April, April…

Das Wort zum Montag

7.4.08 

 

 

Am 01. April wurde mit Aprilscherzen sicherlich bei dem ein oder anderen wieder einmal der Sinn für Humor auf den Prüfstand gestellt; darüber hinaus durften manche Lehrer beim Abigag am vergangenen Freitag ihren Sinn für Humor unter Beweis stellen.

 

Diesen Sinn für Humor sollten wir aber nicht auf den 01. April oder den Abigag beschränken, sondern immer wieder bereit sein, „einen Scherz zu verstehen“. Ein Scherz ermöglicht es, dass wir – zumindest kurzzeitig – Sorgen und Kummer vergessen und das uns Bedrückende „verdauen“ können. Und oft kann es dabei auch hilfreich sein, sich selbst, dieses „Etwas, das sich ‚Ich’ nennt“, nicht zu ernst zu nehmen. Humor kann befreiend sein!

 

 

Dies hat auch schon der heilige Thomas Morus (1478-1535) erkannt, dem folgendes Gebet um Humor zugeschrieben wird:

 

Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen.

Schenke mir Gesundheit des Leibes, mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten. Schenke mir eine heilige Seele, Herr, die im Auge behält, was gut ist und rein, damit sie im Anblick der Sünde nicht erschrecke, sondern das Mittel finde, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und laß nicht zu, daß ich mir allzu viele Sorgen mache um dieses sich breitmachende Etwas, das sich „Ich“ nennt.

Herr, schenke mir Sinn für Humor. Gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und andern davon mitteile.

 

Ich wünsche allen eine sorgenfreie und vielleicht auch humorvolle Woche. Den Schülern der Jgst. 13 wünsche ich, dass sie wenig Anlass dazu haben, über die nun bevorstehenden Abiturklausuren zu „seufzen“ und zu „klagen“.

 

Axel Rüttgers