Christopher Healey & Friends in Concert

28.8.09

 

Die Fotos von Robert Vossebürger

 

Auch an einer Schule, die schon unglaublich viele kulturelle Events sah, kann es noch etwas vollkommen Neues geben: Ein (Ex-)Schüler veranstaltet ein eigenes Konzert. Das hatte es noch nie gegeben - bis gestern. Christopher Healey hatte im Frühjahr Abitur gemacht. Seine gesanglichen Fähigkeiten hatte er in den letzten Jahren oft unter Beweis gestellt, zuletzt beim Musikabend im März 2009. Jetzt zeigte er alles, was er kann, und das ist mehr als beachtlich: Es ist umwerfend!

 

Es begann mit der Organisation. Die Tontechnik steuerte der Vaters von Daniel Wolff (bekannter Saxophonist und Drummer der Schule) bei, die Licht-AG unter Cora Mathern wurde an den Start gebracht, die Aula gebucht, die Hausmeister instruiert, die musikalischen Freunde angesprochen, das Programm zusammengestellt, die Bühnentechnik aufgebaut, nebenbei ein bisschen geprobt, Soundcheck... Chris Healey immer in der Mitte, von morgens bis abends. Dass seine Stimme langsam rau wurde, hat ihn nicht weiter gestört - nach dem Konzert die Sintflut!

 

Chris und seine Freunde beim Schlussapplaus; klick drauf, dann werden sie groß!

 

Das Konzert zeigte zweierlei: Chris Healey ist ein gesangliches Phänomen. Die Musical-Songs aus Jekyll&Hyde, König der Löwen und Tanz der Vampiren boten große Emotionen und Musikalität. Stücke von Rage Against The Machines und den Red Hot Chili Peppers verlangten von Chris die Qualitäten eines Rock-Shouters. Mit dabei seine Band Project Sound mit Jens Janßen, Andreas Franzen und Johannes Ponge. Die Duette mit der hervorragenden Claudia Kopainski zeigten wieder den sensiblen Balladensänger. Mit dem famosen Gitarristen Jens Janßen bot er dann Songs von Seether und den Chili Peppers dar.

 

Dann hatte Chris Gelegenheit, sich seine musikalischen Freunde von draußen anzusehen. Die Speed-Metal-Band Collateral spielte vier eigene Songs. Collateral, das sind: Tobias Neukirchen, g, Florian Theil, b, Nick Gerdes, dr, Thomas Jaschke, g. Die Band ist inzwischen überregional bekannt, hat diverse Preise eingeheimst und spielt kraftvollen, kunstvoll arrangierten Rock allerhöchster Qualität.

 

Das Duo Erich (Oliver Bathke, v, Bernd Woidtke, g) bot dann das extreme Gegenteil an: Songs von John Lennon, den Beatles und den Doors, quasi unplugged und mit Dezibelzahlen, die allenfalls 10% im Vergleich zu Collateral ausmachten. Im Trio mit Chris, inwzischen von den bisherigen Strapazen erholt, brachten sie den Song Landing in London von 3 Doors Down.

 

Mit der eindrucksvollen Ines Perrar sang Chris Nothing Else Matters, begleitet von Andreas Franzen, dem herausragenden Gitarristen und Bassisten. Einen Queen-Song boten Ines und Chris, unterstützt von Daniel Wolff, Andreas Franzen und dem alten Bekannten An Nam Pham am Keyboard. An Nam Pham begleitete Chris dann bei dem Meat Loaf-Song I'd Do Anything For Love.

 

Dann ging es in die Zielgerade des Konzerts. Chris' Band Never Mind (Felix Pfeil, b, Jens Janßen, g, Andreas Franzen, g, Daniel Wolff, dr) spielte drei eigene Songs, unter anderem eine Komposition von Andreas Franzen.

 

Ein erstaunlicher Abend, der mehr als die anwesenden 120 Zuschauer verdient gehabt hätte. Jedenfalls hat Chris durch dieses Konzert noch mehr Freunde gefunden!

 

Bernd Woidtke