Pop-Art im Museum Ludwig

 

Am Donnerstag, 28.08.2008 hat der 13er-Kunst-Grundkurs außerschulisch gelernt und zwar vor Originalen! Im Museum Ludwig in Köln, direkt neben dem Hauptbahnhof, gibt es nämlich eine reichhaltige Sammlung der Pop-Art, was u.a. Pflichtthema des Zentralabiturs dieses Jahrgangs ist. Vor Originalen zu lernen, ist ein Privileg, das wir als Schule nahe Köln-City dringend nutzen sollten. Denn bei einer Zentralabiturprüfung vor zwei Jahren bekamen die Abiturienten Farbkopien, die kaum annähernd an die Farbrichtigkeit des Originals herankamen. Somit kam es zu Fehleinschätzungen in der formalen Bildanalyse von den SchülerInnen.

 

Der 13er Kurs im Museum Ludwig - klick auf das Bild, dann wird es groß!

 

Die 13er-Kunst-SchülerInnen trafen neben neuen Werken und Vertretern der Pop-Art auch auf viele Werke der klassischen Moderne, die bereits im Unterricht thematisiert wurden, aber im Original (Größe, Farbe, Materialien, Kontexthängung zu anderen Werken) einen anderen Blick darauf eröffnen. Man kann bei einem Besuch eines Museums unterschiedliche methodische Herangehensweisen der Vermittlung wählen. Ich habe mich dieses Mal für einen Besuch mit Aufgabenstellungen entschieden, die unterschiedliche Künstler der Pop-Art betrafen, um die Breite des Angebots in Form von Partnerarbeit zu strukturieren. Nach einer kurzen eigenständigen Sichtung und Erarbeitung der Aufgabenstellungen, wurden anschließend Auswertungsgespräche in der gesamten Gruppe geführt. Hierbei mussten die SchülerInnen ihre Nervosität im Griff haben, weil natürlich andere Museumsbesucher aufmerksam stehen blieben, wenn die SchülerInnen vor einem Kunstwerk mit Fachbegriffen gekonnt referierten. Fotos vom Arbeitsprozess der SchülerInnen im Museum durften leider nicht geschossen werden, sodass kein weiteres Dokumentationsmaterial vom Lernen vor und mit Originalen hier bereit gestellt werden kann.

 

Dieser Besuch war für gut zwei Drittel der Schülergruppe ein neues Erlebnis, weil bisher nur 5 der 17 SchülerInnen das Ludwig Museum ohne diesen schulischen Anlass zuvor besucht hatten. Daher appelliere ich dringend daran, die Arbeit vor Originalen und das Lernen an außerschulischen Lernorten weiterhin zu fördern, damit das Wissen und das Bewusstsein für die Kulturschätze unserer Region gepflegt werden.

 

Herzliche kunstpädagogische Grüße

Ihre Frau Loffredo