1. Warum Italienisch lernen ?
Durch Reisen nach Italien und Kontakte mit in Deutschland lebenden Italienern ist unser Umfeld stark von der italienischen Lebensart geprägt. Der Einstieg in die italienische Sprache fällt uns leicht, denn Aussprache und Bedeutung vieler Ausdrücke sind uns längst bekannt ( z. B. avanti, basta, forza azzurri etc), viele Gegenstände und damit verbundene Rituale bereits lieb und teuer (z.B. caffè espresso, latte macchiato, gelato ), viele Aspekte italienischer Lebensart geradezu selbstverständlicher Bestandteil unserer Alltagskultur (pizza, musica, dolce vita).
Die Kultur Italiens hat seit der Antike kontinuierlich eine immense Bedeutung für die geistige Entwicklung Europas (Philologie, Literatur, bildende Kunst, Oper). Daraus resultieren enge historische, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen speziell zwischen Italien und Deutschland - und nicht nur in den Bereichen Mode und Lifestyle. Italien ist, was das Volumen des Im- und Exportes betrifft, weltweit einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, der Bedarf an fundierten Italienischkenntnissen spiegelt sich dementsprechend im Bewerbungsprofil vieler Stellenanzeigen. Das Fach Italienisch möchte in dieser Hinsicht einen Schlüssel zu einem vertieften Verständnis der europäischen Identität und zur persönlichen, beruflichen oder akademischen Orientierung anbieten.
2. Wie lernen wir Italien kennen ?
In der Jahrgangsstufe 11 lernen die Schüler, sich in Alltagssituationen in Italien zu verständigen, Informationen zu erfragen, Briefe zu verfassen, Dialoge zu führen etc. Die Themen siedeln sich in der Erfahrungswelt der Jugendlichen an (Familie, Freunde, Schule, Freizeitgestaltung). Neben dem Lehrbuch „In Piazza“ arbeiten die Schüler zunehmend auch mit authentischen Texten (Lieder, Zeitungsartikel etc.). Angestrebt werden auch authentische Kontakte mit italienischen Jugendlichen z.B. im Rahmen eines Tandemprojektes über Internet und als Schüleraustausch.
Mit Beginn der Qualifikationsphase in Jahrgangsstufe 12 folgen die zu behandelnden Themen den Vorgaben des Zentralabiturs für das Fach Italienisch. Diese wandeln sich in regelmäßigen Abständen. Die aktuellen Themen sind:
Die italienische Emigration (vor allem nach Deutschland) mit ihren Hintergründen
Lebenswirklichkeit und spezielle Ausdrucksmöglichkeiten (vor allem in der Musik) der italienischen Jugendlichen unter Berücksichtigung der Aspekte Freundschaft, Familie, Schule und Arbeit, soziales Engagement
Neapel und die Region Kampanien mit ihren kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Besonderheiten
Italienisch kann ab der Jahrgangstufe 11 als neue Fremdsprache ohne Vorkenntnisse gewählt und in der Qualifikationsphase in der Form von Grund- und Leistungskursen bis zum Abitur fortgeführt werden.
3. Sprachdiplome
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Köln und anderen außerschulischen Bildungsträgern wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, Sprachdiplome zu erwerben wie zum Beispiel das ele.it-Zertifikat der Universität Rom, das der Stufe B1 des europäischen Referenzrahmens entspricht und den Schülerinnen und Schülern eine weitere Qualifikation für den beruflichen Werdegang bietet.
U. Bongard