Das heilige Meer brennt!

1.-3.4.09

 

Die Fotos

 

Anfang April befanden sich die Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 im Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ nahe Münster. Die Schülerinnen und Schüler führten im Rahmen des Unterrichts eine ökologische Exkursion durch. Schwerpunkte lagen vor allem in der Gewässeranalyse des „Großen Heiligen Meeres.“

 

Neben zahlreichen praktischen  Veranstaltungen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler auch theoretisch. Neben den ersten Ruderbooterfahrungen, Wasseranalysen auf dem Boot und der Mikroskopie von Plankton zündeten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Herrn Berlemann das „Heilige Meer“ an.

 

Mit einem Stock wurde der Boden des „Heiligen Meeres“ aufgewühlt, so dass Methanblasen an die Oberfläche stiegen. Diese wurden mittels eines Feuerzeuges angezündet und das Meer brannte. Ähnliche Szenarien findet man in dem Roman „Der Schwarm“ von Frank Schätzing.

 

Die Teilnehmer der Exkursion; Klick drauf, dann werden sie groß!

 

Angeleitet und Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler bei ihren praktischen und theoretischen Einheiten von Wissenschaftlern, die in der biologischen Station des Naturschutzgebietes agieren. Sie ermöglichten den Schülerinnen und Schülern die Durchführung von Analysen, die in einem solchen Rahmen in der Schule nicht möglich sind. Untergebracht waren die Schülerinnen und Schüler in 3-/4-Bett-Zimmern in der biologischen Station.

 

Das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ umfasst die vier Seen: „Erdfallsee“, „Heideweiher“, „Kleines heiliges Meer“ und das „Große heilige Meer. Die Namensgebung des Naturschutzgebietes beruht auf dem „Großen heiligen Meer“. Über die Entstehung des „Heiligen Meeres“ und über seinen Namen gibt es mehrere Sagen und Legenden. An der Stelle, an der sich heute das „Große heilige Meer“ befindet, soll sich einer Legende nach früher ein Kloster befunden haben, welches auf mysteriöse Weise versunken sein soll. Das Versinken beruht auf einer wahren Begebenheit. Am 14.04.1913 geschah das Unglaubliche. In einem Gebiet zwischen Hopsten-Recke-Ibbenbüren entstand über Nacht ein See, der Erdfallsee. Diese Tatsache ist der Ausgangspunkt für die oben genannte Legende.

 

Heute kann man sich die Einsenkung des Bodens erklären. Das Einbrechen der Böden ist ein langwieriger Prozess. Unter dem Einfluss des Grundwassers lösten sich einzelne Salzschichten auf und es entstanden unterirdische Salzhöhlen. Die oberen Erdschichten rutschen in die Salzhöhlen, so dass an der Oberfläche ein trichterförmiges Loch entstand. Durch den hohen Grundwasserstand füllten sich diese Einsenkungen mit Wasser und ein See entstand. Diese Prozesse kann man auch heute noch im Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ beobachten.

 

Einen genaueren Einblick in die Exkursion erhalten Sie im Trailer von C.J. Bauer; den kann man bei Frau Skiba oder mir ausleihen.

 

C. van Linden