Am 23.10.2008 besuchten zwei Leute, die sich mit der Nazizeit beschäftigen, unsere Schule. Sie hießen Frau Kirschbaum und Herr Straßburger. Sie kamen im ersten Block zu der Klasse 6.8, um ihnen etwas über die Nazizeit zu erzählen. In dem riesigen Geschichtskoffer, den sie mitbrachten, befanden sich Informationen über die Nazizeit. Mit diesen Materialien erzählten sie der 6.8 so viel wie möglich über diesen Zeitraum. Drei Lehrer waren auch noch anwesend, nämlich Frau Frevel Koslowski, Frau Evers und Herr Dahmen. Als nächstes durfte sich die Klasse in zwei Gruppen aufteilen. Herr Straßburger ging mit seiner Gruppe und Frau Frevel Koslowski in einen anderen Raum, Frau Kirschbaum blieb mit ihrer Gruppe, Frau Evers und Herr Dahmen in dem Klassenraum. Ich war in der Gruppe von Frau Kirschbaum. Als erstes erzählte sie uns, was in den Jahren, bevor Hitler an der Macht war, passierte. Es gab Hunger, Arbeitslosigkeit. Manche Leute konnten noch Nahrung kaufen. Aber dann wurde das Geld immer wertloser und deshalb gab es immer mehr arme Leute. Da sie sich und ihre Familie nur noch schlecht oder gar nicht mehr versorgen konnten, brachen sie in die Nahrungsgeschäfte ein und stahlen hier das nötige Essen. Dann wollte Adolf Hitler an die Macht. Er hängte Plakate auf, auf denen stand: Ihr bekommt Freiheit, Arbeitsplätze und Brot. Davon waren die Leute natürlich beeindruckt und wählten ihn, damit ihr Leben wieder schöner wird. Hitler war für sie gut. Sogar sehr gut, denn er machte sie munter, indem er ihnen erzählte, dass sie auch etwas Besonderes wären, da die Juden nicht viel Wert waren. Das fanden die Ärmeren wieder gut, damit wussten sie immer, es gab welche, die unter ihnen standen.
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Wir hörten auch noch einen Ausschnitt von einem Hörspiel. In dem erzählte ein älterer Mann, er hätte in seiner Jugend mal ein jüdisches Mädchen an einen Laternenpfahl gebunden. Nur weil sie jüdisch war. Frau Kirschbaum erzählte uns auch noch, was die Juden alles verboten bekommen haben. Leider konnte sie uns nur ein Drittel der Verbote mitteilen, weil es sonst zu lange gedauert hätte. Sie durften z.B. nach 20:00 Uhr nicht mehr aus dem Haus gehen, nur an Samstagen bis 21:00 Uhr, sie durften nicht ins Kino gehen, nicht telefonieren, keine Haustiere haben, keine tierische Kost essen und vieles andere. Wahrscheinlich hatte Hitler so einen Hass auf die Juden, weil sie nach seiner Sicht Jesus umgebracht haben, obwohl Jesus ja selber ein Jude war. Danach hat sie uns noch auf dem Overheadprojektor gezeigt, was die Kinder früher in der Schule ausfüllen mussten. Der erste Zettel war eine Art Stammbaum, nur dass man auch noch angeben musste, welchen Glauben alle hatten. Hatte eine Oma oder ein Opa, die Mutter oder der Vater einen jüdischen Glauben, war man nämlich direkt auch Jude und damit hatte man weniger Rechte als die Anderen. Der zweite Zettel war so eine Art Freundschaftsbuch. Nur dass man auf diesen Zettel noch schreiben musste, ob man eine Krankheit hat, welche Sportereignisse man bestanden hat und noch andere Dinge. Außerdem musste man noch die Anzahl seiner Geschwister aufschreiben, ob sie Krankheiten hatten oder, oder, oder. Diese Unterlagen wurden dazu benutzt, um zu sehen, wer dann bald in den Krieg ziehen wird und wer nicht. Aber das wussten die Kinder noch nicht. Frau Kirschbaum zeigte uns auch noch eine Art altes Sammelheft der Deutschen Einheit. Die Bilder zum Einkleben gab es in Zigarettenpackungen. Die Aufkleber gaben die Raucher den Kindern und diese klebten sie in ein Sammelalbum ein. Aus diesem sahen wir uns noch ein paar Seiten an. Zum Schluss durften wir ihr dann noch Fragen stellen, die sie uns beantwortete.
Alles in Allem war es sehr interessant, so viel über die Nazizeit herausgefunden zu haben.
Wenn so eine Aktion noch einmal angeboten wird, würde ich sie annehmen, weil es sehr interessant ist und weil man es bestimmt noch im Geschichtsunterricht ausführlich durchnehmen wird. Außerdem erfährt man noch viel über die Geschichte Deutschlands.
Eileen Vieth, Klasse 6.8