Zukunft trifft Vergangenheit
Aktuelle 13er Leistungskurse treffen ehemaligen Schüler des THG Kerpen
1.2.12
Am Anfang stand ein Interview, das der ehemalige Schüler des Tagesheimgymnasiums und heutige Professor für Pathobiochemie am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf, Hadi Al-Hasani, der „Märkischen Allgemeinen“ gegeben hatte. Darin berichtete er nicht nur über seine Arbeit als Ernährungsforscher, sondern er betonte ausdrücklich, dass die entscheidenden Impulse für seinen beruflichen Werdegang damals von den naturwissenschaftlichen Einrichtungen der Schule und seinem Biologielehrer ausgegangen seien. Dass er das Interview dann auch der Schule zukommen ließ, war Grund für eine Kontaktaufnahme. Was folgte, war eine Einladung nach Düsseldorf ins DDZ.
So machten sich 22 Schülerinnen und Schüler aus den LK Biologie und Ernährungslehre auf den Weg. In einem fünfstündigen Programm, in das eine ganze Reihe der Mitarbeiter von Professor Al-Hasani eingebunden waren, erfuhren die SuS im Rahmen einer Vorlesung (privatissime) neueste Ergebnisse aus der Diabetes-Forschung. Anschließend gewährten die MitarbeiterInnen Einblick in diverse Labore der Forschungs-einrichtung und demonstrierten Untersuchungsmethoden, etwa aus dem Bereich der Proteonomforschung. Beeindruckend für alle war sicher die großzügige Ausstattung mit modernsten, computergestützten Gerätschaften, die in Echtzeit riesige Datenmengen erzeugen, die dann von den Wissenschaftlern interpretiert werden müssen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa hatten die SuS Gelegenheit, in einem Labor selbst Hand anzulegen und unter fachkundiger Anleitung durch den Chef Plasmid-DNA aus Bakterien zu isolieren. Laut Professor Al-Hasani wäre seine Einrichtung auch in der Lage gewesen, zu bestimmen, wie viel Neandertaler-DNA jeder von uns in seinen Genen trägt. Doch dafür hätte die Besuchszeit nicht gereicht.
Bei den meisten SuS hat dieser Besuch am DDZ, dank Professor Dr. Al-Hasani und seinem Team, einen prägenden Eindruck von modernem, naturwissenschaftlichem Arbeiten hinterlassen. Wer weiß, was daraus in Zukunft werden mag?
Hans Nagel