Noah und die Flut

Kirchenoper von Benjamin Britten
Ein Schülerprojekt des Bach-Vereins Köln in Zusammenarbeit
mit Schulen und Musikschulen der Region Köln

 

Die Fotos


Dienstag, 13. Juni 2006 – 15 Uhr
Europaschule Kerpen

Fronleichnam, Donnerstag, 15. Juni 2006 – 15 Uhr
Lutherkirche Köln-Süd

Erik Sohn, Bariton (Noah)
Ilse Hirschner, Mezzosopran (Noahs Frau)
Ludwig Egener, Sprecher (Stimme Gottes)
Solisten des Kinderchors der Lukaskirche Bonn (Noahs Kinder)
Kinderchöre der Carl Stamitz Musikschule Köln-Porz,der Europaschule Kerpen, der Carl-Orff-Schule Hürth und der Wendelinus-Grundschule Bornheim-Sechtem
Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Instrumentalensembles der Rheinischen Musikschule Köln,
Kammerorchester des Bach-Vereins Köln
Bühnenbild: Hans Werner Meurer
Regie: Heike Heinen
Gesamtleitung: Thomas Neuhoff

Karten zu € 3,– (Kinder) und € 5,– (Erwachsene) an der Tageskasse
und über das Kartenbüro des Bach-Vereins Köln,
Fon (02 21) 48 28 52, Fax (02 21) 9 48 42 99,
E-Mail: karten@bach-verein.de
Für die Aufführung in Köln sind nur noch wenige Restkarten erhältlich. Für die Aufführung in Kerpen empfehlen wir, frühzeitig den Vorverkauf zu nutzen.
 

 

Die Sintflut als großes Opernspektakel für Kinder

Mit der Kirchenoper „Noah und die Flut“ von Benjamin Britten macht der Bach-Verein Köln die Sintflut auf phantasievolle und bildhafte Weise erlebbar – und erobert sich nebenbei neue Publikumsschichten

Der Bach-Verein Köln geht neue Wege. Benjamin Brittens Kirchenoper „Noah und die Flut“ steht im Juni an zwei Orten in Köln und Umgebung auf dem Programm: Am 13. Juni in der Europaschule Kerpen und am 15. Juni in der Lutherkirche in der Kölner Südstadt, jeweils um 15 Uhr. Gleich mehrere Kinderchöre aus dem Großraum Köln wirken bei dem Spektakel unter der Gesamtleitung von Thomas Neuhoff und der Regie von Heike Heinen mit. Schulen in Bonn und Köln erstellten die Bühnenbilder und Kostüme.

Mit dem ehrgeizigen und aufwändigen Projekt folgt der Bach-Verein Köln, der gerade seinen 75. Geburtstag feierte, nicht nur seiner künstlerischen Linie, immer wieder Musik des 20. und 21. Jahrhunderts in seinem Gesamtprogramm zur angemessenen Geltung kommen zu lassen. „Wir versuchen junge Sängerinnen und Sänger im Kinderchor- und Grundschulalter sowie aus der Unterstufe des Gymnasiums an eine ganz hervorragende und pädagogisch konzipierte Musik heranzuführen“, umreißt Thomas Neuhoff das Hauptziel des Projekts. Für ihn ist es „eine Art missionarische Aufgabe“, schon bei Kindern die Lust an der körperlichen Erfahrung des Singens zu wecken. Langfristig gehe es natürlich auch darum, sich frühzeitig Chorsänger und das Konzertpublikum von morgen heranzuziehen.

Benjamin Brittens 1957 komponierte Kammeroper, deren Text auf einem Mysterienspiel des 14. Jahrhunderts basiert, ist ein für Profi- und Laienstimmen angelegtes Werk. Große Kinderscharen verkörpern die Menge der Landtiere und Vögel auf dem Weg in die Arche, Halbwüchsige spielen Noahs Söhne und deren Frauen; nur die Rollen des ehrwürdigen Noah, seiner Frau und der Stimme Gottes sind Berufmusikern vorbehalten. Auch im der mittelalterlichen Kärglichkeit nachempfundenen, recht asketisch, aber höchst einfallsreich besetzten Instrumentarium dominiert bei dieser 1958 erstmals aufgeführten Kombination aus kirchlicher Parabel und mittelalterlichem Theater die Mitwirkung von Amateuren. So z.B. wenn das Nachahmen von Regentropfen durch den Einsatz von an einer Schnur aufgereihten und mit einem Holzlöffel angeschlagenen Trinkbechern erfolgt. Benjamin Britten schuf mit seinem dritten und letzten Opus für Kinder ein Meisterwerk, in dem der biblische Bericht um Noah und seine Familie, die von Gott ausersehen waren, die Sintflut in einer selbst gebauten Arche zu überleben und danach zu den Stammeltern der neuen Menschheit zu werden, auf phantasievolle und bildhafte Weise in Tönen erlebbar wird.