"Herr Puntila und sein Knecht Matti"

Nach langem Überlegen und Streitereien entschieden wir - ein Literaturkurs 12 unter Leitung von Frau Klopffleisch - uns endlich für Brechts Theaterstück "Herr Puntila und sein Knecht Matti". Da sich in dem Stück so gut wie alles um Alkohol drehte, ließ sich unser Kurs schnell für das Stück begeistern. Durch ein sehr nervenaufreibendes Auswahlverfahren, in dem die Konkurrenz groß war, wurden nun die Rollen besetzt. Die Proben konnten beginnen und das "Elend" nahm seinen Lauf.

Foto: B. Woidtke


Trotz anfänglichen Schwierigkeiten wuchs unser Kurs zu einer geschlossenen Einheit zusammen. Wir probten 3 Stunden die Woche und eine Woche vor den Aufführungen stellten wir schlagartig fest, dass dies definitiv zu wenig war. In den Proben bekamen wir einen Eindruck davon, wie die einzelnen Charaktere darzustellen waren und die Motivation nahm stetig ab, da wir den Inhalt des Stückes nach einiger Zeit so gut wie auswendig konnten.

In der letzten Woche stieg unsere Anspannung ins Unermessliche. Zu unserem Unglück verlief gleichzeitig zu unseren letzten Proben die heiße Endphase der Fußballweltmeisterschaft. Dies führte zu kleinen Streitereien in unserem Team. Einigen waren die Proben wichtiger, anderen der Fußball (was ja auch verständlich ist). Da Frau Klopffleisch dem Druck der Fußballfans nicht standhalten konnte, wurde die Probe am Tag des Halbfinales der Deutschen Mannschaft um einen Tag verlegt. Die letzten Durchlaufproben waren sehr stressig und wir mussten einige Überstunden nach der Schulzeit in Kauf nehmen. Da sich zu allem Überfluss die Klausurphase mit unseren Proben deckte, konnten wir uns nur unzureichend auf die Klausuren vorbereiten und setzten deshalb viele in den Sand (Entschuldigung an unsere Eltern).

Foto: B. Woidtke


Uns graute vor der Premiere, weil die Durchlaufproben nicht verliefen wie geplant und viele Fehler gemacht wurden. Ebenfalls fürchteten wir um die Zahl der Zuschauer, da die Aufführungen am Tag des Spieles um den 3. und 4. Platz und am Tag des Finales stattfinden sollten. Endlich war der 29.06.gekommen, also Tag der Premiere, und wir fanden uns um 17:30 Uhr auf der Hinterbühne der Aula zusammen. Die Aufführung sollte 2 Stunden später beginnen und die Aufregung stieg. Die Zeit verging wie im Flug und bald erklang der erste Ton unserer ehrenamtlichen Akkordeonspielerin Jennifer Stammel aus der Jahrgangsstufe 11 (Vielen Dank Jenny!). Auch vielen Dank den Technikern. Bei der leider schlechtbesuchten Premiere (an alle Leute, die nicht da waren: Ihr habt was verpasst! Aber das ist ja euer Problem) verlief bis auf ein paar kleine, aber unauffällige Versprecher alles super und wir waren stolz auf unsere Leistung. Diese Leistung konnten wir trotz der mangelnden Motivation (unsere Mannschaft verlor das Finale!) am Sonntag um einiges toppen. Nachdem wir nun alles hinter uns hatten, setzten wir unser eigenes "Trinktalent", welches wir vorher nur inszeniert hatten, in die Realität um. Auch das war ein voller Erfolg. Rückblickend ist zu sagen, dass trotz des großen Aufwands die Zusammenarbeit in unserem Kurs sehr viel Spaß gemacht hat und wir viele Erfahrungen sammeln konnten.

DANKE REGINE!!!!!!! (Es gibt nur eine Frau Klopffleisch!!!!!!!!)

Robin Schall, Judith Schmitz, Agnes Tabor und Manuel Bogalho
Fotos von B. Woidtke


Foto: B. Woidtke


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