Die Fair-Trade AG an der Europaschule Kerpen
6.9.11
Schon im dritten Schuljahr gibt es an unserer Schule die Fair-Trade AG, die mit einer Mango-Verkaufsaktion so langsam die Schule – SchülerInnen und LehrerInnen- erobert.
Die besonders leckeren, auf den Philippinen gereiften und auch dort verarbeiteten Carabao-Mangos werden zu einem Fairen Preis über die süddeutsche Fairhandelsgesellschaft „dwp“ gekauft. Fairer Preis, das bedeutet, dass die Erzeuger und alle am Verarbeitungsprozess Beteiligten mit dieser Arbeit ihren Lebensunterhalt inkl. Schulgeld, Gesundheitsfürsorge u.a.m. verdienen.
Zwei Klassen 6 – in diesem Schuljahr SchülerInnen aus der 6.5 und der 6.6 – verkaufen jeweils ein Mal pro Woche in der großen Mittagspause die 100g Tüten mit getrockneten Mangostreifen in der Eingangshalle der Schule. Der Preis pro Tüte beträgt 2,75 €. Inzwischen gibt es eine ganze Menge jüngerer und älterer Stammkunden, so dass wir in diesem Schuljahr insgesamt 435 Tüten verkauft haben. Dafür haben wir 1878,75 € bezahlt an dwp.
Frau Wolff Metternich mit der Fair-Trade AG
Der Handel mit Mangos ermöglicht es der philippinischen Landbevölkerung, ihre Familien zu ernähren und ausbilden zu lassen. Es ist sehr wichtig zu verhindern, dass die Kinder in die großen Städte geschickt werden, denn dort werden sie leicht Opfer von Sextouristen oder landen unschuldig in Gefängnissen mit Kriminellen aller Art. Die philippinische Organisation „PREDA“, deren Gründer und Leiter der irische Pater Shay Cullen ist, und für die sich auch der Kölner „Tatort-Straßen der Welt e.V.“ stark macht, kümmert sich um die Befreiung von Kindern aus diesen Notsituationen und sorgt für Unterkunft, Unterricht, Therapie und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen.
Wir haben im Schuljahr 2010-2011 insgesamt 477,51 € aus unserem Erlös (-,50 € pro Tüte) und aus erhaltenen Spenden (60,01 €) über den Verein „Tatort“ an die Organisation „PREDA“ überwiesen und freuen uns, als Anerkennung für diesen Einsatz für jede der beiden beteiligten Klassen einen symbolischen Baustein aus dem Material des gerade im Bau befindlichen Mädchenhauses erhalten zu haben. Jeder Stein trägt die Aufschrift: PREDA Children’s Home, Tatort –Straßen der Welt e.V.
Organisation und Leitung der Gruppe hat Ulrike Wolff Metternich, die die Arbeit mit Fair gehandelten Waren auch ehrenamtlich in ihrer Heimatgemeinde in Köln-Junkersdorf fasziniert und begeistert. Fairer Handel heißt: Gerechtigkeit durch Handel oder Hilfe durch Handel.
Verkaufszeiten für den Mangoverkauf im Schuljahr 2011/12: Freitags, 7. Stunde, Eingangshalle. Die zuständigen Klassen werden in Abhängigkeit vom Stundenplan zu Beginn des Schuljahres bekanntgegeben. Ein nächstes Projekt könnte es sein, auch den Kaffee, der im Lehrerzimmer getrunken wird aus Fairem Handel zu beziehen.
Ulrike Wolff Metternich