
Mit einer Darbietung auf hohem Niveau begeisterten die Mitglieder der Musical-AG des Gymnasiums in diesen Tagen ihr staunendes Publikum.
Zum dritten Mal hatten Regisseur Joachim Franck und sein Team ein amerikanisches Musical ins Visier genommen und in langen und harten Proben detailliert einstudiert. Nach der "Westside-Story" und ihrer erfolgreichen Interpretation von "Miss Saigon" hatte sich die AG für Jonathan Larsons Meisterwerk "Rent" entschieden.
"Eigentlich steckten wir schon in den Vorbereitungen für die "Rocky-Horror-Picture-Show", aber dann wollten die Schüler unbedingt "Rent" machen", erklärte Franck. Zunächst stand der langjährige Musical-Liebhaber dieser Entscheidung skeptisch gegenüber - "immerhin ist das Werk sowohl thematisch als auch musikalisch sehr komplex und nicht zu vergleichen mit Null-Acht-Fünfzehn-Andrew-Lloyd-Webber-Musicals". Doch schließlich kam er nicht umhin, sich vom Enthusiasmus seiner Mitarbeiter anstecken zu lassen. Nach 15 Monaten intensiver Arbeit war es schließlich soweit und die AG-Mitglieder - 24 Darsteller, sechs Techniker und drei Maskenbildner - luden zur Premiere in die Aula des Gymmnasiums ein.
Erzählt wird die Geschichte der Bewohner eines alten Fabrikgebäudes, dessen Eigentümer sie aus Profitgier auf die Straße setzen will. Einig im Protest organisiert die bunt gemischte Gesellschaft den Widerstand und triumphiert gegen den Grundstücksbesitzer, nicht jedoch gegen die Widrigkeiten des Lebens.
Zahlreiche Einzelschicksale gestalten ein faszinierendes Mosaik sozialer Realität, das durch die hervorragenden darstellerischen Leistungen und den hohen technischen Aufwand überzeugend betont wurde. So konnte Frank seinen Schützlingen am Ende nur höchste Bewunderung zollen: "Die Schüler haben etwas Phantastisches gemacht, was in dieser Qualität sicher lange nicht mehr zu sehen sein wird!"
(aus dem "Stadtblatt" - alle Fotos von B. Woidtke)
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