem Abflug bekamen unsere Partner ihre Visa!
Der Aufenthalt in Deutschland war durch großes Engagement der deutschen
Partnerinnen und Partner gekennzeichnet. So hatten Christiane Falter, Julia
Knepper und Vanessa Pohl (alle aus dem Differenzierungskurs Russisch, Klasse 10)
eine Schulführung in russischer Sprache vorbereitet und führten sie souverän
durch – sowohl die russischen Schüler als auch die Lehrerinnen waren sehr
erstaunt, wie man nach knapp zwei Jahren Russischunterricht so gut sprechen
kann. Sarah Groten (9.4) und Larissa (9.4) und Verena Klaß (Jgst. 12) schickten
russische und deutsche Partner auf eine toll ausgearbeitete und sehr schön
formatierte (Buntkopien!!!) Rallye in englischer Sprache durch Kerpen. Stefan
Bister (J 12) stellte den russischen SchülerInnen den Kölner Dom vor und Alina
Breland (10.3) und Xenia Fink (10.7) machten eine Stadtführung durch Köln.
Natürlich haben die russischen SchülerInnen auch am Unterricht teilgenommen und
lernten im Russischunterricht in einer Tandemphase deutsche Farben und
Kleidungsstücke und brachten ihrerseits den deutschen SchülerInnen die
russischen Ausdrücke bei und unterhielten sich mit ihnen über Kleidung und Mode.
Ein ganz großes Lob noch einmal an alle deutschen AustauschpartnerInnen für die
sehr gute Vorbereitung der einzelnen Programmpunkte und die hohe Bereitschaft,
alles zu tun, damit es unseren GastschülerInnen hier bei uns gefällt. Die
russischen SchülerInnen und deren Eltern sind euch sehr dankbar und ganz
begeistert von euch. Vielen Dank!
Während der Vorbereitung des Rückaustausches lief
auch schon die für die diesjährige Fahrt nach St. Petersburg auch Hochtouren.
Das russische Generalkonsulat in Bonn zeigte sich bei der Visabeschaffung
übrigens deutlich zuvorkommender als das deutsche in St. Peterburg: Man hatte
mir als Termin für die Abholung der Pässe den 8. Mai genannt – Donnerstag vor
diesem Termin rief mich der Zuständige für Austauschprogramme an, um mir zu
sagen, dass das Konsulat an diesem Tag eventuell wegen des russischen Feiertags
„Tag des Sieges“ geschlossen sei und bot mir an, die Pässe bereits am nächsten
Tag oder zu jedem beliebigen anderen Termin nach dem 9. Mai abzuholen!
Auch mit den Flügen hatten wir Glück: Germanwings fliegt jetzt auch nach St.
Petersburg ,und zwar von Köln-Bonn aus. Mit dem Wetter hatten wir etwas weniger
Glück: Zwar hatten wir fast jeden Tag Phasen mit strahlendem Sonnenschein, aber
auch Phasen mit plötzlich auftretendem Platzregen, so dass am dritten Tag
einigen SchülerInnen die trockenen Sachen ausgingen. Zum Glück trockneten die
nassen aber dann doch recht schnell.
In der Schule wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Leider konnte die
Schulleiterin uns nicht empfangen, da sie mit angebrochener Hüfte zu Hause im
Bett lag. Die Petersburger waren von der russischen Schulführung an der
Europaschule so beeindruckt, dass sie einen Schüler des einzigen Deutschkurses
an unserer Partnerschule verpflichteten, eine deutsche Führung durch die Schule
Nr. 253 zu machen. Er zeigte uns viele Räume, in denen gerade Unterricht
stattfand. Die Lehrerinnen und Lehrer fühlten sich gar nicht gestört, sondern
erklärten bereitwillig, wie ihr Fach unterrichtet wird. So erfuhren wir von der
Informatiklehrerin, dass die SchülerInnen in den unteren Klassen erst einmal die
Anwendung der verschiedenen Office-Programme lernen. Natürlich konnten die
deutschen SchülerInnen beim gemeinsamen Unterricht mit ihren PartnerInnen noch
tiefere Eindrücke in den russischen Schulalltag gewinnen. Auch ein
Volleyball-Turnier zwischen deutschen und russischen Partnern fand in der Schule
statt. Highlight des Unterrichts war aber die Abschiedsfeier der Klassen 9 und
11 in der Aula.
Nach dem Unterricht hatten wir genügend Gelegenheit die Stadt St. Peterburg
kennen zu lernen. Unsere Partner hatten ein großes Programm für uns
zusammengestellt: Eremitage, Puschkin-Museum, Gärten und Brunnen von Peterhof,
Bernsteinzimmer, Coca-Cola Betrieb, Grillen am (nassen) russischen Strand, ein
Abend im Ballet (Tschaijkowskijs Schwanensee) und vieles mehr. Nach dem
Besichtigungsprogramm ging es für unsere SchülerInnen oft erst richtig los – die
Freizeitbeschäftigungen russischer Jugendlicher scheinen doch sehr anstrengend
zu sein! Unsere Kerpener SchülerInnen konnte jedoch nichts aus der Fassung
bringen, sie machten alles bereitwillig mit – es hat viel Spaß gemacht mit euch!
Katharina Schulte-Mattler
Schwedenaustausch 2006
Vom 20. bis zum 27. Mai machten sich sechs Jungs und sechs Mädels der Stufen 10-12 mit den betreuenden Lehrern Frau Hedmark und Herrn Gumprich auf die lange Reise nach Simrishamn in Süd-Schweden. Alle waren sehr gespannt darauf, die Gastfamilien, das Land und vor allem den Schulalltag dort kennen zu lernen. Um nicht ganz unvorbereitet in den schwedischen Alltag zu starten und Fettnäpfchen zu vermeiden, wurden wir bei drei Vorbereitungstreffen und der ganztägigen Zugfahrt von Herrn Gumprich und Frau Hedmark über die wichtigsten schwedischen Benimmregeln aufgeklärt.Die wichtigsten Regeln lauteten: 1.) Beim Betreten eines Hauses die Schuhe ausziehen und 2.) nach jedem Essen „Tack för maten!“ ins Deutsche übersetzt: „Danke für das Essen!“
An drei Tagen haben wir mit unseren Partnern den Schulunterricht besucht und
waren sehr angetan, sowohl vom Gebäude als auch vom dortigen Unterricht und der
allgemeinen Atmosphäre. Die Schule bietet viele gemütliche
Aufenthalts-gelegenheiten für die Schüler, wie bequeme Sessel und gepolsterte
Bänke auf den Korridoren, einen eigenen großen Raum mit Sofas und einen kleinen
Kiosk mit Tischen und Stühlen, wo man eigentlich immer Schüler antrifft, die
dort vor allem Karten spielen. Um die Mittagszeit ist die Mensa für einige
Stunden geöffnet, so dass man dort täglich sehr lecker essen gehen kann. Im
Gegensatz zu unserer Mensa kann man sich dort selbst bedienen, man isst von
Tellern und mit sauberem Besteck und darf so viel nehmen wie man möchte. Da die
Schule erst ab Klasse 10 ist und nicht alle Schüler gleichzeitig Schluss, haben
gibt es auch keine langen Wartezeiten.
Das Interessanteste war jedoch der Unterricht. Die Lehrer waren sehr freundlich
und unterrichteten extra auf englisch, damit wir auch etwas verstehen konnten.
Außerdem werden die Lehrer von den Schülern geduzt und es herrscht ein sehr
lockeres Verhältnis. Respektprobleme gibt es dabei aber nicht. Die Schüler sind
sehr diszipliniert und erledigen auch noch wenige Stunden vor den Sommerferien
ihre Aufgaben. Dass wir unsere Lehrer siezen müssen, können sie sich gar nicht
vorstellen und haben besorgt gefragt, ob es schlimm sei, falls man einen Lehrer
mal duzt. Trotz alledem ist Schule dort auch kein Zuckerschlecken. Alle Klassen
haben in sämtlichen Fächern mehrstündige Klausuren geschrieben, in denen
Aufgaben aus den verschiedensten Bereichen vorkamen. Insgesamt können die
schwedischen Schüler und vor allem auch die schwedische Mensa uns ein Vorbild
sein! Wir haben allerdings eindeutig das bessere Notensystem, um das wir von den
Schweden beneidet werden, weil wir vor allem mit unserem Punktesystem in der
Oberstufe sehr kleinschrittig und genau bewertet werden können. Ein anderes
schwedisches Markenzeichen ist sicher, dass es überall zahlreiche Cafés gibt, in
denen man hauptsächlich belegte Baguettes essen kann. Für Schüler in unserem
Alter dienen sie vor allem auch als Treffpunkte in der Freizeit. Und essen tun
die Schweden auch ganz gerne. Wenn wir unterwegs waren, sind wir zwischendurch
immer etwas essen gegangen. Also vier bis fünf Mahlzeiten am Tag sind da nichts
Ungewöhnliches. Zu den Brotmahlzeiten kann man noch sagen, dass in Schweden
nicht von Brettchen gegessen wird, sondern direkt vom Tisch bzw. Tischdeckchen
und auch nicht jeder sein eigenes Besteck bekommt, sondern dieses wird zu jeder
Zutat hinzugelegt, wie z.B. Butter, Marmelade, und dann wird dieses eine Messer
von allen mitbenutzt und immer wieder zurückgelegt.
Am letzten Tag sind wir dann mit der ganzen Gruppe in die Studentenstadt Lund
gefahren. Dafür brauchten wir erst einmal 1 ½ Stunden mit dem Bus und
anschließend sind wir dann noch mal eine gute halbe Stunde Zug nach Malmö
gefahren, wo wir dann shoppen gehen konnten. Für uns ungewöhnlich lange
Fahrzeiten, für die Schweden Alltag!
Insgesamt war diese Woche sehr erlebnisreich und jeder wäre gerne noch länger
dort geblieben!
Madeleine Woythe 11.03
Taizé-Fahrt
Fröhliche Kerpener Schülerinnen und Schüler in Taizé
Was ist an Taizé so einmalig, dass ein Bus voller
SchülerInnen am 24. Mai in Kerpen startet, um fünf Tage ins französische Burgund
zu fahren?
Wer einmal dort war, weiß, dass man Taizé nicht
beschreiben kann, sondern es selbst erleben muss! Trotzdem seien einige Punkte
genannt:
Taizé, das ist eine Gemeinschaft von Brüdern, die
Jugendliche aus der ganzen Welt einlädt, mit ihnen Zeit in Gesprächen, im Gebet,
in besinnlichen, bewegenden Gottesdiensten zu verbringen. Taizé, das sind
Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus ganz Europa, ja aus der ganzen Welt.
Die Erfahrung zu ermöglichen, dass nationale und konfessionelle Grenzen
überwunden werden können, ist nach wie vor ein wichtiges Anliegen der Communauté.
Taizé, das ist zugleich ein sehr einfaches und
genügsames Leben, das für die einen gewöhnungsbedürftig und für die anderen eine
bereichernde Erfahrung ist.
Doch Taizé, das ist noch viel mehr, wie einige unserer SchülerInnen nach der
Fahrt berichteten:
“Taizé ist für mich ein Ort der Zusammenkunft, der Einheit und trotzdem ein Ort der Vielfalt. Dort herrscht eine wunderbare Gemeinschaft und man kann - was ganz wichtig ist - zur Ruhe kommen! In Taizé habe ich entdeckt, wie gut diese Ruhe tut und wie organisiertes Chaos aussieht.“
„Taizé ist für mich ... ein ruhiger Platz, an dem man mit anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt über alles reden kann und die Möglichkeit bekommt, mal ganz in Ruhe über sein Leben nachzudenken, evtl. Fragen zu beantworten, die man sich schon lange stellt und mal runter zu kommen aus seinem stressigen Alltag. In Taizé habe ich entdeckt ... was wirklich wichtig im Leben ist und auf was es ankommt.“
„Taizé ist für mich eine jährliche Erfüllung, eine Zeit ohne Stress und Termine, ohne Angst haben zu müssen, die falschen Klamotten anzuziehen. Taizé ist Gemeinschaft, Freunde, Glauben, Ruhe, Party Einfachheit ... alles in einem!“
Taizé ist für mich etwas ganz besonderes, das mich immer wieder neu beeindruckt, mir viel Zeit zum Entspannen und Nachdenken gibt! In Taizé habe ich entdeckt, dass man ganz unkompliziert neue Leute kennen lernt und durch Einfachheit wirklich auf die wesentlichen Dinge achtet!“
Das Feedback zur Fahrt fiel bei unseren SchülerInnen
so toll aus, dass (fast) alle erklärt haben, im nächsten Jahr wieder mitfahren
zu wollen.
Sandra Peters
Schüleraustausch Briey-Kerpen
Wie jedes Frühjahr nahmen auch dieses Jahr 35 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums am 30. März ihre französischen Gäste, die Schüler des Collège und Lycée de l’Assomption in Briey, für ein verlängertes Wochenende in Empfang.
Als gemeinsame Aktivität stand am Freitag ein Besuch des Kölner Zoos auf dem Programm. Und wie es der Zufall wollte, wurde an dem Tag der Ankunft der Franzosen das monatelang erwartete Elefantenbaby im Kölner Zoo geboren, so dass wir zu den ersten Besuchern zählten, die dessen tapsige Gehversuche bestaunen konnten. Nachdem die deutsch-französischen Schülerteams einige Tage gemeinsam verbracht hatten und man sich schon aneinander gewöhnt hatte, hieß es am Sonntagnachmittag schon wieder, sich für einige Wochen zu trennen.
Am 11. Mai besuchten wir unsere Partnerschule dann in Briey, wo die deutschen Schüler unmittelbar nach der Ankunft am Nachmittagsunterricht teilnahmen. Am folgenden Tag erkundeten sie im Rahmen einer Stadtrallye in Kleingruppen Briey. In einem abwechslungsreich gestalteten Fragebogen galt es hierbei, Denkmäler und historische Gebäude zu erkunden oder in Geschäften Informationen einzuholen – selbstverständlich alles auf Französisch. Da kamen unsere jungen Teilnehmer der Jahrgangsstufe 7 mit ihren Französisch-kenntnissen von einem knappen Schuljahr schon ganz schön ins Schwitzen.
Schließlich wurden aber alle Aufgaben gemeistert und bei Croissants und Brioches sowie reichlich Getränken konnten man sich anschließend in der Kantine der Schule von den Anstrengungen wieder erholen. Belohnt wurde das Engagement jedes Teams außerdem mit einem Geschenk der Stadt Briey: Jeder Schüler erhielt ein T-Shirt mit dem Wappen von Briey, das begeistert in Empfang genommen wurde.
Mit vielfältigen Eindrücken über das Schul- und Familienleben ausgestattet, ging’s dann am 14. Mai wieder auf die Heimreise. Bleibt zu hoffen, dass sich auch dieses Jahr viele neue Kontakte ergeben haben, die über längere Zeit gepflegt werden und so einen kleinen Baustein des guten Miteinanders von Frankreich und Deutschland bilden.
Allen Beteiligten, Eltern wie Schülern, ein herzliches Dankeschön für ihre Offenheit und Gastfreundschaft.
Anne-Marie Wunsch-Vincent, Ricarda Joeris
Unterricht und Projekte
Astro-AG on Tour – Blankenheim 17.03. - 19.03.
Wie jedes Jahr fuhr die Astro-AG auch dieses Jahr wieder nach Blankenheim. Wir trafen uns um 18 Uhr am Jugendhof Finkenberg mit allen Mitgliedern der Astro-AG (auch zwei ehemalige Schüler waren dabei) und dem Chor von Herrn Kloke. Diesmal waren auch zwei Französinnen dabei: Marie (Austauschschülerin von Christina Schaberger) und Chloe (Austauschschülerin von Ina Frantzen). Nachdem jeder sein ihm zugeteiltes Zimmer bezogen hatte, gingen wir erst alle für das gemeinsame Abendessen in den Speisesaal. Am späteren Abend ging es dann in die Aula zum gemeinsamen Singen. Julian und ich hatten aber nicht so große Lust an dieser musikalischen Runde teilzunehmen, und deshalb sind wir nach oben in unser Zimmer gegangen, um schon mal das Teleskop einsatzbereit zu machen. Einige Zeit später kamen dann auch die anderen vom Singen zurück, und wir wollten uns gerade einen gemütlichen Abend machen, als Herr Kloke uns nach unten rief, weil wir die Teleskope nach draußen stellen sollten. Nach einigen Minuten waren diese einsatzbereit und man konnte den wunderschönen Nachthimmel der Eifel betrachten. Man sah die Milchstraße, den Saturn und andere Himmelskörper. Nachdem wir so einiges gesehen hatten, gingen wir wieder nach oben und setzten unseren gemütlichen Abend mit unserer Wasserpfeife fort. Nach einigen Stunden setzte die Nachtruhe ein und wir suchten unseren wohlverdienten Schlaf.
Der nächste Morgen begann um 9 Uhr mit dem Frühstück. Später trafen sich die
Frauen, Männer und Jugendlichen jeweils getrennt zur Chorprobe. Es wurden
Musikstücke wie „Eight Days A Week“ von den Beatles und „Sound of Silence“ von
Simon & Garfunkel einstudiert. Wir, das heißt Ina, Julian, Christina, Marie,
Mathias, Timo und ich, gingen runter nach Blankenheim. Nach einem kleinen
Einkauf ließen wir uns an der Quelle von der Ahr nieder und ruhten uns ein wenig
in der warmen Wintersonne aus. Nach einiger Zeit wanderten wir wieder zur
Jugendherberge zurück, aber kamen leider etwas verspätet bei der Chorprobe an.
Herr Kloke hielt uns eine kleine Standpauke. Am Nachmittag gab es verschiedene
Angebote wie Malen und Ketten basteln. Diese Angebote wurden mit Begeisterung
angenommen. Leo und ich bauten außerdem eines der Teleskope von Herrn Kloke auf
und beobachteten damit die Sonne. Mit der von Herr Kloke für die Schule
angeschafften Webcam haben wir einige tolle Fotos von der Sonne geschossen.
Eigentlich sollten auch Filmaufnahmen ausgewertet werden, dies funktionierte
aber leider nicht. Nach weiteren Chorproben und dem Abendessen machte sich die
ältere Generation in den unteren Räumen einen gemütlichen und lustigen Abend.
Wir jüngeren saßen oben in unserem Zimmer. Wir redeten zusammen, hörten Musik
und entspannten uns beim Wasserpfeifenrauchen. Christina und Mathias bekamen von
meiner Wasserpfeife nicht genug und rauchten daher bis in die Morgenstunden
weiter. Mir war schleierhaft, wie die Beiden das aushalten konnten. Am nächsten
Morgen räumten wir unsere Zimmer auf und packten die Taschen. Nachdem wir
gefrühstückt hatten, gingen wir alle gemeinsam in die Aula und führten die
eingeübten musikalischen Werke vor. Es war ein gelungener Abschluss eines tollen
Wochenendes, das ohne Herrn Kloke nicht möglich gewesen wäre. Hierfür ein großes
Dankeschön von mir. Natürlich freuen wir uns schon jetzt auf das nächste
Wochenende in Blankenheim.
Simon Isbanner (Klasse 10.5)
Ehemalige Mitglieder der Astro-AG reisten zur Sonnenfinsternis in die Türkei
Im August 1999 konnte man im Süden Deutschlands eine
totale Sonnenfinsternis beobachten. Wenn denn damals keine Wolken die Sicht auf
die Sonne versperrt hätten. Der damalige Differenzierungskurs Physik-Technik
machte sich auf nach Baden-Baden und am Tag der Finsternis nach Frankreich, um
das spektakuläre Naturschauspiel zu bewundern. Leider versperrten an diesem Tag
viele Wolken den Blick auf den Himmel, so dass es zwar dunkel wurde, die
Finsternis selber aber nicht beobachtet werden konnte.
Am 29.3.2006 gab es wieder eine totale Sonnenfinsternis, diesmal unter anderem
in der Türkei sichtbar. Drei ehemalige Mitglieder der Astro-AG reisten an die
Türkische Südküste, um erneut zu versuchen, eine Sonnenfinsternis zu beobachten.
Am Tag der Ankunft der kleinen Gruppe am Flughafen in Antalya war es noch
bedeckt, aber am entscheidenden Tag, am 29. März, konnten sich die vielen
Hobby-Astronomen, die wegen der Sonnenfinsternis an die türkische Südküste
gekommen waren, über einen nahezu wolkenlosen Himmel freuen. Die Temperatur
stieg am Vormittag auf angenehme 23 Grad, fiel während der Finsternis aber auf
unter 17 Grad! Um etwa 12:30 Uhr Ortszeit begann sich der Mond vor die Sonne zu
schieben, um 13:55 Uhr war die Sonne dann vollständig vom Mond bedeckt. Es wurde
dunkel und einige helle Sterne wurden sichtbar. Nach nur knapp 4 Minuten war das
Schauspiel dann schon vorbei: Der Mond zog weiter und gab die Sonne wieder frei.
Dieses Naturschauspiel beeindruckte nicht nur die Hobbyastronomen, Touristen und
Einheimische waren gleichermaßen beeindruckt.
Insgesamt blieb die Astro-Gruppe eine Woche in der Türkei. Neben der
Sonnenfinsternis konnten so auch einige historische Monumente der alten
Griechen, die lebendigen Städte und die teils spektakuläre Landschaft bewundert
werden.
Die nächste totale Sonnenfinsternis wird es 2008 geben. Wer dieses
Naturschauspiel beobachten will, muss dann aber nach Russland, China oder in die
Mongolei reisen.
Timo Duile, Alexander Rüttgers
Diplôme d’Etudes en langue française (DELF)
Die Teilnahme an den DELF-Prüfungen (Diplôme d’Etudes en langue française ) erfreut sich nicht nur bundesweit, sondern auch am Gymnasium Kerpen immer größerer Beliebtheit. An den jährlich im Januar und Mai stattfindenden Prüfungen nimmt inzwischen eine stattliche Zahl unserer Schülerinnen und Schüler teil – mit Riesenerfolg.
Was ist das DELF? Das DELF ist ein Sprachenzertifikat, das vom Institut Français in Köln verliehen wird und weltweite Gültigkeit besitzt. Die Prüfungen zur Erlangung dieses Diploms gliedern sich in vier Schwierigkeitsstufen (A1, A2, B1, B2), die aber unabhängig voneinander gültig sind. Auf allen Niveaustufen müssen die Kandidaten Aufgaben zum Hörverständnis, Leseverstehen, zur Schreibkompetenz und zur mündlichen Kommunikation bearbeiten.
Zum Erreichen des Niveau A2 können wir Magdalena
Sitek, Markus Tönshoff, Robine Bergforth, Jana Wolff, Nicola Hamacher, Catrin
Pleitgen, Stephanie Rosen, Lena Huber, Tomasz Miroslaw, Kristina Kemmerling und
Jessica Kowalczuk gratulieren. Das Niveau B1 haben Andrea Kaletzke, Jennifer
Jahnz, Stefanie Wolff, Verena Vandervelt, Noëlle und Emmanuel Schäfer und Tobias
Hauck erreicht. Ganz außergewöhnliche Kenntnisse des Französischen hat Julia
Ramrath nachgewiesen, indem sie die äußerst anspruchsvollen Prüfungen des
Niveaus B2 bestanden hat.
Ein sehr eigenständiger Umgang mit der Fremdsprache ist eine Voraussetzung für das Bestehen dieser Prüfungen.
Allen Schülern gratulieren wir ganz herzlich zu
ihrem Erfolg!
Ricarda Joeris
Bundeswettbewerb Fremdsprachen Französisch
Kristina Vogt, 2. Platz im Bundeswettbewerb
Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen wird gemeinsam gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Die Kultusminister der Länder unterstützen den Wettbewerb und rufen zur Teilnahme auf. Am Bundeswettbewerb Fremdsprachen beteiligen sich jedes Jahr einige fremdsprachlich begabte und interessierte Schüler unseres Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse können am Einzelwettbewerb der Sekundarstufe I teilnehmen.
Am 19. Januar 2006 nahmen 12 Schüler/innen der Sekundarstufe I am
Einzelwettbewerb teil. Da diesmal das landeskundliche Thema Belgien lautete,
mussten sich die Prüflinge für das kreative Schreiben von einem bekannten Bild
des belgischen Künstlers René Magritte inspirieren lassen. Beim Leseverstehen,
bei Wörterer-gänzungsaufgaben und beim Hörverstehen mussten den Schülern die
berühmten belgischen „bandes dessinées“ (Comics) und das Lied von Jacques Brel
„Amsterdam“ bekannt sein.
Dieses Jahr haben wir die große Freude, Kristina Vogt, die einen zweiten Platz
gewonnen hat, für ihre sehr gute Leistung zu gratulieren. Am 29. Mai 2006 fand
die Preisverleihung im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf statt. Die
Siegerurkunde kann später ein wichtiger Baustein bei der Aufnahme in die
Studienstiftung des Deutschen Volkes sein.
Zu diesem schönen Erfolg gratulieren wir ganz herzlich. Aber auch allen anderen
fleißigen Teilnehmern, die eine wohlverdiente Urkunde der Bezirksregierung Köln
bekamen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Anne-Marie Wunsch-Vincent
Lesewettbewerb in französischer Sprache
Zum elften Mal fand am 24. Mai 2006 der Lesewettbewerb in französischer Sprache für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II in der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln statt. Dank der Unterstützung der französischen Botschaft, des Institut Français und diverser Verlage konnte der diesjährige Lesewettbewerb der Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln e. V. stattfinden. Diesmal waren 30 Schulen aus Köln und Umgebung mit 60 Teilnehmern vertreten.
Daniel Dabrowski und Anastasia Petra aus der
Jahrgangsstufe 9 sowie Simon Isbanner und Kristina Vogt aus der Jahrgangsstufe
10 nahmen erfolgreich an einem schulinternen Auswahl-verfahren teil. Unser
Gymnasium wurde letztlich durch Anastasia und Kristina beim Wettbewerb in Köln
vertreten. Sie mussten einen individuell ausgewählten vorbereiteten Text und
einen kurzen, unbekannten Text unter Berücksichtigung der Phonetik, der
Intonation und der Gestaltung lesen. Dabei erreichte Anastasia in ihrer Gruppe
einen hervorragenden ersten Platz und Kristina in ihrer Gruppe einen
ausgezeichneten zweiten Platz. Félicitations!
In ihren Reden beglückwünschten Frau Spizig,
Bürgermeisterin der Stadt Köln, und Herr Hummes, Président der
Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln e. V., die strebsamen Schüler/innen zu
ihrer erfolgreichen Teilnahme.
Anne-Marie Wunsch-Vincent
Fit für die Zukunft? – DELE!
Viele werden sich nun fragen: „DELE? Habe ich ja
noch nie gehört!“ Und vor allem: „Was hat das mit der Zukunft zu tun?“ Das ist
ganz einfach. Bei dem DELE handelt es sich um einen Sprachkompetenznachweis in
der Fremdsprache Spanisch (Diplomas de Español como Lengua Extranjera), welches
vom Instituto de Cervantes ausgerichtet wird. So ein Sprachkompetenz-nachweis
kann besonders in der heutigen Zeit der sich immer weiter ausdehnenden
Globalisierung von großem Vorteil sein, was daran liegt, dass es sich bei dem
DELE um ein vom Ministerium für Bildung und Kultur vergebenes Diplom handelt,
das weltweit anerkannt wird.
Vorteile können folgende sein:
- erleichterter Zugang zum Studium an einer
spanischen oder lateinamerikanischen Hochschule
- hilfreich bei der Vergabe von Stipendien und
Praktikumsplätzen
- zusätzliche freiwillige Nachweise einer Fähigkeit
eröffnen zusätzliche Chancen bei Bewerbungen
- freiwilliges Engagement ist ein wichtiges
Auswahlkriterium in der Arbeitswelt
- Bei einem Studium der Fremdsprache Spanisch
an einer deutschen Hochschule kann man mit dem
Diplom den Aufnahmetest umgehen bzw. ersetzen.
Bei der Anmeldung und Vorbereitung zur Prüfung des
Diploms kann man zwischen 3 Leistungsstufen wählen:
- Nivel Inicial
- Nivel Intermedio
- Nivel Superior
An unserer Schule wird eine solche Vorbereitung unter Leitung von Frau Olczak in
Form einer AG angeboten. Auch dies hat wieder einen Vorteil. Dadurch, dass
unsere Schule die Vorbereitung zur Prüfung kostenlos anbietet, spart man sehr
viel Geld, denn „offizielle“ Vorbereitungskurse kosten teilweise mehrere hundert
Euro. Die Vorbereitung findet in einer kleinen Gruppe von ca. 10 Schülern statt
(so war es zumindest das letzte Jahr) und behandelt bzw. arbeitet mit Übungen
aus 5 Bereichen:
- Leseverständnis
- Schriftlicher Ausdruck
- Hörverständnis
- Grammatik und Vokabular
- Mündlicher Ausdruck
Diese Bereiche werden auch bei der Prüfung in Form von 5 Teilprüfungen geprüft,
wobei zu erwähnen ist, dass sich die Prüfungen nicht wesentlich von den
Vorbereitungsaufgaben unterscheiden. Es wird also gezielt auf das Diplom
hingearbeitet, und man erlebt keine bösen Überraschungen.
Ich persönlich habe mit der Vorbereitung in Form der AG bei Frau Olczak sehr
positive Erfahrungen sammeln können. Die übersichtliche Gruppenstärke ermöglicht
ein Lernen, bei dem jeder Einzelne gefördert wird. Außerdem bleibt ein großer
Spielraum für Fragen und sonstiges Lösen von Problemen, was häufig in der ganzen
Gemeinschaft geschieht. Man kann sich also viele Anregungen und Meinungen
einholen und findet immer eine Antwort. Ebenfalls als sehr positiv habe ich die
ständige Wiederholung von Grammatik und Vokabular empfunden, denn dadurch übt
man nicht nur für die Prüfung, sondern wiederholt gleichzeitig auch schon
wichtige Elemente für Klausuren in der Schule.
Bei weiteren Fragen könnt ihr euch natürlich an Frau Olczak wenden, sowie alle
anderen Spanischlehrer/innen unserer Schule oder auch an mich:
christopherbuerger@gmx.de
Außerdem bieten diese Links genauere Informationen:
http://www.bildungsportal.nrw.de/BP/Schule/System/Faecher/Fremdsprachen/Zertifikate/Spanisch/DELE
http://diplomas.cervantes.es
Christopher Bürger, Jahrgangsstufe 13
So schön kann Mathematik sein!
Am Schuljahresende konnten die Klassen 10.5 und 10.6
noch zwischen drei Projekten wählen:
- Bezier-Kurven: Schöne Kurven mit dem Computer
designen (z.B. futuristische Autokarosserien)
- Mathematik rund um den Fußball (z.B.: wie viele
km ist eine Rasenheizung lang?)
- regelmäßige Körper bearbeiten (wieso gibt es
eigentlich nur 5 platonische Körper?) und Modelle
erstellen.
Auf dem Bild erkennt man etwa Tetraederfünflinge, gesternte Ikosaeder, gesternte
Dodekaeder.
Reinhard Kloke
Vertauschte Rollen - Diesjähriger Girls Day und Boys Day am 27. April 2006
Am 27. April fand zum sechsten Mal der Girls Day statt, an dem 112 Schülerinnen unserer Schule teilnahmen. Mädchen können an diesem Tag in männertypische Berufe hineinschnuppern. Parallel dazu erkundeten erstmals auch 37 Schüler unserer Schule am gleichen Tag – dem Boys' Day – frauentypische Arbeitsfelder.
Der Girls Day bzw. Boys Day soll dazu beitragen, Jugendlichen dabei zu helfen, frühzeitig herausfinden, welcher Beruf zu ihren Fähigkeiten und Interessen passt und welche Chancen und Möglichkeiten für sie damit auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bestehen. Fehlende Informationen über die Bandbreite möglicher Ausbildungen und Studiengänge lassen Mädchen immer noch eher auf „frauentypische“ und Jungen auf „männertypische“ Berufe zurückgreifen. Damit schöpfen sie ihre Begabungen und Berufsmöglichkeiten nicht voll aus.
Am Girls Day haben sich die Mädchen der Klassen 5-10 deshalb verstärkt in technischen Berufen ausprobiert, denn auf dem Arbeitsmarkt sind es vor allem die technischen Betriebe, die Arbeitsplätze anbieten und somit Mädchen einstellen könnten. Parallel dazu schnupperten Schüler der Klasen 5 - 10 am Boys Day in frauentypische Arbeitsbereiche hinein. Sie konnten beispielsweise einen Tag lang einer Erzieherin über die Schulter schauen.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den vielen Eltern bedanken, die sich bereit erklärt haben, Schülerinnen und Schüler mit zu ihrer Arbeitsstelle zu nehmen oder die Plätze in anderen Unternehmen organisiert haben. Ein herzlicher Dank geht auch an Frau Schlösser, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kerpen, die für die Schülerinnen unserer Schule wieder Plätze bei der Bundeswehr, der Feuer- und Rettungswache Kerpen und der Stadtverwaltung organisierte.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren sehr positiv, wie aus folgenden Auszügen aus zwei Berichten von Schülerinnen deutlich wird: Girls Day bei der Ford AG in Köln (von Kira aus der Klasse 6.10): Zunächst einmal musste ich schon um 5.30 Uhr aufstehen, um pünktlich bei meinem Onkel zu sein, der mich in die Firma mitnahm. Meine Müdigkeit war aber schnell vergessen, als ich die riesigen Gebäude sah. Ich konnte Roboter auf magnetischen Metallschienen beobachten, die nach der Programmierung Material transportierten. ….…. Als wir wieder zurück waren, wurde uns gezeigt, wie Ford das Netz nutzt. Mit Kollegen aus anderen Werken, auch aus dem Ausland, müssen sie sich ja unterhalten können. So haben sie einen separaten Chat dafür. Dort kann man auch gemeinsam und gleichzeitig an einem neuen Fordmodell arbeiten. Das habe ich dann auch sofort ausprobiert, zwar nicht mit Mitarbeitern in England oder Spanien, sondern mit den anderen Mädchen im Raum. Wir sollten so das nächste Fordauto erfinden. …. Der ganze Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel über die Firma Ford erfahren und hoffe sehr, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen.
Unser Girls Day 2006 (von Julia und Sabrina aus der
Klasse 6.6):....Als wir gefrühstückt hatten, ging es dann auch gleich ins
Bundesamt für den Zivildienst. Um 9.00 Uhr ging es dort los. Wir sollten uns im
6. Obergeschoss in Raum A treffen. Dort wurden wir von der Leiterin des
Referates für Personalentwicklung und der Gleichstellungs-beauftragten des
Bundesamtes für Zivildienst begrüßt. Danach hörten wir eine Präsentation über
das BAZ. Zusammen mit einem Mitarbeiter gingen wir in das andere Gebäude und
kamen in einen Raum, in dem viele PCs standen. Als erstes war es unsere Aufgabe,
die Rechner mit Strom zu versorgen und alle Kabel anzuschließen. Das war
eigentlich kein Problem für uns. ….. Anschließend sollten wir den Computer
auseinander nehmen, die Speicherkarte herausnehmen und gucken, was passiert.
Ohne Speicherkarte läuft ein Rechner nicht. Ohne Probleme konnten wird die
Speicherkarte dann wieder einbauen und den PC wieder ans Laufen bringen
(Frauenpower!!!). Als alle Computer wieder voll funktionsfähig waren, wurde uns
ein Film übers Internet gezeigt. Der Film war sehr interessant und lehrreich, da
wir erfahren haben, wie man sich das Internet und seine Arbeitsweise überhaupt
vorstellen muss. …. Anschließend gingen wir in einen Raum, in dem uns ein
Mitarbeiter einiges über Viren, Würmer, Backdoors und Trojaner erklärte. ….Ein
Mitarbeiter erklärte uns etwas über den Telefonservice dort. Allerdings handelt
es sich dabei nicht um irgendeinen Service. ….. , denn bei EK-Punkt sitzen echte
Profis auf dem Gebiet, die sich mit Hilfe der Nummer des Computers mit dem
Problem einloggen und den Fehler schnell beheben können. ….. Wir fanden den
Girls Day sehr gut. ….
Musik und Theater
Momo I
Am 12. Februar 2006 lud die Theater AG von Herr von
Boetticher mit Schülern und Schülerinnen aus den Klassen 7, 8 und 9 zu ihrem
Theaterstück „Momo“ von Michael Ende ein. Für die vier Schüler und 21
Schülerinnen war es ihre große Premiere, sowohl dieses Stück an diesem Tag zum
ersten Mal zu präsentieren, als auch das erste mal als Theater AG der
Mittelstufe auf der Bühne zu stehen.
Für „die Kleinen“ war das die Chance „den Großen“ zu zeigen, dass auch sie etwas
drauf haben und ein gutes Theaterstück auf die Beine stellen und präsentieren
können.
Und das ist ihnen auch gut gelungen. Nach einem Jahr Vorbereitung konnte das
Publikum in die zeitlose Geschichte von Momo und den grauen Herren entführt
werden. Die kleine Momo versucht die Menschen vor den grauen Herren zu bewahren,
die versuchen alle Zeit der Welt den Menschen zu stehlen und für sich zu
beanspruchen. Die Menschen lassen sich die Zeit stehlen und wissen nichts mehr
mit sich anzufangen.
Gerade in einem Zeitalter wie unserem, wo Zeit Geld ist und jeder immer zu wenig
davon hat, ist dieses Stück noch aktuell. Die jungen Schauspieler und
Schauspielerinnen hatten ein sehr schönes und passendes Bühnenbild hergezaubert
und spielten mit großer Freude und Lebendigkeit. Das war auch am Publikum zu
merken, das die Zeit völlig vergessen hatte und am Ende begeistert applaudierte.
Wir können gespannt sein auf die nächste Produktion der Mittelstufen Theater AG
und vielleicht sehen wir ja auch einige bald mal bei den Großen mitspielen. Denn
dass sie das können ,haben sie ja nun bewiesen.
Madeleine Woythe 11.03
Momo II
Es gibt ein Geheimnis, das jeder kennt, weil es ganz
alltäglich ist ... So fing die erste Momo - Aufführung am 12.Februar 2006 an.
Ein Jahr davor hatten sich viele Schüler/innen aus der sechsten und siebten
Klasse zu der Theater-AG zusammengeschlossen. Sie hatten bis zum Schuljahresende
mit Hartmut von Boetticher, dem Leiter der AG, an Montagnachmittagen geprobt.
Danach fingen sie an, an Donnerstagen zuproben. Sie verbrachten eine schöne Zeit
miteinander und obwohl manche wichtige Darsteller nach den Sommerferien keine
Lust mehr hatten und aufhörten, wurden schnell neue Schauspieler gefunden, die
schon in anderen Stücken mitgespielt hatten. In den Proben wurde oft gelacht und
man wusste nachher nicht mehr, wer dran war oder was man sagen oder machen
musste, und nie war die Gruppe vollständig. Doch am 12. und am 18. Februar wurde
das Stück fehlerlos aufgeführt. An diesen Tagen wurde die Geschichte von Momo
und den zeitstehlenden grauen Herren erzählt.Momo und ihre Freunde haben eine
lange, glückliche Zeit, bis die grauen Herren anfangen Momos Freunden die Zeit
zu stehlen. Keiner hat Zeit für irgendetwas, Eltern schicken ihre Kinder ins
Kinderdepot und Ehepaare streiten sich. Weil ein grauer Herr sich verrät,
erfährt Momo von der Sache und zusammen mit Kassiopeia, einer sprechenden
Schildkröte, befreit Momo die geraubte Zeit und es gibt ein Happy End, wie in
allen guten Geschichten.Das Publikum applaudierte laut, was den Bühnenkünstlern
zeigte, dass es ihm gefallen hatte. So verbeugten sie sich freudig lächelnd.Zur
Zeit bereitet die Schauspiel-AG “Die rote Zora und ihre Bande“ vor.
Damla Olkun
Asterix & Obelix: Der Große Graben
Asterix-Kenner haben sich gefreut: Da stand nicht
nur Asterix drauf, da war auch Asterix drin! Der kleine gallische Held, der mit
seiner Cleverness und einem Schluck Zaubertrank zum Römer-Killer wird. Der dicke
("Ich bin nicht dick, ich bin nur ein bisschen beleibt!") Obelix, der als Kind
in den Kessel mit dem Zaubertrank des Druiden Miraculix gefallen war und jetzt
nichts mehr abkriegt. Majestix, der Häuptling, der von seinen Trägern ständig
fallen gelassen wird, ansonsten unter der Fuchtel seines Weibes Gutemiene
leidet. Troubadix, der begnadete Sänger, der bei jedem Auftritt gefesselt und
geknebelt wird, weil sein schräger Gesang die Leute verrückt macht. Natürlich
gibt's die doofen Römer, die zwischenzeitlich in den Streik treten ("Sklaven für
alle!"), natürlich gibt's fetzigen Streit zwischen den Galliern...
Und dann gibt's da auch noch die beiden gallischen Machos Griesgramix und
Grobianix, die permanent Krach miteinander haben, und das Fischgesicht Greulix,
der mit Hilfe der Römer Dorfchef werden will. Die schöne Grienoline,
Griesgramix' Tochter, wiederum verliebt sich in den Sohn von Grobianix und das
Unheil nimmt seinen Lauf...
Eine Entführung, Zaubertrankdiebstahl, depperte Piraten tauchen auf, kurzfristig
auch noch Caeser und Kleopatra, dazu jede Menge Schlägerein mit den Römern, die
schließlich reichlich bekifft daher wanken.
Der Literaturkurs 12 von Regine Klopffleisch hat die Story originell und mit
viel Wortwitz - der Text wurde geschickt modernisiert! - auf die Bühne gebracht.
Da, wo im gezeichneten Comic Asterix und Obelix genüsslich die Römer
verdreschen, hat man wunderschöne choreografierte Bilder gefunden, die die im
Original gelegentlich ermüdenden Prügelorgien ironisch und charmant über die
Bühnenrampe bringen.
Ein gelungener Ausklang des Schuljahres mit der Botschaft... ja, was war da
nochmal die Botschaft... et hätt noch immer joot jejange oder so...
vielleicht...
Bernd Woidtke
The Show after – „Die Clowns sind los!“
Wir, der Literaturkurs 25.1 von Frau Lapczynski, haben ein Jahr lang an einer bunten Geschichte mit Spaß, Spannung und Witz gearbeitet. Unser Resultat haben wir im Juni 2006 vorgestellt.
Die Frage, was wir machen, stand sehr schnell fest.
Nicht, wie häufig üblich, planten wir ein ganzes, festes Theaterstück, wie es so
oft seinen Gang geht, sondern freies „Improvisationstheater“ sollte es sein. Wir
überlegten uns im Laufe der Zeit allerdings einen feststehenden Rahmen, damit
wir wussten, in welche Richtung sich unsere schauspielerischen Talente
entwickeln sollten. Dieses Gesamtkunstwerk wurde unter das Motto „Clowns“
gesetzt, denn wer ist der König der Improvisation, wenn nicht der Clown?
So waren wir also, im Gegensatz zu anderen Kursen, nicht mit Text schreiben und
auswendig lernen beschäftigt, sondern begaben uns auf Erkundungstour in der
Schule, auf dem Schulgelände und sogar über die Stadtgrenzen von Kerpen hinaus,
um die Welt völlig neu zu entdecken.
Hauptbestandteil unserer Unterrichtsstunden waren kleine Improvisationsaufgaben,
um uns für die Aufführung vorzubereiten. Mit Hilfe von meist völlig
uninteressanten und im normalen Alltag unauffälligen Gegenständen lernten wir
unsere kindliche Neugier wiederzuentdecken und diese gezielt einzusetzen. So kam
es, dass eine Brotdose zum hochinteressanten Erpressungsmittel, ein gewöhnlicher
Kleiderbügel zum gefährlichen Folterinstrument, ein Holzscheit zum allerbesten
Freund oder eine Batterie zum teuersten Besitztum wurde.
Nun wollen wir dies mit einer ganzen Show voller Spaß, Witz und guter Laune,
bunten Farben, Durcheinander und frohem Lachen präsentieren.
Der Spendenerlös dieser beiden Vorstellungen geht an die Aktion „Red Nose Day“,
die unter dem Motto: „Tut was Verrücktes und sammelt Geld!“ für Kinder in Not
Spenden sammelt.
Die roten Nasen vom Literaturkurs 25.1
Helden wie wir – Götter wie wir!
Der Literaturkurs 23.2 der Jahrgangsstufe 12
präsentierte im Juni 2006:
Helden wie wir – Götter wie wir!
Ein Stück, das die wahre Geschichte der antiken Helden zeigt –
Ohne bei der Wahrheit zu bleiben.
Die Schüler des Literaturkurses deckten die Wahrheit auf, die hinter den
Geschichten um die großen Helden der Antike steckt.
Am Anfang steht ein Streit unter Göttern. Poseidon (Gott des Meeres), Ares
(Kriegsgott), Aphrodite (Göttin der Liebe) und Hera (Gattin von Zeus, dem
Göttervater) streiten sich darum, wer von ihnen der Mächtigste ist. Da sie sich
nicht einigen, beschließen sie einen Wettkampf zwischen Menschen, die
stellvertretend für sie gegeneinander antreten sollen. Doch zu einer direkten
Auseinandersetzung in der Arena kommt es nie, denn ein Gott - und mit ihm sein
Held - spielt falsch ... Also beginnt das Spiel von neuem. Zeus beschließt nun,
jedem Helden eine Aufgabe zu geben. Hier zeigt sich nun, dass den Taten der
großen Helden der Antike oft eine andere Wahrheit zugrunde liegt als vermutet.
Nehmen wir zum Beispiel Orpheus: Wir wissen, dass Orpheus ein begnadeter Sänger
war, dessen Geliebte einst verstarb. Er bekam die Gelegenheit, Eurydike aus der
Unterwelt zu befreien. Hades, der Gott der Unterwelt trug ihm auf, sich bei
seinem Weg aus der Unterwelt nicht umzudrehen. Das war die einzige Bedingung,
die ihm dafür gestellt wurde, dass er Eurydike mitnehmen durfte. Wie wir alle
wissen: Er drehte sich dennoch um. Bis heute fragt sich alle Welt: Warum hat der
Depp sich umgedreht? Bei „Helden wie wir – Götter wie wir“ erfährt man es!
Oder Herkules: Er soll Großes vollbracht haben, ein mutiger Held sein, der jedem
noch so furchterregenden Monster trotzt. Die Sage berichtet davon, dass er
einmal der schrecklichen Amazonenkönigin den Gürtel geraubt haben soll.
Eigentlich war es aber ganz anders. Sagen wir mal, der Zufall spielte eine nicht
unbeträchtliche Rolle. Und was hat eigentlich „Griechenland sucht den Superstar“
damit zu tun? Wir klären auf!
Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die Sage um Theseus, der den Minotaurus
erschlagen haben soll. Theseus durchquerte das Labyrinth des König Minos auf
Kreta, in dessen Mitte sich das stierköpfige Ungeheuer befand. Er erschlug es
und kehrte – dank eines Wollfadens – heil nach Hause zurück. Hmmm....
Stierköpfiges Ungeheuer... Man wundert sich. Gibt es das wirklich? Nein,
natürlich nicht, ob aber die Wahrheit soviel glaubhafter ist?
Der Literaturkurs Tatjana Strucken
Maria Stuart in der Schlosserei in Köln
Jedes Jahr lädt die Theatergemeinde Köln, eine
bundesweite Abonnenten-Organisation, heraus-ragende Schultheatergruppen aus Köln
und Umgebung ein: Kölner Schultheaterwoche. Dabei sind oftmals originelle,
witzige, unterhaltsame Produktionen zu sehen. Gelegentlich werden die Aktionen
der Schauspieler, die natürlich keine Profis sind, von explosiven Regieeinfällen
überdeckt.
Um so beeindruckender war die Vorstellung "Maria Stuart" unserer Theater-AG
unter der Leitung von Werner Philippi: Die absolute Konzentration auf die
Sprache Schillers, der Verzicht auf überflüssige Action-Sensationen, die
ungeheure Ernsthaftigkeit aller Beteiligten bis hin zu echten Tränen auf der
Bühne: Das Publikum in der ausverkauften Schlosserei, einer Spielstätte des
Kölner Schauspiels, ließ sich zu Beifallsstürmen hinreißen.
Zum Dank für diese großartige Leistung lädt die Theaterjury die
Maria-Stuart-Beteiligten zu einer Theatervorstellung im Schauspielhaus ein.
Bernd Woidtke
Die Orestie I
Die Theater AG hat sich als nächstes die ORESTIE des griechischen Dichters Aischylos vorgenommen. Die Tragödie ist vor 2 500 Jahren entstanden. Von Christus, Allah oder der Vorstellung von einem Gott war noch keine Rede, man glaubte an eine Mehrzahl von Göttern.
Unabhängige Rechtsprechung und die Diskussion über schuldhaftes Verhalten sind
Thema des Stückes und für die damalige Zeit komplett neu. Von daher begibt sich
die Theater AG in die Anfangszeit unseres Demokratie -und Rechtsverständnisses.
Und kaum befasst man sich intensiver mit dem Text, so erkennt man, dass auch
heute noch diese Probleme hochaktuell sind. Die Definition von Demokratie und
Menschenwürde, von Schuld und Strafe muss ständig – auch in manchmal
schmerzvollem Prozess – neu gefunden werden. Die Aufführung solch alter Stücke
erhält von daher ihre Berechtigung. Sie lässt uns teilnehmen an der Entstehung
unseres Gesellschaftssystems.
Werner Philippi
Die Orestie II
Können die erfahrenen Mitglieder der Theater AG deutsche Sätze lesen? Können Sie einen deutschen Satz nach mehrmaligem Üben vernünftig vorlesen? Die Truppe, die sich zum neuen Stück „Die Orestie“ zusammengefunden hat, zweifelt ständig an diesen so scheinbar selbstverständlichen Fähigkeiten.
Der Text, den uns Aischylos und in der Folge sein Übersetzer Droysen
hinterlassen hat, ist sehr schwierig. Gelegentlich helfen nur vereinte
Bemühungen und oftmaliges lautes Vorlesen, bis die Gruppe den Sinn des Satzes
versteht und mit dem Vortrag halbwegs zufrieden ist. Aber, wenn der Text sitzt,
dann entfaltet er beim Sprechen eine ungeahnte Schönheit. Es ist eine
komplizierte aber unerhört reiche, wuchtige und in ihrer Bildhaftigkeit
überbordende Sprache. Es ist fast wie ein großer rhythmischer Gesang, der sich
durch das ganze Stück zieht, nur das nicht gesungen wird. Noch ist viel zu tun,
aber wenn alles gut geht, so wartet im März ein ungewöhnliches Seh- und
Hörerlebnis auf unser geschätztes Publikum.
Daran anknüpfend eine Bitte oder Nachfrage. Wir brauchen dringend noch weiße
Betttücher, (auch mit Löchern ) und alte Schlafsäcke die zerstört werden dürfen.
Werner Philippi
Forum junger Künstler - Benny Kuhtz und Christoph Klenner
Eigentlich kennt man Benny Kuhtz als Schlagzeuger
und Christoph Klenner als Saxophonisten. Doch so einfach ist das nicht!
Christoph spielt Tenor- und Altsaxophon, außerdem Klarinette. Und Benny: Pauke,
kleine Trommel, Xylophon, Claves, Conga, Bongo, Kuhglocke und Schlagzeug. Ein
Forum die Vielfältigkeit also - noch nie gab es ein Konzert zweier Musiker an
unserer Schule, die so viele Instrumente beherrschen!
Zunächst befand man sich quasi in einem Volkshochschulkurs - im positivsten
Sinne: Professor Kuhtz dozierte über die unterschiedlichsten Schlaginstrumente.
Er erzählte gut gelaunt und mit immensem Hintergrundwissen aus der Geschichte
dieser Gerätschaften. Wer wusste schon, dass die ersten Pauken, schon im 16./17.
Jahrhundert von den Persern und Türken gespielt, "ungeheure Rumpelfässer"
genannt wurden? Die kleine Trommel, auch Rührtrommel, Schnarrtrommel oder, beim
Schlagzeug, Snare Drum, hat mit Benny eine besondere Beziehung: Diese Trommel
wird auch bei Militärkapellen gespielt - Marschtrommel! - und Benny wird seine
Bundeswehrzeit in Siegburg beim Spielmannszug des Bundeswehr-Musikcorps
verbringen.
Dass er mit all diesen Instrumenten auch umgehen kann, zeigte er mit sechs
Stücken, die unterschiedlicher nicht sein können: Von Beethovens '5. Sinfonie'
(Pauke) über die '8. Invention' Bachs (Xylophon), 'Concept of North' (ein
Jazzstück von André Nendza) bis hin zu 'Toxicity', einem
trommelfellvernichtenden Rocksong. Begleitet wurde er hier von Christoph Klenner
am Saxophon und René Schmitz am Klavier, der ja auch schon mehrmals im Forum
junger Künstler glänzte.
Christoph bestritt den zweiten Teil des Konzerts. Als Monika Theil, die
Organisatorin des Forums, Christoph ankündigte mit dem Hinweis, dass er die
Musik zu seinem Beruf machen wolle, war man gespannt. Und schon nach ein paar
Takten des ersten Stückes: 'Moep', von ihm selbst komponiert, war klar: Dieser
Mann muss Musiker werden! Seine Musikalität, seine schon jetzt ausgereifte
Technik, sein großes improvisatorisches Repertoire heben ihn heraus aus der
großen Gruppe begabter Musikerinnen und Musiker an unserer Schule. Highlight war
das Charlie-Parker-Stück 'Moose the Mooche', bei dem er das Thema, aber auch die
Improvisation Charlie Parkers spielte. Für die Nicht-Eingeweihten: Charlie
Parker gilt als größter Saxophonist aller Zeiten, Erfinder des Bebop, der
modernen Richtung des Jazz - wer Charlie Parker spielen kann, gehört zur Elite
der Saxophonisten! Dass Christoph auch mit der Klarinette umgehen kann, zeigte
er mit 'Yankele', einem Stück aus der jiddischen Musik-Tradition, und zwei
weiteren Solostücken von Baermann.
Zwei große musikalische Talente verlassen nach ihrem bestandenen Abitur die
Schule - ein Jammer! Jedenfalls für uns. Für die Beiden beginnt ein neuer
musikalischer Weg und ich bin sicher, dass wir von ihnen hören werden! René
Schmitz, der beide bei mehreren Stücke am Klavier unterstützte, plant ebenfalls
eine Musikerkarriere: Er hat in diesen Tagen seine Aufnahmeprüfung an der
Musikhoch-schule in Köln - Viel Erfolg!
Bernd Woidtke
K-Town 8 – Ein Nachruf...
Für mich ist Jazz die schwierigste Art, Musik zu machen. Ihre Instrumente beherrschen, das können auch klassische Musiker. Improvisieren – kein Problem für einen guten Rockmusiker (wenn auch mit verringertem Ton-Reservoir). Jazz-Musiker können beides: Sie gehen virtuos mit ihrem Instrument um und sie erfinden während des Spiels immer neue Melodiebögen. Jazz-Musik setzt also technische Perfektion und herausragendes musikalisches Verständnis voraus, dazu Phantasie und die innere Freiheit, sich von vorgegebenen Formen zu lösen.
Das sind schon erhebliche Anforderungen, mit den en ein Jazz-Musiker konfrontiert wird. Um so erstaunlicher, dass sich vor knapp drei Jahren 8 Musiker zur ersten Jazz-Band am Gymnasium Kerpen zusammen fanden: K-Town 8. Der Name ist leicht zu erklären: 8 Musiker aus Kerpen (= K-Town). Monika Theil, Musiklehrerin, war die Initiatorin, Multi-Musiker, nebenbei auch Geschichts- und Englisch-Lehrer, Tom Brosius, Bass, An Nam Pham, Keyboard, Raimon Reuter, Percussion, Jan Krogull, Drums, Christoph Emmerich, Trompete, René Schmitz, Posaune, Christoph Klenner, Saxophon, stellten die Band. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich die Band nicht nur im musikalischen Geschehen der Schule, sie trat auch an verschiedenen Spielstätten in Kerpen und Köln auf. Höhepunkt war ein umjubelter Gig im renommierten Kölner Jazz-Club ‚Loft’.
Das Erstaunlichste an dieser Band: Alle Mitglieder entwickelten ihre musikalischen Fähigkeiten in atemberaubender Schnelligkeit weiter, so dass man schließlich, bei ihrem letzten Auftritt vor den Sommerferien in der Schule, keinen Unterschied zu professionellen Bands mehr feststellen konnte.
Und jetzt, da sie den Höhepunkt ihres Könnens erreicht hat, löst sich die Band auf – ein Jammer! Nachdem bereits im vergangenen Jahr Raimon Reuter aus persönlichen Gründen K-Town 8 verlassen hatte, gehen nun mehrere andere Band-Mitglieder weg, sozusagen in die weite Welt hinaus, weil sie Abitur gemacht haben: René Schmitz (Abitur schon 2005), Christoph Klenner, Christoph Emmerich. Natürlich wünschen wir ihnen viel Glück und Erfolg, werden aber den unverwechselbaren K-Town 8-Sound sehr vermissen!
Bernd Woidtke
Sport
Ein Dankeschön an die Sporthelfer
Die Sporthelfer haben in diesem Jahr wieder maßgeblich dazu beigetragen, dass die Organisation vieler Sportveranstaltungen so gut geklappt hat.
Bei der diesjährigen NRW-Streetballtour waren sie es, die bereits am Vormittag die Korbanlagen aufgebaut haben. Auch bei den Bundesjugendspielen haben sie an den einzelnen Wettkampfstationen tolle Arbeit geleistet und die Sportlehrer mit aller Kraft unterstützt. Zum Ende dieses Schuljahres erhalten sie ihr Ausbildungszertifikat vom Landessportbund, der in diesem Jahr zusätzlich noch ein kostenloses T-Shirt gestiftet hat. Bei den Bundesjugendspielen trugen die Sporthelfer außerdem erstmals das schulinterne Sporthelfer T-Shirt, so dass man sie auch bei zukünftigen Einsätzen sofort erkennen kann.
Auch im kommenden Jahr wird wieder eine Sporthelfer-Ausbildung stattfinden (Donnerstags-AG). Teilnehmen können alle sportbegeisterten Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Jahrgangsstufe 8. Zu den Aufgaben zählen die Gestaltung der „Bewegten Mittagsfreizeit“, die Betreuung des Sportgeräteverleihs und die Schiedsrichtertätigkeit im Rahmen der Fußball-Liga.
Die Sportangebote, die in der Mittagsfreizeit von
13.45 – 14.30 Uhr angeboten werden, richten sich in erster Linie nach den
Interessen der teilnehmenden SchülerInnen. So dominierte im WM-Jahr 2006
eindeutig die Sportart Fußball das Geschehen, doch auch eine Gruppe
tanzbegeisterter Schülerinnen kam jeden Mittwoch in den Genuss, neueste
Choreographien vermittelt zu bekommen.
Lutz Venatier
Doppelerfolg beim Schulstaffel-Marathon in Euskirchen Kreuzweingarten
Das Gymnasium der Stadt Kerpen nahm dieses Jahr
äußerst erfolgreich am Schulstaffel-Marathon in Euskirchen teil. Gemeldet waren
drei Mannschaften: eine Jungen-, eine Mädchen- und eine Mixedmannschaft.
Die Marathonstrecke war aufgeteilt in 2 mal 400m und 12 mal 3450m. Eine Staffel
bestand aus maximal sechs Schülern/Innen. Wer wie oft läuft, konnte jede Staffel
selber entscheiden- auch die Reihenfolge war beliebig.
Wie auch in den Jahren 2004 und 2005 holte sich die Mädchenmannschaft- Ulrike
Engels (10.7), Anna Hackhausen (10.4), Jessica Kowalczuk (10.3) und Jennifer
Matyas (11.2) souverän den 1. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:23:47.
Erstmalig gelang es auch der Jungenmannschaft - Mattis Coenen (5.7), Nils Coenen
(7.7), Sebastian Gast (7.4),Tim Halver (8.2), Steffen Schäfer (11.7) und
Maximilian Schmidt (11.6) den Pokal für das Gymnasim der Stadt Kerpen zu holen.
Ihre Gesamtzeit von 2:55:07 bedeutet gleichzeitig neuer Schulrekord.
Die Mixedmannschaft - Anna Garcia Galera (10.2), Kevin Palmersheim (8.1), Chu
Lam Pham (8.1), Anne Schild (10.6) und Mark Weber (6.4) erzielte mit einer Zeit
von 3:27:00 den 2. Platz.
Wiederholt zeigten alle Mannschaften Teamgeist, Durchhaltevermögen und einen
gesunden Ehrgeiz. Ein Dankeschön gilt auch den mitgereisten Eltern, die den
Mannschaften hilfreich zur Seite standen.
Ingrid Horchler-Schäfer
NRW-Tour 2006 Streetbasketball
In diesem Jahr nahmen 107 Teams am
Streetbasketball-Turnier teil, was angesichts des kühlen Wetters ein tolles
Ergebnis ist. Schülerinnen und Schüler unserer Schule bildeten übrigens mehr als
die Hälfte aller Mannschaften. Wie schon im Jahr 2004 lieferte das Team der
NRW-Tour eine tolle Organisationsleistung ab, aber auch die Courtwatcher des ASV
Kerpen und des TV Blatzheim trugen maßgeblich dazu bei, dass der Spielbetrieb
auf den einzelnen Plätzen reibungslos verlief. An dieser Stelle auch ein
Dankeschön an die Eltern, die Essensspenden zur Verfügung gestellt haben bzw.
den Verpflegungsstand betreut haben.
Die Ergebnisse kann man hier einsehen: http://www.nrw-tour.de/tour2006/4/ergebnis.html
Lutz Venatier
Triathlon
Das Wochenende vom 10./11. Juni 2006 stand für einige Schülerinnen und Schüler unserer Schule ganz im Zeichen des Ausdauerdreikampfs Triathlon. Am Samstag fand zum 14. Mal der vom SV Horrem-Sindorf organisierte Kerpener Kindertriathlon statt. Über die Distanzen 50m Schwimmen, 2,5km Rad fahren und 400m Laufen ging es durch und um das Türnicher Freibad. Und am Sonntag waren Rebecca und Viviane Caspers, Dominik Hees und Steffen Schäfer aus unserer Oberstufe gemeinsam mit mir beim 2. Kraichgau Triathlon Festival in der Nähe von Karlsruhe. Ein dickes Dankeschön geht an den Förderverein unserer Schule, der mit einem Reisekostenzuschuss den Schülern die Teilnahme ermöglichte.
Meine Gratulation geht an alle frischgebackenen Triathlon-Finisher!
Tom Bildhauer
Kraichgau Triathlon Festival 2006
Sonntag, 11. Juni, 15:57 Uhr: Auch Tom Bildhauer hat
es endlich geschafft. Nach starken 6:27 Std. kam er mit einem Puls von 133 (!)
ins Ziel (Langdistanz: 2,5km Schwimmen – 110km Radfahren – 21km Laufen).
Währenddessen hatten wir - Dominik, Steffen, Rebecca und Viviane – es uns schon
auf der Wiese, bei sonnigen 30°C, gemütlich gemacht und feuerten Tom auf seinen
letzten Kilometern kräftig an. Uns plagten zu dieser Zeit Kopf- und/oder
Knieschmerzen und wahnsinniger Hunger, denn für uns Anfänger war schon die
Kurzdistanz (1,5km Schwimmen – 40km Radfahren – 10km Laufen) ein harter Brocken,
aber trotzdem kamen wir alle mehr oder weniger glücklich ins Ziel und wurden
aufgrund der tollen Organisation bestens verpflegt. Auch auf der Strecke
herrschte größtenteils Tour de France – Stimmung, da über 20.000 Zuschauer jeden
Athleten bejubelten.
Hier unsere Gesamtzeiten: Steffen 2:37 Std.; Dominik 2:53 Std. ; Rebecca 3:09
Std.. Viviane konnte aufgrund von längerer Krankheit leider nicht starten.
Trotzdem war sie uns eine große Unterstützung, da sie uns stets am Streckenrand
anfeuerte und Fotos schoss (siehe Fotos u.a. mit dem deutschen Ironman Haiwaii
Gewinner 2005 Faris Al Sultan).
Unser Lager schlugen wir auf dem Campingplatz direkt am Hardtsee auf, welcher
sich nach kurzer Zeit als perfekter Urlaubsort herausstellte. Neben
Beachvolleyball, Billiard und Kicker gab es zudem noch eine große Leinwand für
alle Fußballfans wie uns. Viele Möglichkeiten, die wir aber leider nicht alle
nutzen konnten, da wir aufgrund unseres sportlichen Programms ziemlich
ausgelastet waren.
Nach einem ausgiebigen Grillen am Sonntagabend auf dem „Dorfplatz“ (unsere große
Decke zwischen den Zelten) waren wir am Montagmorgen schon wieder so fit und
motiviert, dass wir kurz vor der Abreise einen weiteren Spaß-Triathlon
starteten: Den „1. Kraichgauer - Dorfplatz – Sprintdistanz – Triathlon“, bei dem
Steffen über 200m Schwimmen, 1,4 km Radfahren und 300m Laufen den ersten Platz
belegte und damit das Team X911 Viviane und Rebecca auf den zweiten Platz
deklassierte. Dominik zählte im See lieber die Fische und verschenkte somit den
sicher geglaubten Sieg. Er landete damit hinter dem vom Vortag noch
angeschlagenen Tom auf Platz 4.
„Doch von nix kommt nix!“ Harte Trainingseinheiten mit Tom kamen in den letzten
drei Monaten auf uns zu. Mal fuhren wir 80km Rad, liefen 15km oder schwammen
4km. Doch die harte Arbeit hat sich gelohnt. Im Nachhinein sind wir alle froh,
dass wir uns ordentlich vorbereitet haben und in Zukunft werden auf jeden Fall
weitere Wettkämpfe, unter anderem der Kölntriathlon am 3.September, in Angriff
genommen!
Mehr Informationen zum Kraichgau Triathlon Festival 2006 unter: www.kraichgau-triathlon.de
Steffen Schäfer, Dominik Hees, Rebecca und
Viviane Caspers
Dominik Hees beim Köln-Triathlon 2006
Dominik Hees, Jgst. 12, startet beim diesjährigen Köln-Triathlon in der Smart-Distanz (0,7 km Schwimmen, 24 km Radfahren, 7 km Laufen) am 3. September 2006 in Köln-Fühlingen. Es wäre toll, wenn viele Sportinteressierte ihn unterstützen würden! Dominik war ja im Juni 2006 erfolgreich beim Kraichgau-Triathlon gestartet (s.o.).
Weitere Infos unter http://www.koelntriathlon.de/
Bernd Woidtke