Keep (it) cool!
Klimaschutztag an der Europaschule Kerpen
27.2.11
Am Tag vor
den Habjahreszeugnissen fand an unserer Schule der zweite Klima-Projekttag
statt. Von 10-13 Uhr präsentierten im Foyer und in der Aula wieder zahlreiche
Klassen und Schüler-Arbeitsgruppen Arbeiten zu Klimawandel und
Energieverschwendung.
Auch wenn wir heute bei fast jedem Blick in die Medien mit diesen Themen konfrontiert werden, sollten wir nicht müde werden, unser alltägliches (Fehl-) Verhalten zu analysieren und dies gegebenenfalls zu korrigieren. Natürlich ist ein Burger schneller im Bauch als ein Gemüseauflauf, aber muss das Rind zwischen Weißbrötchenhälften wirklich fast täglich in uns rein? Dies machte sich eine Gruppe von 10er SchülerInnen zum Thema und bot uns neben Waffeln Kostproben vegetarischer Brotaufstriche an, die sogar zu schmecken schienen („Was ist da drin?). Da sich jeder ja meist selbst am nächsten ist, wurden wir darüber informiert, dass es auch für unsere Gesundheit förderlicher ist, in der Woche einige fleischlose Tage einzurichten. Abgesehen davon muss man sich nur einmal im Fernsehen anschauen, wie Tiere oft behandelt werden, bevor sie ihr Leben im Schlachthof beenden.
Logisch fortgesetzt wurde dieser Aspekt von einer anderen 10er Gruppe, die anhand eines Modells zeigte, wie der tropische Regenwald nicht nur zugunsten von Rinderweiden verschwindet, sondern auch Opfer wird von Zersiedlung, Plantagenwirtschaft, Tagebau, Holzeinschlag oder Rodung für Soja-, Palmöl-, und Zuckerrohranbauflächen. Dazu begleitend gab’s ein Informationsprojekt einer 7.
Poetisch lässt sich eigentlich alles aufbereiten, gerade schlimme Dinge wie Liebeskummer und Umweltzerstörung. Dies taten unter dem Thema „Ecopoetry“ 5er und 10er-Klassen, die sich im Deutsch-Englischen Wettstreit maßen.
Ferner gab es eine Lern-CD mit Energiespartipps, Beiträge zu energiearmen Autos, Informationen zu Greenpeace, Energiesparlampen, Poster, die den Finger auf die human geschlagenen Wunden der Erde legten, ferner einen Kalender, der durch’s Jahr 2011 warnen soll. In der Aula liefen Sequenzen des Al Gore-Films „Eine unbequeme Wahrheit“, in dem veranschaulicht wird, wie sich unser Klima in den nächsten Jahrzehnten verändern wird.
Ein Projekt verschiedener 7er Klassen ging etwas unter, weil es (an den Fenstern zur Aula) schwer zu präsentieren war. Jede Klasse hat mit Wasserfarben im Kunst- oder Erdkundeunterricht eine bestimmte Klima- bzw Vegetationszone gemalt (Eiswüste, Wüste, Savanne, tropischer Regenwald), die in logischer Reihenfolge aufgehängt werden. Dazwischen schiebt sich unsere gemäßigte Zone, die nicht mehr an ihrer Vegetation zu erkennen, sondern geprägt ist durch Zersiedlung und Industrie. Diese Bilder werden, wenn sie alle fertig sind, in einer großen Wand in der Schule präsentiert, ähnlich wie dies im Klimahaus in Bremerhaven, das wir im vergangenen Jahr mit einem Bus voller „Energiedetektive“ und Projektteilnehmer besucht haben, der Fall ist.
Am Montag nach der Karnevalswoche werden in der 7.Stunde die von der Jury prämierten Projekte in der Aula bekannt gegeben. Schickt in jedem Fall Repräsentanten eurer Gruppe dorthin.
Wenn wir im nächsten Jahr unsere Reihe von Denkanstößen in Richtung eines verantwortungsvollen Handelns mit unserer Erde fortsetzen wollen, brauchen wir weiterhin euer Engagement. Vielleicht werden im Laufe des Jahres ja schon Projekte im Unterricht angeboten, die zu einem solchen Tag passen würden? Behaltet sie oder gebt sie beim Energieteam ab, dann müssen wir die Beiträge nicht so kurzfristig herstellen.
Energie kommt aus der Steckdose, trotzdem: tragt im Winter Pullover, lüftet kurz und haltet die Eingangstüren geschlossen, schränkt die Dauerberieselung von TV und Computer ein, fahrt mit Bus oder Fahrrad zur Schule und esst mal das vegetarische Schulessen, dann habt ihr schon einen guten Beitrag geleistet…
Euer Energie-Team