Ein Lob für Herbert Vietor, Hans Nagel und Bernd Woidtke
November 2006
Hallo Herr Woidtke,
Sie werden sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern (wobei ich immer wieder
verblüfft bin, wie viele Gesichter sich Lehrer merken können). Mein gebürtiger
Name ist Judith Krüll und Anfang der 80er Jahre hatte ich bei Ihnen
Ökonomieunterricht.
Durch Zufall bin ich beim Surfen an die Internetseiten des Gymnasiums gelangt
und habe mir mit großem Interesse die Bildergalerie der Lehrer angesehen. Und
siehe da: Es gibt noch ein paar bekannte Gesichter. Z. B. Herr Vietor mit seiner
angenehmen Stimme oder mein Lieblingslehrer Herr Nagel, dessen
Biologieunterricht mir in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Er verstand es
wirklich den Unterricht locker und interessant zu gestalten und sich
gleichzeitig bei den Schülern Respekt zu verschaffen.
Gegen Ende der Galerie sah ich Ihr Bild und musste unvermittelt schmunzeln. Denn
ohne Sie wäre mein Leben nicht so verlaufen, wie es jetzt ist. Das hört sich
jetzt etwas weit hergeholt an, aber im Grunde ist es so.
Sie haben 1983 in Ihrer Funktion als Vertrauenslehrer verhindert, dass ein zu
spät abgeschickter "Blauer Brief" meine Versetzung bzw. meinen Schulabschluss
gefährdete. Wäre das geschehen, hätte ich meine Ausbildungsstelle zur
Schriftsetzerin, die ich zu dem Zeitpunkt bereits hatte, nicht antreten können.
Dadurch wiederum hätte ich meinen damaligen Ausbilder und jetzigen Mann nicht
kennen gelernt und, jetzt kommt das Wichtigste, unsere Tochter wäre nicht im
März dieses Jahres zur Welt gekommen. Aus diesem Grund verdienen Sie einen
weiteren Eintrag in die Lob-Ecke, die ich übrigens sehr gut finde.
Mit freundlichen Grüßen
Judith Krüll-Kastleiner