Montpellier-Kerpen Austausch 2008
4.-11.3. 08
Die Fotos vom Frankreichbesuch
In diesem Jahr durften 16 Schüler und 2 Lehrerinnen (Frau Ulrichs und Frau Henseler) unserer Schule einer Premiere beiwohnen: Dem ersten Austausch mit dem Lycée polyvalent Jules Guesde in Montpellier (Südfrankreich). Gesucht wurden für den jeweils einwöchigen Hin- und Rückbesuch Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 10 und 11.
Der Besuch der Franzosen in diesem Jahr dauerte von Samstag, dem 26. Januar, bis zum darauf folgenden Samstag. Den Sonntag konnten die Austauschpartner erst einmal in den deutschen Familien verbringen, um sich besser kennen zu lernen. Während der ersten drei Schultage mit den Franzosen wurden Tage Plakate angefertigt, die z.B. die Jugend oder die Umgebung in Kerpen und Montpellier behandeln. Am Mittwoch stand für die Franzosen ein schöner Nachmittags-Ausflug nach Aachen auf dem Tagesplan. Weiberfastnacht sind ausschließlich alle Austauschpartner, sowie die begleitenden Lehrer der beiden Schulen verkleidet zur Schule gekommen. Es hat den Franzosen großen Spaß gemacht, mit den Deutschen Karneval zu feiern. Am letzten Tag vor der Abfahrt der Franzosen konnten wir alle die Stadt Bonn durch eine Rallye näher erkunden. Natürlich waren die Franzosen in Deutschland, um dieses Land und seine Geschichte besser kennen zu lernen. Also durfte ein Besuch im Haus der Geschichte nicht fehlen, sowie ein Besuch im Geburtshaus des Komponisten unserer Europahymne: Ludwig van Beethoven. Am Samstag mussten unsere lieben Landesnachbarn leider wieder zurück in ihre Heimat fahren, doch die Vorfreude auf unseren Rückbesuch wurde immer größer.

Der Abschied...
Die Zeit verging wie im Fluge und schon kam der 4. März: der Tag unserer Abreise nach Montpellier. Um die Mittagszeit landete unser Flieger im sonnigen Südfrankreich, wo unsere französischen Freunde mit ihren Familien auf uns warteten. Noch am selben Tag hatten die meisten ihren ersten Besuch in der Schule. Das Lycée hat ungefähr 2/3 der Grundfläche unserer Schule, auf welcher 2 Schulgebäude mit jeweils 4 Stockwerken und eine Turnhalle stehen, neben der ein Sportplatz angelegt ist. Der Unterricht in Frankreich war für uns Deutsche sehr interessant, vor allem die Deutschstunden, da wir bei ihnen ja am meisten verstanden haben. Auch gibt es bei den Franzosen Fächer, die bei uns gar nicht unterrichtet werden, wie z.B. Landeskunde, in dem die Regeln des französischen Staates den Schülern beigebracht werden. Auch werden viele verschiedene Sprachen wie Chinesisch, Portugiesisch und Spanisch angeboten.
Am Donnerstag stand unser erster Gruppenausflug an: Ein Besuch im Mare Nostrum, dem (angeblich) größten Aquarium Europas mit seinem großen Hai-Becken und viele anderen schönen Fischen. Am Tag darauf konnten wir die Schönheit der Grotte de Clamouse und ihrer Stalagmiten und Stalaktiten bewundern und durften das ruhige historische Dorf Saint-Guilhem le Désert entdecken, worauf eine kleine, windige Wanderung durch eine Schlucht folgte. Nach diesem anstrengenden, aber dennoch schönen Tag waren alle froh, abends in ihr Bett zu kommen. Am Samstag erwartete uns etwas völlig Unbekanntes: Schule. Es war eine ungewohnte, aber dennoch angenehme Erfahrung, auch wenn man ziemlich verschlafen im Lycée ankam. Einen sehr schönen Ausflug hatten wir am Sonntag, als wir mit den Gastfamilien zu einer kleinen Bucht, umgeben von Felsen und 1 ½ Stunden entfernt von Montpellier, gefahren sind. Es war ein schöner Tag mit fast der ganzen Gruppe. Unseren letzten Nachmittag in Montpellier verbrachten wir mit einer kleinen Rallye, um die Heimatstadt unserer Freunde ein bisschen unter die Lupe zu nehmen.
Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören, und schließlich kam der Tag der Abreise, der 11. März. Natürlich freuten wir uns schon auf unsere Familien hier in Deutschland, doch fiel der Abschied von unseren neu gefundenen Freunden sehr schwer.
Allen Teilnehmern hat dieser Austausch viel in Sachen Französisch gebracht, nicht nur in sprachlicher, sondern auch in landeskundlicher und menschlicher Hinsicht und es wurden ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. In unseren Köpfen schwirren jetzt noch viele französische Wörter herum und so ein Austauschprogramm kann viele neue Perspektiven für die Zukunft bieten. Besonders für die Schüler der 10. Klasse ist es sehr interessant, da die Schule in Montpellier uns anbietet, einige Zeit bei ihnen zur Schule zu gehen. Mit einem solchen Angebot kann man das jeweilige Land schon einmal besser kennen lernen und vielleicht auch in Montpellier sein Auslandsjahr verbringen.
Ich kann euch nur empfehlen, ebenfalls an diesem Austausch teilzunehmen und eure eigenen Erfahrungen zu machen. Es wird euch bei euren Französischkenntnissen sehr viel weiter helfen, womit ihr auch eure Zeugnisnote verbessern könnt. Es wird sich auf jeden Fall lohnen.
Julia Fischer, 10.7
Viele Schüler haben sich so gut verstanden, dass bereits jetzt neue Gegenbesuche für die kommenden Sommerferien geplant sind. Wir hatten eine tolle Gruppe, mit der die Fahrt viel Spaß gemacht hat und ich hoffe, dass noch viele solcher Fahrten folgen werden. Durch den neuen Kontakt zum Lycée polyvalent Jules Guesde bietet sich außerdem für viele Schüler die Gelegenheit, dort ein Auslandsjahr (oder kürzere Zeit) zu verbringen.
Ich danke noch einmal allen mitgefahrenen Schülerinnen und Schülern für ihr „bon comportement“ uns besonders Frau Henseler für ihr wertvolle Unterstützung und Begleitung.
A. Ulrichs