Der erste Kerpener Poetry Slam

 24.4.09

 

Die Fotos

Die Texte

 

Erstmals in Kerpen: Poetry Slam. Ein großes Erlebnis. Ein Literaturkurs-Ergebnis, wie es sein soll. Die Schüler werden kreativ. Schreiben eigene Texte. Tragen sie selbst vor. Witzig, traurig, politisch, kabarettistisch, tiefgründig, selbstironisch. Alles ist dabei. Dazwischen Musik, ebenfalls selbstgemacht. Das Publikum war begeistert. Über alle Texte. Alle Teilnehmer. Der Literaturkurs von Tatjana Strucken bot eine faszinierende Text-Show. Einen Sieger gab es auch: Stefan Schneider. Er riss das Publikum zu Ovationen hin.

 

Bernd Woidtke

 

Der Sieger: Stefan Schneider; klick drauf, dann wird das Foto groß!

 

Dies schreibt Frau Strucken:

 

Poetry Slam am Gymnasium Kerpen

 

Nach einem Dreivierteljahr des Ideensammelns, Schreibens, Überarbeitens von Texten, der Sprechübungen und Performancetrainings war es endlich soweit: Die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses luden ein zum ersten Kerpener Poetry Slam! Da es eine solche Veranstaltung an der Schule (wir vermuteten in ganz Kerpen) noch nicht gegeben hat, war der Kurs zunächst skeptisch, wie eine solche Dichterschlacht wohl ankommen würde... Jetzt steht fest: Sie kam gut an. Es zeigt sich, dass das Fach Literatur vielseitig sein kann und viel zu bieten hat, und dass Kreatives Schreiben gar nicht langweilig oder zu schwer für Schülerinnen und Schüler ist. Durch unterschiedliche Schreibanregungen wurde die Kreativität der Schüler geweckt. Heraus kamen wirklich tolle Texte, die man sich derzeit im Foyer der Schule noch durchlesen bzw. die man sich demnächst auch auf dieser Homepage herunterladen kann. Besonders schön zu sehen war, dass Schülerinnen und Schüler, die zum Teil ansonsten wenig mit Schreiben, Texten und Literatur überhaupt „am Hut haben“, qualitativ sehr hochwertige Texte verfasst haben. Alliterationen, Sprachspiele und Lautmalereien sind nicht länger langweilige Theorie, sondern verhelfen zu witzigen sprachakrobatischen Texten.

 

Der Poetry-Slam-Abend war nicht nur für die Zuschauer etwas Neues, sondern die kreativen Schreiber haben sicher einen ganz neuen Zugang zu Literatur finden können, der ihnen möglicherweise bisher verschlossene Türen öffnet. Darüber hinaus war die Erfahrung, selbst verfasste Texte auf einer Bühne einem Publikum zu präsentieren und mit Applaus und Lachen belohnt zu werden, mindestens genauso wertvoll.

 

Dies war zwar der erste Kerpener Poetry Slam, aber hoffentlich nicht der letzte! Für mich steht fest: Gerne wieder! Es hat Spaß gemacht, mit diesem Kurs zu arbeiten und ich freue mich auf die weitere Arbeit: Das Halbjahr ist noch nicht zu Ende und wir wollen unsere Texte noch in einer Literaturzeitschrift veröffentlichen sowie Poetry Clips (ähnlich einem Musik-Clip) entwickeln.

 

Tatjana Strucken

 

 

Das schrieb der Kurs:

  

Ihr seid noch nie bei einem Poetry Slam gewesen? Wisst auch gar nicht, was das ist??

 

Hier ein paar Kurzinfos:

Poetry Slam (Dichterwettstreit) ist ein literarischer Vortragswettbewerb, in dem selbstgeschriebene Texte einem Publikum vorgetragen werden. Bewertet werden sowohl der Inhalt der Texte als auch die Art des Vortrags. Das Publikum kürt den Sieger. Hört sich erst mal uncool an. Texte vortragen. Wie langweilig…

 

Aber wer das denkt, war wirklich noch nie bei einem Slam. Der kann sich aber einen ersten Eindruck verschaffen, indem er einmal den Profi-Slammern lauscht:

 

http://www.wdr.de/tv/poetryslam/

 

Wir, der Literaturkurs von Frau Strucken, sind natürlich keine Profis, aber auch unsere Texte und Perfomances können sich sehen lassen. Wir haben uns intensiv mit kreativem Schreiben befasst und herausgekommen sind dabei nicht nur Slam-Texte. Daher wird unser Poetry-Slam auch etwas Besonderes:

In einem ersten Teil werden Texte präsentiert, die etwas sanfterer Natur sind. Zum Teil werden sie auch musikalisch untermalt. Erst im zweiten Teil beginnt die eigentliche Dichterschlacht. Auch hier gibt es musikalische Pausen. Am Ende steht natürlich die Abstimmung. Da während unserer Arbeit mehr Texte entstanden sind, als wir vortragen können, haben wir einige Ergebnisse auch ausgestellt. Diese Ausstellung kann man sich bereits ab 19:00 anschauen. Aber auch in der Pause gibt es Gelegenheit dazu.

 

Es gibt auch nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Augen: Der Kunstkurs von Herrn Lankes hat sich von unseren Ergebnissen inspirieren lassen und stellt auch seine Ergebnisse aus.

 

Hinweis für Hungrige und Durstige: Frau Rath von der Mensa sorgt für Getränke und Snacks, die günstig erworben werden können.

 

Wir freuen uns!!!

 

Anika Appel und Madeleine Herberz