Mädchenfußball-Turnier

13.9.07

 

Die Fotos

 

Deutschland schlägt Argentinien 11:0 - eine Sensation? Bei den Männern wäre es das, bei den Frauen nicht. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft schlug Argentinien im Auftaktspiel der Fußball-WM in China locker mit diesem Traumergebnis. Mit anderen Worten: Der Frauen-Fußball ist stark im Kommen. Das hat Auswirkungen: Was vor Jahren noch undenkbar war, ist heute Normalität. Natürlich gibt es Mädchen-Mannschaften an Schulen, gar keine Frage (wobei der Begriff 'Mann'schaft da schon etwas komisch klingt...). Und natürlich spielen sie Turniere. Und wer behauptet, Frauen- und Mädchenfußball sei nicht attraktiv, der hat entweder noch nie ein Spiel gesehen oder nichts begriffen! Frauen- und Mädchen-Fußball ist weniger aggressiv, dafür gibt es längere Spielzüge, für Zuschauer also äußerst interessant.

 

Unsere Mädchen-Mannschaft mit Trainerin Tanja Schebalkin, r.

 

Und für die Mitwirkenden sowieso. Heute spielten in der neuen Sporthalle der Europaschule drei Mannschaften:

 

Der 1. FC Kerpen (= die Mädchen unserer Schule aus den Klassen 5-8)

Das Gymnasium Genovevastraße, Köln-Mülheim

Das Gutenberg-Gymnasium

 

Im ersten Spiel schlugen wir die Kölner Schülerinnen überlegen mit 4:1. Mit der sehr guten Torhüterin Carla aus Klasse 6.8 im Rücken lief der Ball gut durch die eigenen Reihen, Angriffswelle auf Angriffswelle rollte in Richtung des Kölner Tors und führte zu diesem verdienten Ergebnis.

 

Das 1:0 für Kerpen

 

Im zweiten Spiel ging es gegen das Gutenberg-Gymnasium Bergheim. Dieser Gegner war ein anderes Kaliber. Genauer gesagt: Sie hatten eine Spielerin in ihren Reihen, die von allen nur "der Bomber" genannt wurde. Ein eher kleines aber kräftig gebautes Mädchen mit enormen Dribbelfähigkeiten, extrem antrittsschnell und durchsetzungsfähig und mit einer Schusstechnik ausgestattet, die ihren Spitznamen zwangsläufig machte. Sie schoss fast alle Tore zum 4:0-Sieg der Bergheimerinnen. Ohne sie wäre das Ende sicher offen gewesen. Auf die Frage: In welchem Verein spielst du? sagte sie nur: Ich, Verein? Nö, in keinem. Wenn man sich vorstellt, dass sie auch noch regelmäßig trainieren würde, bekäme man es mit der Angst zu tun. Vielleicht ist bei der übernächsten Frauen-WM ja mit ihr zu rechnen, dann dürfte der Sieg gegen Argentinien noch etwas höher ausfallen...

 

Ein großer Dank an unsere engagierte Schulmannschaft und an ihre Trainerin Tanja Schebalkin, die die Mannschaft taktisch hervorragend eingestellt hat und es in den Pausenansprachen schaffte, die letzte Motivation aus den Mädchen herauszuholen!

 

Bernd Woidtke