Ein Lob für Herrn Philippi

Januar 2006 

 

 

Ach, Werner,

 

wenn wir dich nicht hätten! Ja, deine Theater-AG war wieder phantastisch, „Maria Stuart“ war ein großer Erfolg.

 

Aber was wäre die Theater-AG, was wäre diese Schule ohne Herrn Philippi?

 

Werner Philippi beim Abholen der Ovationen seines Ensembles

 

In all den Jahren, in denen ich mit ihm zusammengearbeitet habe, habe ich ihn nicht ein einziges Mal unfreundlich gesehen. Aufgeregt, ja, hektisch, ja, aber immer voller Optimismus, voller Enthusiasmus, voller Hilfsbereitschaft. Vor den Aufführungen des Lehrertheaters hätte ich bestimmt einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn ich nicht bei allem, was fehlte, was schief ging, was nicht funktionierte, den Gedanken gehabt hätte: Her Philippi wird wissen, was zu tun ist. Er wird eine Idee haben. Er wird es in Ordnung bringen. Bei seinen eigenen Aufführungen begegnet er dem Stress auf seine Weise: Wenn man ihn in der Schule trifft und anspricht, dann sagt er garantiert: „Alles klar. Alles unter Kontrolle.“ Und dann ist er ganz schnell wieder weg. Und dann weiß man: Im Moment besser keine weiteren Fragen stellen.....

 

Werner Philippi als Schauspieler (in den "Nibelungen")

 

Ich weiß nicht, wie viele Tage, Nächte und Wochenenden er schon in der Schule verbracht hat, wie viele Löcher er in Betondecken gebohrt hat, wie viele Leitungen er verlegt hat, wie viele Bühnenbilder er gebaut hat.

 

Aber was das Allerwichtigste ist: wie viele Kinder und Jugendliche er zu großartigen Leistungen ermutigt hat. Er schafft es, immer tolle Schülerinnen und Schüler zu haben, weil sein Blick immer darauf gerichtet ist zu sehen, welche positiven Eigenschaften sie haben, was sie können, was in ihnen steckt. Er findet es!

 

Christiane von Freeden