Rote Hand Aktion

Projekt der Kerpener Schulen gegen Kindersoldaten

 

30.9.05

 

Die Fotos der Aktion

 

Marienfeld und Papsthügel - seit dem Weltjugendtag in aller Welt ein Begriff! Was aber geschieht jetzt mit diesem Gebiet, das schon jetzt Legende ist? Während Politiker und Parteien noch grübeln, hat die städtische Realschule Kerpen gehandelt: Sie hat eine "Aktionsgruppe Menschenrechte" gegründet, die nun die "Aktion Rote Hand" durchgeführt hat. Gut 1000 Schülerinnen und Schüler der Kerpener Schule fanden sich am Mittag des letzten Schultages auf dem Marienfeld ein. Mit dabei auch einige Hundert Schülerinnen und Schüler unserer Schule, organisiert von Herrn Rader. Sie färbten ihr Hände rot und drückten sie auf lange Tapetenbahnen, die später zu drei großen Kreuzen geformt wurden. Tausend blutrote Hände zeigten so auf einen blutigen Skandal, der immer wieder die Menschen erschüttert: Kindersoldaten werden auf der ganzen Welt missbraucht, um die Kriege der Erwachsenen auszufechten.

 

           

Armin Laschet, Landesminister für Familie und Generationen, und Bettina Bucher, die Initiatorin (städt. Realschule Kerpen)

 

"Etwa 300.000 Kinder sind gezwungen, Waffen in die Hand zu nehmen und zu töten. Sie werden zu Mördern gegen ihren Willen. Sie werden in die gefährlichsten Situationen gebracht, wo jedem Erwachsenen das Risiko zu hoch wäre", so heißt es auf der Internetseite www.friedensband.de.

 

Armin Laschet, Minister für Familie und Generationen in NRW, betonte auf einer Pressekonferenz während der Aktion Rote Hand, wie beschämend er die Tatsache findet, dass Tausende von Kindern in den Krieg geschickt werden, deren Leiden auch dann nicht vorbei ist, wenn der Krieg längst zu Ende ist.

 

Eine eindrucksvolle Aktion, die den Beteiligten noch lange im Herzen bleiben wird, und die auch in der Öffentlichkeit große Wirkung hatte.

 

Bernd Woidtke