Die Liebe zu den drei Orangen
Theaterstück von C. G. Gozzi
Literaturkurs 24.2, Leitung: Regine Klopffleisch
Aufführung: 5.7.2005, 19:30 Uhr
Ein
heftiger Streit entbrennt zwischen den Anhängern unterschiedlicher Stile und
Richtungen des Theaters. Erst der Vorschlag, die „Liebe zu den drei Orangen"
aufzurühren, kann die hitzige Debatte schlichten... und die Geschichte nimmt
ihren Lauf: Am Hof des Königs herrscht Kummer, denn der Erbprinz leidet an
unheilbarer Melancholie, die nur durch Lachen geheilt werden kann. Nun wird
alles daran gesetzt, den Prinzen zum Lachen zu bringen. Clarice, Leander und die
Hexe Fata Morgana, Vertreter der Unterwelt, versuchen dies mit allen Mitteln zu
verhindern, denn sie spekulieren auf den Thron. Doch ihr Plan geht nicht auf -
durch ein Missgeschick überwindet der Prinz seine hypochondrische Depression.
Fata Morgana verflucht den Prinzen, sodass er sich auf die gefährliche Reise
begibt, um die drei Orangen zu finden...
Zur Comedia dell'arte und Carlo Graf Gozzi
Die Comedia dell'arte ist eine Stehgreifkomödie, die Mitte des 16. Jahrhunderts in Italien entstand. Die erste Theatertruppe , die „Compagnia di Maffio" wurde 1545 gegründet. Weitere Comedia dell'arte-Truppen reisten erfolgreich durch ganz Europa. Vorgegeben war ursprünglich nur der grobe Handlungsverlauf und die Szenenfolge, die von Berufsschauspielern unterschiedlich improvisiert werden konnten. Neben bunten Kostümen, Tänzen, Musik und kleinen Zauberkunststücken kennzeichnet besonders die ausdrucksvolle, fast übertriebene Mimik, die Komödien. Dies weist bereits auf den Ursprung der Comedia dell'arte, den Karneval, hin. Typisch für die Comedia dell'arte sind einzelne, in unterschiedlichen Stücken auftauchende Charaktere, wie z.B. Pantalon, der spießige alte Hofdiener des Königs, der auch in „Die Liebe zu den drei Orangen" wiederzufinden ist.
Später versuchten C. Goldoni und P. Chiari, das italienische Theater zu reformieren, und somit auch die Akrobatik und Masken aus der Comedia dell'arte zu verbannen. Dagegen stellte sich Carlo Graf Gozzi, für den Kostüme, Akrobatik und Phantastie fest zum Theater gehörten. Das zwischen 1772 und 1779 entstandene Stück „Die Liebe zu den drei Pomeranzen" wurde Grundlage für S. Prokofjews Oper und das Stück „Die Liebe zu den drei Orangen". Außerdem schrieb Gozzi weitere Werke, die Stoff für Opern von F. Busoni und G. Puccini lieferten.
In den Rollen...
Der Prinz - Martin Schlesiger
Truffaldino - Lena Lieschied
König Treff - Sven Wehrmann
Fata Morgana - Alexandra Sterz
Tschelio - Christian Styp-Rekowski
Leander - Lena Posselt
Clarice - Britta Wirtz
Pantalon - Thorsten Wittwer
Prinzessin Ninette - Natalia Mathyl
Prinzessin Linette - Lena Posselt
Prinzessin Nicolette - Laura Drees
Smeraldine - Christina Schmitt
Teufel Farfarello - Daniela Hnida
Köchin - Britta Wirtz
Zeremonienmeister - Laura Drees
Dicke Hofdame - Natalia Mathyl
Dottores - lsabel Heimann, Verena Koch
Spielkarten - Natalia Mathyl, Sven Wehrmann, Melanie Goga, Laura Drees, Angela Hensel, Özlem Elmali
Sensenmann - Angela Hensel
Ratte - Daniela Hnida
Die Zuschauer
Spötter - Anna lhle
Komischer - Andre Hild
Lyrische - Verena Koch
Tragische - lsabel Heimann
Hohlköpfe - Karsten Hungenberg, Michael Funke
Sonstige Mitwirkende
Technik - Constantin Mundt, Thorsten Wittwer
Kostüme und Bühnenbild - Laura Drees, Daniela Hnida, Melanie Goga, Lena Posselt
Programmheft - Katja Fragemann, Natalia Mathyl
Plakat - Anna Ihle