Erlebnisse in Nancy

Januar 2007 

 

 

Viele interessante Eindrücke haben wir in Frankreich gesammelt: Die französischen Schüler haben bis 18 Uhr Unterricht, die französischen Lehrer unterrichten nur ein Fach, haben keine Pausenaufsichten und vieles mehr... Reformen, wie z.B. das zweite Unterrichtsfach stehen, bevor.

 

Am 12.1. fuhren wir mit den Franzosen von Nancy nach Straßburg zum Europaparlament. Das Gebäude hat uns sehr beeindruckt. Die Glaswände des Parlaments stehen für Transparenz.  Das Hauptgebäude des Parlaments trägt den Namen von Louise Weiss, einer Europäerin der ersten Stunde. Als Journalistin setzte sie sich früh für ein einheitliches Europa ein.

 

Etwas erstaunt waren wir, dass das Parlament wie leergefegt wirkte. Ein französischer Schüler nannte es scherzhaft „l’absentéisme“. Es gibt nur einmal pro Monat eine Plenarsitzungswoche, in der die Politiker sich treffen.

 

Insgesamt war der Austausch unter den Schülern sehr intensiv. Am Samstag Nachmittag haben die Franzosen uns Aschenputtel auf sehr witzige Weise in deutscher Sprache präsentiert. Wir haben eine Szene aus Ionescos Rhinocéros gezeigt. Einige französische Schüler haben Theater als Abiturfach gewählt. Viel über das Unterrichtsfach am Lycée konnten wir in einer anschließenden Diskussion erfahren.

 

Viele Kontakte unter den Schülern sind – auch in den Familien - vertieft worden und werden bestimmt noch weiter bestehen.

 

Um unsere vielfältigen Eindrücke festzuhalten, arbeitet die französische Schule zur Zeit zusammen mit uns an einer französisch-deutschen Website. Wir unterstützen  eine  IT-Fachkraft, die die Website gestaltet und den Computerraum der Schüler in Frankreich betreut. Zur Zeit schicken wir eifrig Texte und Fotos hin und her...

 

B. Schütz/U. Bongard