Europawoche

Klimaschutz-Multivisionsshow

 4.5.10

 

Fotos

 

Wenn die stellvertretende Bürgermeisterin kommt, ist das ein sicheres Zeichen: Das Thema ist wichtig. Hildegard Diekhans ließ es sich nicht nehmen, einführende Worte zur Bedeutung des Klimaschutzes an die anwesenden 9er Schülerinnen und Schüler zu richten, nicht ohne eine leise Kritik anzubringen: Draußen ist es recht kühl und alle Türen der Schule stehen offen! Und damit war man mitten im Thema.

 

Dass man bei sich selbst anfangen kann und muss, das war eine der zentralen Erkenntnisse, die Holger Krohn, Mitarbeiter des BUND, den Schülerinnen und Schülern nahe brachte. Der BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland „setzt sich ein für den Schutz unserer Natur und Umwelt – damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt“, so steht des auf der Homepage des BUND. Den ganzen Tag lang war er im Haus, zeigte den Klassen 7 bis 10 eine hervorragend gemachte filmische Dokumentation über die Klimaveränderung, den menschlichen Anteil daran und gab Hinweise, wie wir durch neue Technologien und verändertes Verhalten das Ruder herumwerfen können.

 

Die 8er bei der Multivisionsshow

 

Dass die Klimaveränderung, genauer gesagt, die Erderwärmung, keine natürliche Entwicklung ist, sondern aus menschlichem Verhalten resultiert, zeigte Krohn in eindrucksvollen Grafiken. Der Film verdeutlichte diese Situation durch überzeugende und bedrückende Bilder: Sturm- und Überschwemmungskatastrophen, Abschmelzen von Gletschern, Verkleinerung der Polarkappen und vieles mehr.

 

Zum Glück blieb der Vortrag aber nicht bei der Darstellung der Katastrophen-Szenarien stehen. Vielmehr wurde aufgezeigt, welche Alternativen es gibt. Dabei spielen zwei Richtungen eine große Rolle: Einerseits müssen wir Menschen umdenken. Öffentlicher Nahverkehr statt Auto, mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Arbeitsplatz, sinnvoller Umgang mit elektrischen Geräten, z.B. Verzicht auf die Standby-Funktion bei TV und PC, stattdessen ausschalten, Temperatur in der Wohnung absenken und vieles mehr.

 

Die andere Richtung ist das Umsteigen auf erneuerbare Energieträger. „Alles kommt von der Sonne!“ sagte Krohn, denn ohne Sonne gäbe es kein Leben, keine fossilen Energien, nicht einmal Wind. Er zeigte unter anderem die Konzeption der „Desertec Foundation“, die eine konkrete Umsetzung des Umstiegs auf regenerierbare Energien in Europa und Nordafrika plant.

                                                                                                     

Wer sein Verhalten zu Hause umstellen will, dem hilft ein CO2-Rechner, mit dessen Hilfe man erkennen kann, wo es Einsparpotential gibt.

 

Zum Schluss berichtete Wolfgang Höhne, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Kerpen, welche Aufgabe er hat und wo er Möglichkeiten für Schulen und Schüler sieht, sich umweltpolitisch zu engagieren.

 

Die Veranstaltung war insgesamt ein eindrucksvoller Beitrag zum Klimaschutz!

 

Bernd Woidtke