Austausch mit Sankt Petersburg

4.-15. Mai 2005

 

 

Erster Tag – Mittwoch, 04.05.2005 

Am 4. Mai begann unsere Reise nach St. Petersburg.

Die Gruppe von 11 Schülern/Schülerinnen und 2 Lehrerinnen war gut überschaubar. Bevor der Austausch begann, hatten wir uns mehrfach in der Schule getroffen, um alles Wichtige vorzubereiten.

Wir haben uns um 6.15 Uhr am Bahnhof Horrem getroffen, was für die meisten bedeutete, dass sie gegen 5 Uhr aufstehen mussten, und haben festgestellt, dass wir schon einmal wacher ausgesehen haben.

Der Regionalexpress, mit dem wir gefahren sind, kam gegen 7.30 am Flughafen Düsseldorf an. Zuerst haben wir dort eingecheckt und dann hatten wir noch bis 9 Uhr Zeit, durch die Geschäfte zu bummeln oder etwas zu essen . . . Anschließend sind wir an Bord gegangen. Der Flug begann um 9.35 Uhr und dauerte ungefähr 2½ Stunden, also wären wir um 12.10 Uhr angekommen, aber wegen der Zeitverschiebung - in Petersburg gehen die Uhren zwei Stunden vor unserer Zeit - war es dort bereits 14.10 Uhr.

Als wir am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg ankamen, haben unsere Austauschpartner/innen bereits auf uns gewartet. Wir waren alle sehr gespannt, sie kennen zu lernen. Nachdem wir bekannt gemacht wurden, sind wir mit den Gastfamilien nach Hause gefahren.

Etwas später am Nachmittag haben sich die meisten russischen und deutschen Schüler/innen noch einmal an der Schule getroffen. Zusammen haben wir einen Spaziergang an einem See gemacht.

Den Rest des Tages haben wir dann zusammen mit unseren Gastfamilien verbracht. Die meisten von uns waren nach diesem Tag auch ziemlich erschöpft.

 

Larissa Klaß, 8.4

 

 

3. Tag – Freitag, 06.05.05

An diesem Tag trafen wir uns um 9.00 Uhr in der Schule und besuchten dort mit unseren Austauschpartnern bis 10.00 Uhr den Biologieunterricht. Die Lehrerin erklärte den Schülern erst mal etwas, diese aber spielten nur gelangweilt mit ihren Handys, oder diskutierten lautstark darüber, was sie am Nachmittag machen wollten. Später schrieb die Klasse noch einen Test und so extrem wie die Schüler da mit dem Nachbarn zusammen arbeiteten oder ihre DinA4 Spickzettel benutzten ist es noch nicht mal in Deutschland. Um 11.00 Uhr fuhren wir mit der Metro in Richtung Dostojewskij- Museum und bevor wir dort eine Führung bekamen, gingen wir noch in eine Markthalle. In dem Museum, dass eines der früheren Wohnsitze des russischen Dichters Dostojewskis war, erfuhren wir viel über sein Leben. Er schrieb zum Beispiel Romane wie „Schuld und Sühne“, „Der Idiot“ oder „Die Brüder Karamasow“, die auch in Deutschland sehr bekannt sind. Bis 14.30 Uhr hatten wir dann Freizeit und gingen Pizza essen. Dort fing dann die Diskussion an, wer was nimmt und da nur Xenia (die einzige die von uns Russisch sprach) bestellen konnte, war das gar nicht mal so einfach. Als wir dann aber doch gesättigt waren, machten wir uns mit der Metro auf den Weg zum 900 Blockadetagen- Museum, wo wir um 15.00 Uhr unsere Austauschpartner trafen. Bis 16.30 Uhr fand dort eine große Veranstaltung zu Ehren des 60. Jahrestags des Kriegsendes statt. Das Blockade-Museum ist ein Museum über die 900-tägige Einnahme von Leningrad. Der Angriffskrieg von der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion begann am 22.Juni 1941 und am 27. Januar 1944 konnte Leningrad vollständig von der Blockade befreit werden. Insgesamt kamen bei der Blockade mehr als 1 Mio. Menschen um (zwischen 700000 und 900000 Leningrader starben allein an Hunger). Die Veranstaltung die im Museum stattfand, bestand größtenteils aus Tanzvorführungen von Kindern, aber auch aus Singen und Blumensträuße stecken. Danach gingen unsere Austauschpartner noch was bei McDonalds essen und wir kauften einige Souvenirs und ein paar von den sehr günstigen CD’s und DVD’s. Nach diesem langen Tag kamen wir dann um 18.30 Uhr bei unseren Austauschpartnern zu Hause an und aßen zu Abend. Der Tag war aber noch lange  nicht zu Ende, da einige unserer Austauschpartner noch raus gehen wollten. Nachdem sich unsere Austauschpartner dann nach langer Diskussion geeinigt hatten, dass wir nun Bowlen gehen, war es aber dann doch noch sehr nett. Das Bowlen machte richtig Spaß und alle waren gut gelaunt! Nachdem wir dann um 00:30 endgültig nach Hause kamen, fielen wir alle todmüde ins Bett !

 

Julia Knepper, 9.3     

 

Unsere Partnerschule – die Schule Nr. 253

 

 

4. Tag – Samstag, 07.05.05

Am Samstag stand ein Besuch in der Eremitage, einem großen Kunstmuseum in St. Petersburg, auf dem Programm. Wir trafen uns um 10 Uhr an der Metrostation, sodass alle einmal etwas länger schlafen konnten, und fuhren dann los.

 

Der Winterpalast vom Schlossplatz aus

 

Benannt wurde die Eremitage nach dem 1764-67 für Katharina II. erbauten Schloss („Kleine Eremitage“); das Museum umfasst heute darüber hinaus noch mehrere andere Gebäude, beispielsweise den früheren Winterpalast der Zaren. Fast drei Millionen Exponate sind heute in diesem riesig großen Schloss ausgestellt, darunter Gemälde vieler weltberühmter Maler, und es ist das bedeutendste Museum in St. Petersburg. Das bedeutet allerdings auch, dass jeden Tag sehr viele Besucher kommen und es sehr voll ist.

 

Am meisten beeindruckte mich die prunkvolle Fassade des Palastes, aber auch die vielen Verzierungen aus Gold und Marmor im Inneren des Schlosses.

Wir konnten nur einen kleinen Teil des Museums besichtigen, insbesondere mehrere Säle mit Gemäldesammlungen alter Meister. Ich erinnere mich besonders an mehrere Bilder von Cézanne.

 

Die Fassade des Winterpalastes

 

Nach dem Besuch im Museum hatten wir eine Stunde Freizeit, um etwas zu essen. Dann gingen wir mit unseren Austauschpartnern zusammen in den Zirkus, der nicht - wie in Deutschland üblich - in einem Zelt, sondern in einem Gebäude in der Stadt seine Vorstellung gab. Neben den Auftritten der Akrobaten, Clowns und Jongleure gab es sehr viele Vorführungen mit Tieren, zum Beispiel Lamas, Hunden, Pferden, Seehunden und Emus. Die Dressurnummern mit Pferden gefielen mir am besten.

 

Unser Tagesprogramm endete um 18.00 Uhr. Danach blieb Zeit für Unternehmungen mit den Austauschpartnern.

 

Verena Klaß, 11.2

 

 

6. Tag – Montag der 09.05.2005

Am Montag den 9.5. stand Eigentlich eine fahrt zum Strand nicht weit von Sankt Petersburg auf dem Programm. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Also wurde Montag kurzer hand zu einem der wenigen freien Tage die wir hatten. Diese Gelegenheit ließen sich viele Familien nicht nehmen und boten ihren Gästen ein besonderes Programm. Auch wenn ich mit ein paar anderen Russen und deren Austauschpartnern einfach in eine Art Spielhalle, die Лидер heißt, gegangen

bin um dort Q-ZAR zu Spielen und uns anderweitig zu unterhalten. Danach sind wir noch etwas einkaufen gegangen. Ein Russland-Deutscher, der am Austausch teilnahm, nutzte diesen Tag um sich mit seinem Onkel zu treffen, der in Sankt Petersburg wohnt und verbrachte den Tag mit ihm. Andere Deutsche hatten das Vergnügen mit ihrer Austauschfamilie eine Delphinshow zu besuchen, in einen Vergnügungspark zu gehen und anschließend einzukaufen. Wieder andere sind mit ihrer Austauschfamilie zu einem Friedhof für Opfer 2. Weltkrieges gefahren, um dort Blumen  niederzulegen. Da aber an diesem 9.5. vor genau 60 Jahren die Deutschen aus dem damaligen Leningrad vertrieben wurden musste man ungefähr zwei Stunden warten um seine Blumen dort niederzulegen. Nach dieser „kurzen“ Verzögerung ging es dann weiter, um noch zwei Museen zu besuchen und danach noch zu dem Blockade-Denkmal zu fahren. Hier stand in den letzten Tagen immer ein besonderes Programm an. Ich bin mir sicher, dass dies auch am 9.5. nicht anders war, doch leider weiß ich hierzu nichts Genaueres zu berichten.

Am Abend des 9.5.2005 gab es dann ein großes Feuerwerk, das sich wahrscheinlich die ganze Stadt ansah. Das soll heißen, dass Sankt Petersburg an diesem Abend einfach nur voll war und nichts mehr ging. Wer es nicht mehr  rechtzeitig schaffte nach Hause zu fahren war in seinem Auto verloren, da einfach jeder mitten auf der Straße anhielt um sich das Spektakel anzusehen. An diesem „ Ausnahmezustand“ nahm dann wohl jeder der Deutschen mit seinem Austauschpartner teil. Abschließend denke ich, dass dieser Tag ein besonderes Erlebnis für jeden von uns war.

 

Stefan Bister, 11.01

 

 

7. Tag – Dienstag, 10.05.05:

Heute war unser Programm ganz anders als es zuerst geplant war.

Wir wären heute eigentlich eine Stunde mit unseren Austauschpartnern in der Schule gewesen und danach in einer Glasfabrik. Da der gestrige Tag ein Feiertag war, hatten heute viele Leute frei. So auch die Schüler und die Arbeiter in der Glasfabrik. Dies hatten wir aber erst an dem gleichen Tag erfahren und so wurde das Programm kurzfristig von Frau Schulte-Mattler geändert.

Wir besichtigten dann stattdessen mit unseren Austauschpartnern die Peter- und Paul-Festung. Mit dieser Festung wurde der Grundstein für St. Petersburg gelegt. Wir gingen also zu den Wurzeln der Stadt zurück.

Dort bot uns eine Frau eine deutsche Führung durch die Peter-Paul-Kathedrale an, in der viele Zaren begraben worden sind, z.B. Peter der Erste. Bei dieser eigentlich nicht geplanten Führung stiegen wir hoch in den Turm und erfuhren etwas über die Entstehung dieser Festung: Sie wurde 1703 zum Schutz vor den Schweden erbaut. Am 16.5. (alter Kalender) bzw. 27.5. (neuer Kalender) kamen die ersten Arbeiter zu der damaligen „Haseninsel“. Dieser Tag  wird in St. Petersburg deshalb als Gründungstag der Stadt gefeiert. Zuerst war die Benennung der Festung „Sankt Piter-Burch“. Nachher wurde sie aber zu Ehren des heiligen Apostel Peter Peterfestung genannt. Dieser Name wurde später dann auf die Stadt übertragen. Peter der Erste dachte sich zusammen mit dem französischen Ingenieur Josef Lamber den Plan der Festung aus.

So bekamen wir noch einiges über die Festung und Peter den Ersten erzählt.

 Leider mussten in dieser Zeit unsere russischen Austauschpartner draußen in der Kälte stehen und waren nachher so durchgefroren, dass sie nach Hause gingen. Wir hingegen gingen danach noch zu einem Kunstinstitut. Uns kam es so vor, als wären wir durch die ganze Stadt gelaufen. Wir waren froh, als wir uns endlich setzen konnten. Dort haben wir uns ein paar Arbeiten von Studenten angesehen. Der Leiter erzählte uns auch noch etwas dazu.

Nachher hatten wir etwas Freizeit, in der wir in der Stadt etwas kaufen und unsere Lunchpakete aufessen konnten.

Später (gegen 17-18.00 Uhr) fuhren wir dann nach Hause, wo unsere Austauschpartner schon auf uns warteten.

 

Sarah Groten, 8.4

 

 

8.Tag – Mittwoch, 11.05.05

Wie immer ging der Tag später los als in Deutschland, da die Schule in Russland erst um 9 Uhr beginnt. Doch, obwohl die Schule so spät beginnt, mussten wir alle oft zur Schule rennen. Mit der Pünktlichkeit war das so eine Sache bei den Russen! An diesem Tag hatten wir wie immer bis 10 Uhr Schule. Jeder ging mit seinem Austauschschüler zum Unterricht. Nachdem Unterricht sind wir wie immer zur Metro gegangen, doch diesmal sind wir nicht an den üblich Stationen vorbeigefahren, sondern an den ältesten der Stadt. Sie waren wunderschön: mit Marmor an den Wänden, Kronleuchtern und vielen Statuen. Das kannten wir aus Deutschland nicht. Nachdem wir aus der Metro ausgestiegen sind, haben wir auf den Bus gewartet, der uns zu Putins Residenz, dem so genannten Konstantinpalast, fahren sollte. Wir mussten nicht lange auf den Bus warten. Wir wussten nicht was uns erwarten würde, denn wir konnten uns unter Putins Residenz nichts vorstellen. Dort wurden wir dann durchsucht, doch wir sind zum Glück alle durchgekommen. In der Residenz mussten wir wieder Plastiktüten um unsere Schuhe tun. Es sah dort sehr schön aus. Die verschieden Säle, die wir besichtigt haben waren der blaue Saal (der größte Saal in dem Haus und mit vielen Spiegeln bestückt), ein anderes Zimmer war komplett aus Kirschholz und fast jeder meinte: „Hier würde ich einziehen.“ Danach haben wir die Räume besichtigt, wo Putins Gäste untergebracht werden und wo die Sitzungen abgehalten werden. Wir haben uns auch die Räume angeguckt wo Pressekonferenzen stattfinden und sich die Politiker z. B. zum Billard spielen zurückziehen.

 

Natalja Jurevna, die für den Austausch verantwortliche Lehrerin,  im Konstantinpalast

 

Von diesem Schloss aus, das eigentlich das Pechschloss genannt wird, hatte man eine schöne Aussicht nach draußen. Wir hatten eigentlich geplant noch in dem anliegenden Park spazieren zu gehen, aber das Wetter war wie so oft nicht auf unserer Seite. So hatten wir uns entschieden zurück zu fahren. Zum Schluss haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und sind einkaufen gegangen. Wir haben Souvenirs und CDs gekauft, da die in Russland sehr billig sind. Die zweite Gruppe war noch mit Frau Schulte-Mattler in die Stadt gefahren und sie haben sich andere Denkmäler und Gebäude angeguckt. Nun war unser Programm für heute zu Ende und wir sind alle nach Hause gefahren. Abends hatten wir uns in Gruppen getroffen und Filme geguckt, sind ins Kino gegangen oder in Clubs. Natürlich ging der Tag erst spät zu Ende und wir waren frühestens todmüde um 12 Uhr im Bett.

 

Xenia Fink, 9.7, Alina Breland, 9.3

 

 

9. Tag: Donnerstag, 12.05.05

Morgens hatten wir wie immer bis 10 Uhr Schule und wir sind auch wieder mit der Metro gefahren. Der Bus, mit dem wir weiter fahren wollten, war ganz schön voll, somit mussten wir lange warten und wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, weil wir zusammen nicht mehr reingepasst haben. Als wir dann am Katharinenpalast angekommen sind, haben wir einen Flötenspieler gesehen, der bekannte russische Lieder spielte.

 

Der Katharinenpalast in Carskoe Selo

 

 

Als wir rein gegangen sind, haben wir unsere Jacken abgegeben und sind zum Eingang gegangen. Wie immer haben unsere Austauschpartner versucht uns als russische Schüler an der Kontrolle vorbei gehen zu lassen, weil die ausländischen Preise doppelt oder sogar dreifach so teuer sind wie für die russischen Schüler. Das Ganze ist aber aufgeflogen. Also hatten wir im Katharinenpalast eine deutsche Führung und Frau Schulte-Mattler, musste nicht die ganze Zeit übersetzen. Die Empfangstreppe war sehr groß und mit chinesischem Porzellan dekoriert. Der erste Raum war ein großer Saal überall war Gold das ganze Zimmer funkelte und glänzte, selbst die Decke hatte dasselbe Muster wie der Boden, es sollte wie eine Spiegelung aussehen. Die Zimmer waren so angeordnet, dass man in einen Gang schaute und die ganzen vergoldeten Türrahmen in einer Reihe sehen konnte.

 

Der Katharinenpalast von innen

 

Kein Zimmer war sah gleich aus. Wir haben viele Esszimmer und Porträtzimmer gesehen. Leider waren aber noch einige Räume wegen Restauration geschlossen. Dann kam das berühmte Bernsteinzimmer. Dort waren drei Wände bis fast unter die Decke mit Bernstein verkleidet. Es gab auch drei sehr schöne Berstein-Bilderrahmen. Es war schön zu sehen wie viel Mühe sich die Restaurateure gegeben haben, da sie nur ein paar Schwarzweiß-Bilder hatten, die noch vor dem zweiten Weltkrieg gemacht wurden. Dann war dir Führung zu Ende und wir haben uns auf eine Bank im Park gesetzt, unsere großen Lunchpakete gegessen und viele Fotos gemacht. Nach diesem Mittagessen sind wir alle zusammen in den Park gegangen. Dort gab es den Hundefriedhof für die Lieblingshunde von Katharina der Großen, ein Denkmal an den Krieg zwischen den Türken und den Russen und es gab dort auch eine Eremitage, wo der Boden nach unten bzw. nach oben gefahren werden konnte, wenn die Leute essen wollten, so wurde der schon gedeckte Tisch nach oben gefahren und wenn sie fertig waren, wurde der Boden wieder nach unten gefahren und schon war es ein Tanzsaal. So lies sich die Zeit überbrücken, in der der Tisch erst weggeräumt werden musste.

 

Vor der Marmorbrücke im Katharinenpark

 

Zum Schluss sind wir nach draußen zu dem Ort Puschkin gegangen. Dort gab es viele Markstände. Julia hatte da aus Versehen eine Schmuckdose umgeworfen und die Verkäuferin sagte, sie müsse die Dose bezahlen, aber sie wollte nicht, da an der Dose nichts wirklich kaputt gegangen war. Wir sind dann zu anderen Ständen gegangen und haben dort gehandelt. Wir haben festgestellt, dass man in Russland viel handeln muss, weil die Preise viel zu hoch angesetzt sind. Das Handeln hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir haben jede Chance genutzt, die wir hatten. Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück, es war auch der einzige sonnige Tag und wir sind alle sehr müde wieder nach Hause gegangen, wo wir endlich Freizeit hatten.

 

Xenia Fink, 9.7, Alina Breland, 9.3

 

 

11. Tag – Samstag, 14.05.05

Wir standen wie üblich um 8:00 auf, um uns für die Schule fertig zu machen. Obwohl es ein Samstag war, hatten die russischen Schüler Schule. Wir hatten wie üblich 2 Stunden Unterricht,

doch es war heut nicht nur ein langweiliger Unterricht geplant, sondern die Sportlehrerin hatte ein tolles kleines Turnier vorbereitet. Die Mannschaften waren so aufgeteilt, dass  die russischen Austauschpartner gegen die deutschen Schüler spielten. Es war toll zu sehen, wie sehr alle mitfieberten und sich anstrengten zu gewinnen. Als 1. machten die Mädchen gegeneinander Tauziehen, welches die russischen Mädchen gewonnen hatten. Dafür haben die deutschen Jungen in der 2. Runde gewonnen und somit würde sich alle in der 3. Runde entscheiden. Eigentlich sollten wir in der 3. Runde Fußball spielen, doch da wir uns keine großen Chancen errechneten, haben wir die Sportlehrerin überredet Volleyball zu spielen, da wir 2 gute im Team hatten, die das im Verein spielen. Eigentlich war es kein Wunder, dass wir das Match gewinnen würden, doch die russischen Austauschpartner haben sich tapfer geschlagen! Damit hatten wir das Turnier dann 2: 1 gewonnen, doch das war allen schon egal. Wir hatten jedenfalls ziemlich viel Spaß daran. Am Ende des Turniers bekamen wir eine Urkunde und jeder eine Tafel Schokolade. Nach dem kleinen Turnier waren wir zwar fix und fertig, entschlossen uns aber dennoch noch einmal in die Stadt zu gehen, um die letzten Sachen für unsere Freunde und Familien zu kaufen. Glücklicherweise hat jeder noch das gefunden, was er unbedingt kaufen wollte. Leider mussten die russischen Austauschpartner in der Schule bleiben, um weiter für ihre Prüfungen zu lernen. Wir haben uns dann wieder um 15:00 mit ihnen getroffen und ausgemacht, dass wir uns abends alle noch ein letztes Mal treffen.

Nachdem das geklärt war, gingen alle für ein paar Stunden nach Hause, um ihre letzen Sachen zu packen. Einige mussten noch ein paar Sachen im letzten Moment kaufen und wir mussten dann noch einmal mit den russischen Austauschpartnern  los, weil nur die wussten, wo man so etwas kriegen konnte. Zum Glück haben wir auch noch dies gefunden und gekauft. Am Ende haben eigentlich alle das gefunden und bekommen, was sie sich vorher ausgesucht hatten.

Am Abend gingen wir dann alle, wie geplant, noch mal zusammen in den Club und haben unseren letzten Abend in Russland gefeiert. Sicherlich waren alle traurig, dass wir am nächsten Tag nach Hause fahren mussten.

 

Sergey Kesik, 8.4

 

 

Letzter Tag- Sonntag, 15.05.05

Am Tag der Abreise hatten wir kein Programm mehr für die ganze Gruppe. Wir konnten ausschlafen –zur Abwechslung mal- und hatten genug Zeit, unsere Sachen zu packen. Gegen 11 Uhr sind die meisten von uns losgefahren und obwohl wir uns erst um 12.30 Uhr am St. Petersburger Flughafen treffen wollten, waren die meisten von uns eine Dreiviertelstunde zu früh dort. Dann hatten wir genug Zeit, noch letzte Fotos von unseren Austauschschülern/Schülerinnen zu machen, bevor wir uns verabschieden mussten, um einzuchecken. Fast allen fiel der Abschied von ihren Gastfamilien sehr schwer, auch wenn viele sich schon auf die eigene Familie freuten.

Nach dem Einchecken hatten wir noch ca. eine Stunde Zeit, die wir genutzt haben, um Karten zu spielen, zu essen und über den Austausch zu reden. Schließlich sind wir mit Bussen zum Flugzeug gefahren worden und haben unsere Sitzplätze aufgesucht. Als das Flugzeug abhob und St. Petersburg kleiner wurde und verschwand, waren die Gesprächsthemen schon eher wieder zu Hause. Die häufigste Frage war: „Fährst du nächstes Jahr wieder mit?“. Nicht selten wurde diese Frage mit „Ja“ beantwortet.

Nach 2½ Stunden Flug (von 14.30-15 Uhr – Zeitverschiebung um 2 Stunden!!!) waren wir in Düsseldorf am Flughafen, wo unsere Eltern schon ungeduldig auf uns warteten.

Wir wurden nach Hause gebracht und ich denke, dass die meisten erst einmal ausgiebig berichten mussten und anschließend in einem ziemlichen Chaos alle Andenken und schmutzige Wäsche sortiert haben - davon hatten wir reichlich.

Nur gut, dass der nächste Tag Feiertag und somit schulfrei war, sodass wir uns etwas erholen und wieder einleben konnten!

 

Insgesamt war der Austausch ein voller Erfolg und wir waren begeistert von der Stadt.

 

Larissa Klaß, 8.4

 

Flughafen