Musikabend 2006

Ein Highlight des Musikjahres

23.3.06

Die Fotos

 

Jedes Jahr platzt die Aula aus allen Nähten. Jedes Jahr gibt es ein opulentes Programm aus unterschiedlichsten Musikrichtungen, Stilen, Solo-, Band- und Bigband-Auftritten, mit der Konsequenz, dass alle Beteiligten mal wieder viel zu spät nach Hause kamen und mit diversen akustischen und visuellen Eindrücken erfüllt eine unruhige Nach verlebten...

 

Das Erstaunliche am Musikabend: Jedes Jahr verabschieden wir eine Handvoll von Musikerinnen und Musikern, die die Schule verlassen müssen - nein, nicht wegen schlechter Leistungen, sondern weil sie ihr Abitur machen. Und jedes Jahr tauchen aus dem Nichts neue Talente auf. Diesmal waren es vier Schlagzeuger: Lukas Paulun, Lukas Pütz, Dario Rode und Jonas Strunk, Fünft- bzw. Viertklässler. Sie brillierten mit "Monte Falcone" und gaben uns die Hoffnung, dass es an talentiertem Nachwuchs nicht mangelt. Ein großer Schlagzeuger nämlich hört wegen Abitur auf: Benny Kuhtz, seit 9 (neun) Jahren Mitglied der Big Band, ein Rekord, der kaum zu überbieten sein wird... obwohl: Gerüchteweise soll schon mal jemand überlegt haben, eine Klasse zu wiederholen, um noch länger... Neben seiner etatmäßigen Rolle als Drummer der Big Band spielte Benny nebenbei auch in einem Stück der Jazz-Band K-Town 8 mit, außerdem brachte er zum Schluss den Saal zum Kochen, als er das Publikum zu gesanglichen und perkussiven Höchstleistungen animierte, von ihm selbst am Schlagzeug improvisatorisch garniert - Bennys Meisterstück!

 

Neben Benny verlassen die Schule und damit die Big Band: Julia Lohre, die mit Golliwog's Cakewalk von Debussy mit ihrer Querflöte zeigte, dass sie auch solistisch Spitzenklasse darstellt; Christoph Klenner, Saxophonist von Big Band und K-Town 8, Holger Böhne, Klarinettist der Big Band, Christoph Emmerich, Trompeter von Big Band und K-Town 8. Die Fünf spielten,  quasi als Abschiedsgeschenk, "La Troucha" von Fritz Pauer in einem Arrangement von Christoph Klenner.

 

Drei neue Bands tauchten auf und überzeugten auf Anhieb: Shir Khan mit Dennis Müller, Leo Jakobs, Gero Joks und Dominik Hees spielte eigene Titel; Leo Rolff, Jens Janßen, Florian Theil, Felix Pfeil, Philipp Lötsch, John Kramer und Christina Schaberger präsentierten "Drops of Jupiter" und "Narcotic"; die Mädchenband "Slin" aus Bedburg mit Julia Kropp, Alex Schlack, Katharina Schumacher, Vera Naus und Celina Büttgen bewiesen, dass Rock-Musik keine Jungen-Domäne sein muss.

 

Große solistische Talente, bekannte und neue, begeisterten das Publikum: Jasmin Curry, Querflöte, Bastian Pütz, Klavier, An Nam Pham, Klavier. An Nam präsentierte uns eine phantastische Interpretation von Rachmaninovs Prelude op. 32 Nr. 10.

 

Das Projekt "Neue Musik" des Ensembles der Musikkurse Jgst. 12 und 13 unter der Leitung von Monika Theil, brachte Kreativität, Überraschung und Raumklang ins Spiel: Bei dem "Abendlied" genannten Werk wurde die Aula in Finsternis gehüllt, aus allen Ecken vernahm man verstörende Geräusche, die sich schließlich in die harmonischen Klänge zweier Gitarren auflösten.

 

Das Streicher-Ensemble unter Leitung von Klaus Bach spielte Stücke von Gabrieli, Tschaikowskij und Grieg; K-Town 8 zeigte sich zwei Jahre nach seiner Gründung auf der Höhe seiner Kunst: "Power to the People" und "Song for my Father" demonstrierten Jazz der Spitzenklasse.

 

Barbara Franck, die Leiterin des Musical-Ensembles, füllte mit ihrer großen Gruppe nicht nur die komplette Bühne, sondern machte mit dem Finale der neuen Produktion "Tanz der Vampire" Lust auf die Premiere im Herbst - wir haben Blut geleckt...

 

Und natürlich die Big Band: Wie sie den Aderlass jedes Jahr wegsteckt, ist schon beachtlich. Dem musikalischen Niveau der Truppe scheint es nichts anhaben zu können, dass immer wieder Spitzenkräfte gehen. Danke an Johannes Schumacher für seine aufopfernde Arbeit und die Organisation dieses Musikabends.

 

Den Moderatoren des Abends, Christina Schaberger, Felix Pfeil und Florian Theil ist es zu verdanken, dass die Informationen zu den Darbietungen nicht nur sachlich, sondern auch mit einer Prise Witz und Ironie beim Publikum ankamen.

 

Einer der Schulinspektoren, die zur Zeit unserer Schule inspizieren, hatte seinen Kollegen gewarnt: Wenn wir nach Kerpen kommen, besichtigen wir in dem Gebäude keine Schule, sondern eine ganze Stadt!  Der Mann hat Recht!

 

Bernd Woidtke