Zu Gast

Ojuna Banzaraktcaeva

24.11.10

 

Sie kommt aus einer Republik, die wahrscheinlich (noch) nicht sehr viele von uns kennen: Burjatien. Dieses Land liegt in Sibirien, mit einer Grenze zur Mongolei. Es hat 981.000 Einwohner, also ein bisschen weniger als Köln. Außer den Burjaten gibt es in dieser Republik Russen, Tataren und Ukrainer. Amtssprachen sind Burjatisch und Russisch.

 

 

 

Eine für uns also recht fremde Welt. Um so erstaunlicher ist der Eindruck, den man im Gespräch mit Frau Banzaraktcaeva bekommt: Sie spricht exzellent Deutsch und hat eine ganz moderne Lebensauffassung. Sie hat ab Klasse 5 Deutsch in der Schule gelernt, dann fünf Jahre lang an der Universität Ulan Ude (der Hauptstadt Burjatiens) Deutsch studiert. Sie kam Ende September nach Deutschland und bleibt bis Mai 2011 als Fremdsprachenassistentin hier. Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) ermöglicht ihr den Aufenthalt. Zwischen ihrer Uni in Ulan Ude und der Uni Bochum bestehen enge Beziehungen, hier gibt es einen regelmäßigen Studenten- und Wissenschaftler-Austausch.

 

Wo sieht sie Unterschiede zwischen Deutschland und ihrer Heimat? In Burjatien ist das Klima extremer als hier, im Winter ist es viel kälter, jetzt schneit es schon. Außerdem gibt es nicht so viel Fast Food in Burjatien - einen Monat Fast Food hier... das ist einfach zu viel!! Die Schüler hier sind aktiver, freier, selbstbewusster, sie können auch besser Russisch als die Schüler in Burjatien Deutsch.

 

Ihre Pläne: Sie möchte in Deutschland studieren, und dann... mal sehen!

 

Wir wünschen Ihr viele interessante Erfahrungen bei uns und eine erfolgreiche Zukunft!

 

Bernd Woidtke