Herbstsalon Mensch und Stadt
2.11.06
Katharina Wolff, die Organisatorin der Ausstellung, sprach einen Satz "in Klammern". "In Klammern"? Der Satz hieß: "Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind!" Sie hatte wohl die Befürchtung, dass nicht so viele Zuschauer kommen würden. Tatsache aber: Sie konnte die Klammern streichen, viele Menschen waren gekommen, um ein Multimediaspaktakel zu erleben, eine anregende Verbindung von bildender Kunst, Literatur und Fotoperformance.

Ein junger Besucher staunt über die Skulpturen beim Herbstsalon
Die Aula war angefüllt mit Kunstwerken verschiedenster Richtungen: Skulpturen, Bilder, Metall-Mobilés, Sportlern, Twin Dancers, rauchenden Zwillingen, einem Liebespaar mit Handy, Kids Town - der Stadt von Kindern für Kinder, einer Hommage an Andy Warhol und unzähligen anderen Werken: Gezeigt wurden auf der Ausstellung zahlreiche Arbeiten von Schülern aller Altersstufen.
So wurden farbige Papierarbeiten der Klassenstufe 5 neben graphischen Arbeiten der Klassenstufe 6 gezeigt.
Die Jahrgangsstufen 7 und 8 präsentierten sich mit Collagen, in denen sich die Schüler z.B. zu Popstars verwandelt haben.
Ausgehend von Stadtbildern aus der Klassenstufe 10 ließen sich Schüler der Jahrgangsstufe 12 inspirieren und entwickelten im Literaturkurs eigene Texte und Klangcollagen, die die Schüler vortrugen. Der Literaturkurs hatte die Lacher auf seiner Seite, als man die kölsche Seele vor Bildern aus und über Köln outete: Jede Jeck is anders, et hätt noch immer joot jejange, und mit Düsseldorfern ist man nicht befreundet... (Achtung: Es handelt sich hier um Satire... dieser Hinweis soll uns Prozesskosten sparen!) Hier gibt es mehr Infos zu diesem Literaturkurs!
Plastische Arbeiten und Malerei der Jahrgangsstufen 11 und 12 waren ebenfalls zu sehen.
Herbert Vietor begrüßte die Gäste, unter ihnen Stadtdirektor Knopp, im Namen der Schulleitung, Katharina Wolff hielt eine launige Einführungsrede, in der sie sich vor allem bei ihren engagierten Kunst-Kolleginnen und Kollegen bedankte - und natürlich bei den Schülerinnen und Schülern - und Tatjana Strucken, die Leiterin des Literaturkurses, war total begeistert von ihren Schülerinnen und Schülern, die eine solch phänomenale Performance in Eigenregie auf die Bühne gebracht haben!
Bernd Woidtke