Unter den besten von mehr als 3000
Einsendungen:
Zweihundertfünfzig Euro für die Klassenkasse!
Die Klasse 6.10 des Gymnasiums Kerpen erringt einen Preis beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2007
Feb. 08
3016 Projektergebnisse von insgesamt 65.000 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 11 aus anderen Schulen in ganz Deutschland. So groß (und zugleich auch so groß wie noch nie zuvor) war die Gesamtkonkurrenz für die Klasse 6.10 unseres Gymnasiums, die sich im November vergangenen Jahres zur Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung entschlossen hatte. Doch das schreckte die 27 Schülerinnen und Schüler nicht: Im Rahmen von nur drei Unterrichtsblöcken und in ihrer Freizeit entwickelten sie eine Fotostory zum Wahlthema „Familie – nichts als Ärger?!“, schickten sie punktgenau am Einsendeschluss zur Jury nach Bonn – und gewannen!

Vor wenigen Tagen erhielt Holger Müller-Hillebrand, Klassen- und Politiklehrer der 6.10, der die Wettbewerbsteilnahme angeregt und begleitet hatte, den entscheidenden Brief: Für ihre kreative Arbeit erhält die Klasse 6.10 jetzt 250 Euro als Zuschuss für einen Ausflug! Die Prämie kommt in etwa einem 6. Rang innerhalb der Altersgruppe (Klassen 5 bis 8) gleich – wenngleich ehrlicherweise nicht verschwiegen werden soll, dass dieser 6. Platz rund 60 Mal vergeben wurde. Das aber schmälerte die Freude über den Gewinn keineswegs – denn von der Jury aus Fachlehrkräften und Mitarbeitern einiger Kultusministerien unter den besten 66 von mehr als 3000 Arbeiten gewählt zu werden, ist eine beachtliche Leistung!
Dabei war es den Sechstklässlern anfangs gar nicht so leicht gefallen, sich auf ein Thema zu einigen, was Bedingung für eine Wettbewerbsteilnahme war: Zugelassen waren nur Gruppenarbeiten. Zwei Wahlthemen lagen in der Gunst der Klasse ganz vorn: Zum einen das Tierschutzthema „Mensch, wie gehst du mit Tieren um?“, das sich um den Aspekt des Walfangs drehte, und zum anderen das letztlich ausgewählte Thema „Familie – nichts als Ärger?“, bei dem es darum ging, einen typischen Konflikt zwischen Kindern und Eltern als kurze Fotostory darzustellen. Letztlich zogen alle an einem Strang: In beeindruckendem Tempo und einer meist gut funktionierenden Arbeitsteilung entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Storyboard (Titel: „Verbotene Liebe“…), überlegten sich Schauplätze und Requisiten, schossen Fotos, gestalteten die Bildergeschichte am PC und schrieben einen Projektbericht. Einige Schülerinnen führten sogar noch eine kleine Umfrage unter 41 Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 durch.
Der angesehene und jährlich ausgelobte Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so auch die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich an ihm so viele Schulen und Schüler wie noch nie zuvor.
Klassenlehrer Holger Müller-Hillebrand gratuliert „seiner“ 6.10 auch auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich zu dem tollen Erfolg und freut sich auf einen gemeinsamen Ausflug (dessen Ziel noch nicht feststeht)!