Förderkurs Biologie und Chemie

August 2009


Der Förderkurs Biologie und Chemie wurde in der Mitte des zweiten Halbjahres des laufenden Schuljahres 2008/09 eingerichtet. Er zielte darauf ab, Schülerinnen und Schüler, mit größeren Defiziten in diesen Fächern, individuell zu fördern und so einem Nichtversetzen in die nächste Jahrgangsstufe entgegen zu wirken.


Inhaltlich war der Kurs so aufgebaut, dass die Schülerinnen und Schüler einerseits bereits bestehendes defizitäres Wissen aufarbeiten und andererseits aktuelle inhaltliche Schwerpunkte im Unterricht so aufbereitet und selbstständig erarbeitet wurden, dass die Schülerinnen und Schüler umgehend ihre mündlichen Leistungen in diesen Fächern verbessern konnten. Neben dem inhaltlichen Schwerpunkt lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Umsetzung bzw. Einrührung von Lernmethoden (Textstrukturierung, Struktur-Lege-Technik, Kartenabfrage, Puzzles, Erstellung von Mind maps. Flussdiagrammen). Der gewählte Ansatz ist darin begründet, dass die Schülerinnen und Schüler Probleme mit der Strukturierung von Wissen bzw. dem „Behalten" (Lernen) hatten.

 


Unterstützt wurde der Kurs durch das „Schüler-Helfen-Schüler-System". Ein Oberstufenschüler mit den Leistungskursen (Biologie/Chemie) unterstützte die Kursteilnehmer bei der Erarbeitung der Sachverhalte. Er wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen.


Der Kurs richtet sich schwerpunktmäßig an die Jahrgangsstufe 9. Er fand wöchentlich donnerstags in der siebten bis neunten Stunde statt. Die Schülerinnen und Schüler wurden nach den zu fördernden Fächern getrennt, so dass sie in 14 Tagen drei Stunden gefördert wurden. Zusätzliche Termine wurden zur gezielten Vorbereitung auf Tests und schriftlichen Bewertungsanlässen angesetzt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen diese zusätzlichen Termine bereitwillig und engagiert wahr.


Nach Abschluss des Förderkurses war es gelungen, alle Schülerinnen und Schüler aus dem Notenbereich 5/6 in den Notenbereich 4/3 zu bringen. Die Lehrerinnen und Lehrer der betroffenen Schülerinnen und Schüler bemerkten die verbesserte Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Von den Lehrerinnen und Lehrer wurde bestätigt, dass sich neben den positiven Verhaltensänderungen der Schülerinnen und Schüler (Meldungen im Unterricht, Heftführung, Störungsverhalten) auch Wissenslücken teilweise geschlossen wurden. Abschließend möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass die Schülerinnen und Schüler insgesamt sehr engagiert und motiviert gearbeitet haben und durch ihr eigenständiges und selbstverantwortliches Lernen und Nacharbeiten bereits behandelten Stoffes, es geschafft haben, ihre Versetzung zu gewährleisten.


Nach anfänglicher Skepsis einiger Fachlehrer, die mir die Arbeit mit den „Problemfällen" nicht zugetraut hatten und in dem Förderkurs keinen wirklichen Sinn sahen, wurde mir nach dem Eintreten erster Erfolge unterstützend zur Seite gestanden. Leider haben jedoch nicht aus allen Kursen Schülerinnen und Schüler an meinem Kurs teilgenommen.


Ich denke, dass die entspannte und stressfreie Lernatmosphäre zu beigetragen haben, dass die Schülerinnen und Schüler ein solches positives Arbeitsverhalten an den Tag gelegt haben.
 

Carolin Van Linden