K-Town 8 spielte im Loft

13.1.06

 

Die Fotos

 

Was ist der Unterschied zwischen dem 1. FC Köln und K-Town 8? Der FC verliert seine Heimspiele, K-Town 8 gewinnt sie! Ja, es war ein Heimspiel, K-Town 8 im Loft in Köln. Geografisch zwar eher auswärts, aber: Das Publikum bestand aus Freunden und Bekannten, Fans und Verwandten; ein paar nicht verwandte Jazz-Anhänger, die von diesem Gig in der Zeitung gelesen hatten, waren auch unter den ungefähr 100 Zuschauern, die den Weg in den bekannten Kölner Jazz-Club gefunden hatten.

 

Während der FC einen Trainer nach dem anderen rauswirft und trotzdem keinen Erfolg hat, bleibt K-Town 8 bei derselben Trainerin, Monika Theil, und gewann dieses Heimspiel grandios: Mit neuen Stücken, zum Beispiel dem wunderbaren 5/4-Takt-Klassiker 'Take Five', aber auch alten Erfolgen, 'One for Kisser' und 'Pink Panther' beispielsweise, begeisterte man das Publikum. Ein veritables Schlagzeugsolo von Jan Krogull, das schon bei der Lehrer-Matinée umjubelte 'Dream of the Elders' mit Monika Theil, Saxophon,  und Tom Brosius, E-Bass, ein berauschendes 'That's Dope' von Nikolas Simeon und alle anderen Stücke zeigten, dass K-Town 8 inzwischen eine Qualität hat, die sich mit professionellen Bands messen kann. An Nam Pham, Klavier, Keyboard, mit seinem phänomenalen Cross-Over von der Klassik zum Jazz, Christoph Klenner mit seinen märchenhaften Saxophon-Impros, René Schmitz mit seinen samtigen Posaunen-Läufen - alle zeigten eine enorme Entwicklung! Benny Kuhtz, Lichttechniker der Band, noch bekannter als Drummer der Bigband, komplettierte den Sound bei den Zugaben als versierter Percussionist. Christoph Emmerich, etatmäßiger Trompeter der Band, zeigte seine Fähigkeiten als origineller Conférencier, der mit launigen Ansagen das Publikum zum Lachen brachte.

 

Nicht unschuldig an diesem Erfolg sind eingeflogene Hilfstrainer, die in der Vergangenheit immer wieder bahnbrechende Workshops gaben, in denen die Musiker neue Impulse bekamen, zuletzt mit dem sympathischen Schlagzeuger Christoph Hillmann, der das Ergebnis seiner Arbeit im Loft bewundern konnte.

 

Neben der Musik beeindruckte die Tatsache, dass das Gymnasium Kerpen dieses eigentliche Auswärtsspiel wirklich zum Heimspiel machte: Die Schulleitung war komplett vertreten (Herr Ripp, Frau von Freeden), eine Menge Kolleginnen und Kollegen, ebenso viele Schülerinnen und Schüler, darunter einige Stars der neuen Theaterproduktion 'Maria Stuart' - obwohl zur gleichen Zeit in Kerpen-Sindorf die Oberstufen-Party 'Black&White' stattfand...

 

Bernd Woidtke