Informationen zum Austausch St. Petersburg, Russische Föderation
15.1.12
Reisedaten: Hinflug nach St. Petersburg: 25. oder 26. April 2012 Rückflug: 4. oder 5. Mai 2012
Rückaustausch: voraussichtlich 20.-30. Juni 2012
Einzureichende Unterlagen:
· bei der Anmeldung:
o Einverständniserklärung der Eltern (Download auf dieser Homepage)
o Bewerbung am PC ausgefüllt per Email (Download auf dieser Homepage)
o digitales Foto (muss kein Passfoto sein)
· nach Annahme zum Austausch:
o Reisepass / Kinderausweis mit Bild
o Versicherungskartenformular (wird per Email zugesandt)
o 1 Passfoto 3x4 cm (für den Visumantrag)

Die Austauschgruppe in Sankt Petersburg 2011
Programm:
Während des 10-tägigen Aufenthaltes in St. Petersburg werden die Schüler genügend Gelegenheit haben, die Lebensgewohnheiten der Menschen in Russland, den Schulalltag, das Leben in einer russischen Familie und die berühmte russische Gastfreundschaft zu erleben.
St. Petersburg ist noch dazu eine sehr attraktive Stadt. Daher werden auch die unzähligen Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Umgebung (Eremitage, Peter-Paul-Festung, Admiralität, Bernsteinzimmer, Peterhof u.v.m.) nicht zu kurz kommen. Berichte und Fotos vergangener Fahrten finden sich auf der Homepage unserer Schule.
Voraussetzungen für die Teilnahme am Austausch:
Interesse an fremden Lebensweisen, Verantwortungsbewusstsein, Toleranz, Flexibilität, Abenteuerlust, Bereitschaft zur Aufnahme einer/s russischen Schülerin/Schülers beim Rückaustausch.
Russisch-Kenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, denn unsere Austauschpartner/innen sprechen alle englisch. Viele von ihnen lernen seit der 5. Klasse Deutsch als 2. Fremdsprache.
SchülerInnen mit Russischunterricht haben natürlich Vorrang. Alle Schüler müssen an einigen Vorbereitungstreffen teilnehmen. Schüler/innen ohne Russischkenntnisse müssen von Februar bis Mai an der Russisch-AG teilnehmen.
Kosten: ca. 350,- € - abhängig von den Kosten der Flugtickets. Wir fliegen entweder von Köln-Bonn oder von Düsseldorf nach St. Petersburg.
Wenn die Flugtickets günstig sind, sind hier auch sämtliche Kosten für den Rückaustausch enthalten – wenn nicht, müssen wir evtl. im Juni noch einmal ca. 20 Euro einsammeln. Die Kosten für Schloss- und Museumsbesuche in St. Petersburg werden von unseren Austauschpartner/innen übernommen. Alle Schüler/innen bekommen in St. Petersburg eine Mehrfahrtenkarte für die U-Bahn.
Visum und Reisepass:
Für ein Visum braucht man einen Reisepass oder Kinderausweis mit nicht zu altem Bild, der noch mindestens sechs Monate nach dem Aufenthalt in Russland gültig sein muss. Ferner muss noch eine Seite für Visa frei sein.
Die Visa werden von uns besorgt, jede/r Schüler/in muss seinen/ihren Pass und ein Passbild für den Visumantrag einreichen. Den Visumantrag füllen wir gemeinsam mit den Schüler/innen bei einem der Vorbereitungstreffen aus.
Die Ausstellung eines Reisepasses dauert ca. 4-6 Wochen. Beschädigte Kinderausweise und Ausweise mit zu alten Bildern werden von der russischen Botschaft nicht akzeptiert.
Krankenversicherung:
Alle Schüler/innen brauchen eine Auslandskrankenversicherung. Ohne den Nachweis über eine solche Krankenversicherung bekommt man kein Visum! Privatversicherte sind i.d.R. auch im Ausland versichert. Kassenpatient/innen müssen eine Auslandskrankenversicherung abschließen.
Bei der Botschaft muss man mit dem Visumantrag ein ausgefülltes Versicherungskartenformular einreichen. Privatversicherte erhalten es direkt bei ihrer Versicherung (Anruf genügt) – bitte unbedingt das Reisedatum verlängern (mindestens 5 Tage vor Abflug und 5 Tage nach Rückflug angeben, also bitte folgende Aufenthaltsdauer angeben: 20.04.-10.05.2012), denn die Flugdaten können sich verschieben.
Alle anderen füllen das Formular selber aus und fügen eine Kopie des Versicherungsscheines bei (KEIN Original!!!).
Impfungen und Impfpässe:
Bitte überprüfen Sie auch, ob der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie ausreicht und überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Hausarzt, ob Sie Ihr Kind gegen Hepatitis und oder FSME (Zecken) impfen lassen möchten. Alle Schüler/innen müssen eine KOPIE des Impfpasses einreichen.
Flug und Gepäck:
Scheren, Nagelfeilen, Flüssigkeiten dürfen NICHT im Handgepäck mitgeführt werden. Jede/r Schüler/in darf einen Koffer mit bis zu 20 kg Gepäck und ein Handgepäckstück mitnehmen. Es macht Sinn nicht an die Obergrenze zu gehen, damit man auf dem Rückflug noch Platz für Souvenirs und Gastgeschenke hat, die man von der Gastfamilie bekommen hat.
Checkliste für das Gepäck:
Regenjacke
feste, strapazierfähige (gut eingelaufene!) Schuhe
warmer Pullover (das Wetter kann sehr unterschiedlich sein)
Sportzeug (für Sportunterricht)
Geldwechsel:
Die russische Währung heißt Rubel (1 Rubel = 100 Kopeken) und ist nicht frei konvertierbar, d.h. man kann nur in Russland Euro in Rubel umtauschen. Da die Wechselstuben in Russland meistens eine Gebühr nehmen, ist es günstiger größere Summen zu tauschen. Darum haben wir Lehrerinnen in den vergangenen Jahren von allen Schüler/innen das Geld eingesammelt, das sie tauschen wollten und haben es gemeinsam umgetauscht. In den letzten 10 Jahren gab es keine großen Kursschwankungen, für einen Euro bekommt man zur Zeit 35-41 Rubel. Wie in allen Ländern kann man keine Münzen tauschen und es ist auch nicht möglich, weniger als 5 Euro wieder zurückzutauschen. Damit kein Neid entsteht, möchten wir gern das Taschengeld auf maximal 60-70 Euro begrenzen – die Schüler/innen werden von ihren Gastfamilien gut versorgt.
Partnerschule und Stadtteil:
Unsere Partnerschule ist die allgemeinbildende Schule Nr. 253 und liegt nicht im Stadtzentrum, sondern südlich davon in der Primorskij rajon, die zur Stadt St. Petersburg gehört – also so ein Stadtteil wie Köln-Bickendorf. Die Schule hat ca. 800 Schüler/innen und hat einige Gemeinsamkeiten mit unserer Schule: AGs, Nachmittagsunterricht, n und einen Schwerpunkt in der Erziehung zu sozialer Verantwortung. Wie bei uns wird auch die Schule Nr. 253 wird als Lebensort empfunden. Sie hat viele Räumlichkeiten für AGs und Arbeitskreise, eine kleine Bibliothek, zwei Sporthallen im Gebäude, einen Fitnessraum, einen Konferenzraum, eine Aula und sogar ein schuleigenes Museum. In der Schulmensa wird selbst gekocht. Wie bei uns wird Wetteroberbekleidung nicht mit in den Klassenraum genommen, sondern in der Garderobe gelassen – allerdings gilt das auch für Straßenschuhe. Besonders auffällig ist die Sauberkeit der Schule, in der die Schüler/innen übrigens von der ersten bis zur elften Klasse unterrichtet werden. Unsere Partnerschule hat auch eine Homepage: http://sch-253.ucoz.ru/
Die meisten Austauschschüler/innen wohnen nicht weiter als 5 Minuten Fußweg von der Schule entfernt – einige sogar in Plattenbauähnlichen Hochhäusern direkt neben der Schule. Auf den ersten Blick ist die Wohngegend für deutsche Augen nicht sehr ansprechend – bis man in die Wohnungen hineingeht. Deutsche Schüler/innen sind immer wieder erstaunt über den Kontrast zwischen hässlichen Häusern und den schön eingerichteten, gemütlichen Wohnungen darin. In Russland ist es eben völlig unwichtig, wie das Haus, in dem man wohnt, von außen aussieht, dafür ist die Wohnungseinrichtung sehr wichtig. Wir fahren mit der U-Bahn ins Zentrum
Gastfamilien:
Die Gastfamilien wohnen i.d.R. direkt an unserer Austauschschule und sind entgegen vieler deutscher Vermutungen durchaus in der Lage, eine/n deutsche/n Schüler/in für eine Woche zu verpflegen. Wie in Deutschland sind die Familien unterschiedlich. Wir bemühen uns, gleichaltrige Partner/innen für unsere Schüler/innen zu finden, was allerdings nicht immer gelingt. In der Vergangenheit hat sich aber herausgestellt, dass ältere und jüngere oft sehr gut zusammenpassen. Da es in Petersburg oft mehr Jungen, in Kerpen aber oft mehr Mädchen gibt, die am Austausch teilnehmen möchten, kann es sein, dass Mädchen bei Jungen unterkommen und umgekehrt. Wer das auf gar keinen Fall möchte, muss das auf dem Anmeldeformular vermerken. Selbstverständlich gibt es gemischte Partnerschaften nur bei getrennten Schlafzimmern!
In Russland trifft sich oft die ganze Gruppe abends am See zum Fußballspielen und „Abhängen“. Leider sind die Russen nicht so schreibfreudig und verstehen oft gar nicht, warum sie einem Austauschpartner, den sie noch gar nicht kennen, einen Brief oder eine Email zu schreiben sollen. Außerdem sind die Russen viel flexibler und spontaner als wir Deutsche – man plant nicht so lange im Voraus wie hier. So kann es kommen, dass ich die Namen der Gastfamilien erst ein paar Tage vor unserem Abflug bekomme. Auch kann es durchaus vorkommen, dass man beim Rückaustausch eine/n andere/n Partner/in bekommt, da der/die eigene Partner/in nicht kommen kann und die Schule deshalb eine/n andere/n Schüler/in entsendet. Russland ist eben immer noch Abenteuer – wer am Austausch teilnehmen will, muss bereit sein sich auf Abenteuer einzulassen. Für Menschen mit einem großen Sicherheitsbedürfnis ist der Russland-Austausch nicht geeignet!!!
Auf jeden Fall ist es angebracht, der Gastfamilie und dem Austauschpartner Gastgeschenke mitzubringen. Hierbei sollte es sich um Kleinigkeiten handeln, wie zum Beispiel eine Schachtel Pralinen oder etwas Typisches für unsere Region.
Rückaustausch:
Unsere Partner kommen voraussichtlich vom 20.-30. Juni 2012 nach Kerpen. Die russischen Schüler/innen kommen auch hier bei ihren Partnern unter. Auch beim Rückaustausch gibt es gemeinsame Schulbesuche. Außerdem stehen einige Exkursionen an, an denen auch die deutschen Teilnehmer/innen teilnehmen können. Das Programm für den Rückaustausch wird von den Schüler/innen mitgestaltet. Die Petersburger möchten natürlich gern Köln, Bon und Düsseldorf oder Aachen sehen, aber auch Wasserskifahren und ein Besuch des Freilichtmuseums Kommern mit Sommerrodelbahn sowie Wanderungen haben ihnen und den deutschen Partner/innen in den letzten Jahren sehr gefallen.
Fragen beantworte ich gerne per E-Mail oder Telefon.
Katharina Schulte-Mattler