Matinée-Konzert

11.1.09

 

Das Programm

Fotos von Christian Eisenlohr

Fotos von Jochen Schnabel

 

Lehrer sind nicht nur Lehrer: Sie sind, ganz nebenbei, Sportler, Wissenschaftler, Politiker oder auch Musiker. Dass es an der Europaschule eine Reihe von Musikern gibt, haben die letzten vier Lehrerkonzerte gezeigt. Von Barock bis Rock kam so ziemlich alles vor, was es an Musikrichtungen gibt. Man sah, dass Lehrer nervös sein, aber auch, dass sie große musikalische Leistungen vollbringen können.

 

Ute D. and the incredible String RIPPers; Klick drauf, dann wird das Bild groß!

 

Auch diesmal war die musikalische Palette riesig: Sebastian Mänz spielte eine Etüde für ein fast nur erfahrenen Konzertbesuchern geläufiges Instrument: Fagott. Es folgten zwei Mozart-Werke: Eine Klaviersonate (Barbara Stilz, Jürgen Schneider) und eine Arie aus der Oper "La Clemenzia di Tito" Maria Reinholz, Martin Rümmler, Herbert Vietor). Ein Brahms-Walzer war zu hören (Christian Eisenlohr, Jürgen Schneider), gefolgt von einer vierhändig am Flügel gespielten Bach-Courante (Christian Eisenlohr, Christiane von Freeden). Das "Venezianische Gondellied" von Mendelssohn-Bartholdy wurde gar von sechs Händen am Flügel gegeben (Christian Eisenlohr, Christiane von Freeden, Barbara Stilz).

 

Nach der Pause wurde es modern. Reinhard Kloke animierte das Publikum, "What a Wonderful World" zu singen - mit Erfolg! Regina Fritz spielte Close Cover von Wim Mertens am Flügel. Der alte und immer wieder gute Blackwell/Cooly-Song "Fever", eigentlich eine brünstige Liebes-Schmonzette, wurde wahrscheinlich noch nie so komisch gegeben: Nicole Lapczynski als Diva duellierte sich mit der Nachwuchsschlagzeugerin Tatjana Strucken, cool begleitet von Oliver Bathke und Bernd Woidtke. Die letzteren boten vier Titel der jüngeren Rock-Pop-Geschichte. Abgerundet wurde das Programm durch die "Ute D. and the incredible String RIPPers", deren Repertoire von irischen Songs über Bob Dylan bis zu Bob Geldof reichte. 

 

Durch das Programm führte humorvoll, charmant und fachkundig Herbert Vietor. Sebastian Mänz, ehemaliger Referendar, ist für die Organisation zu danken.

 

Beim anschließenden Neujahrsempfang bedankte sich der Schulleiter, Bernhard Ripp, bei allen Kolleginnen und Kollegen und dem übrigen Personal für das große Engagement im vergangenen Jahr. Dies hatte nicht zuletzt dazu geführt, dass eine staunende Schulministerin Barbara Sommer am Ende ihres kürzlichen Besuches die Schule dazu aufrief, sich beim Deutschen Schulpreis zu bewerben.

 

Meine Vermutung: Sollte es einen Grammy Award für das musikalischste Lehrerkollegium geben, hätte wir sehr gute Chancen!

 

Ein Tolles Konzert!

 

Bernd Woidtke