Mathematik als Hobby und als Herausforderung
Julien Schuckelt (10.4) löste bisher jede „Mathe-Aufgabe des Monats"
8.9.11
Auch wenn nicht immer sofort eine Lösung auf der Hand liegt, gibt Julien nicht so schnell auf; zum Lösen mathematischer Probleme gehört auch eine gewisse Ausdauer und Hartnäckigkeit. Die hat Julien Schuckelt (10.4) bewiesen – er löste ausführlich jede Mathe-Aufgabe des Monats im vergangenen Schulhalbjahr und hat sich damit eine Anerkennung verdient: Dr. Jochen Feldhoff überreichte ihm den Buchpreis „geometria - scientiae atlantis" von Eckard Specht und Robert Strich. Das Buch enthält zur weiteren Anregung eine Vielzahl vorwiegend geometrischer Aufgaben (mit Lösungen) und soll „Methoden, Tipps und Tricks vermitteln, die benötigt werden, um mathematische Puzzles erfolgreich zu lösen".
Julien Schuckelt, Preisträger 2011, links, erhält einen Buchpreis von Dr. Jochen Feldhoff
Im Covertext des Buches wird Georg Polya zitiert, ein ungarischer Mathematiker und bekannter Problemlöse-Stratege des vorigen Jahrhunderts (ohne den übrigens die Beiträge der modernen Fachdidaktik zur „Kompetenz des Problemlösens" nicht denkbar wären):
Eine große Entdeckung löst ein großes Problem; es ist aber ein Körnchen Entdeckung in der Lösung jeder Aufgabe vorhanden. Dein Problem mag bescheiden sein, falls es jedoch deine Neugier herausfordert, dein erfinderisches Talent ins Spiel bringt, und du es mit deinen eigenen Mitteln löst, kannst du die Anspannung spüren und die Freude am Triumph deiner Entdeckung genießen. Derartige Erfahrungen, in einem dafür empfänglichen Alter gemacht, können eine Vorliebe für geistige Anstrengung erzeugen und prägen sich ein Leben lang im Gedächtnis und im Charakter ein.
In diesem Sinne wünschen wir Julien weiterhin viel Freude an mathematischen Herausforderungen und hoffen, auch andere Schülerinnen und Schüler zur ausdauernden „geistigen Anstrengung" motivieren zu können.
Ein erste Anlass dazu könnte die Aufgabe des Monats September sein.
Jochen Feldhoff